Fleischkonsum in Deutschland

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Ein Deutscher konsumiert während seines Lebens im Durchschnitt das Fleisch von 1.094 Tieren (4 Rinder, 4 Schafe, 12 Gänse, 37 Enten, 46 Schweine, 46 Puten und 945 Hühner)
Die zehn größten deutschen Fleischkonzerne, Quelle: Fleischatlas – Daten und Fakten über Tiere als Nahrungsmittel

Der Fleischkonsum in Deutschland ist im Vergleich mit dem weltweiten Mittel, das bei 43,1 Kilogramm pro Jahr liegt[1], deutlich höher und liegt bei rund 60 Kilogramm pro Jahr und Kopf.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Während 1950 in Deutschland ein Kilogramm Schweinefleisch 1,6 % des monatlichen Nettoverdienstes kostete, waren es 2002 nur noch 0,28 %. Der Kilopreis stieg in diesem Zeitraum von 2,19 auf 7,09 Euro, der Durchschnittslohn von 136 auf 2480 Euro.

In Deutschland lag der Fleischkonsum pro Kopf im Spätmittelalter jährlich bei über 100 Kilogramm. In den folgenden Jahrhunderten ging er immer weiter zurück und erreichte im 19. Jahrhundert den niedrigsten Wert von durchschnittlich 14 kg Fleisch.[3] Zwischen 1961 und 2011 stieg der Fleischverbrauch in Deutschland von durchschnittlich 64 kg auf 90 kg pro Kopf und Jahr[4][5]. Eine größere gesellschaftliche Debatte zum Fleischkonsum gab es im Zuge der Diskussion um den Veggieday im Jahre 2013.

Fleischkonsum nach Bundesländern und Geschlecht[Bearbeiten]

Fleisch- und Wurstverzehr nach Bundesländern und Geschlecht

Der Fleisch- und Wurstverzehr hängt in Deutschland sowohl vom Geschlecht als auch vom Bundesland ab (vgl. Grafik). Frauen verzehren dabei etwa halb so viel Fleisch wie Männer.

Kritik am Fleischkonsum in Deutschland[Bearbeiten]

Barbara Unmüßig sagte bei der Vorstellung des Fleischatlas 2013, der gemeinsam von der Heinrich-Böll-Stiftung, dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und der Monatszeitung "Le Monde diplomatique" in Berlin vorgestellt wurde, dass, um die Fleischproduktion und den Konsum in Deutschland aufrechtzuerhalten, große Mengen an Futtermitteln importiert werden müssten (siehe auch Außenhandel der deutschen Ernährungswirtschaft). Dies trage zur Bedrohung des Regenwaldes bei. Auch würden aufgrund der hohen Nachfrage nach Fleisch in Deutschland vermehrt Antibiotika in der Massentierhaltung eingesetzt.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Fleischatlas 2014 (PDF; 5,1 MB) BUND. Abgerufen am 4. Juli 2014.
  2. Fleischatlas 2013 vorgestellt. Jeder Deutsche isst knapp 1000 Hühner. Tagesschau.de, abgerufen am 9. Januar 2014.
  3. Massimo Livi Bacci, Europa und seine Menschen: eine Bevölkerungsgeschichte, C.H.Beck Verlag, 1999, ISBN 3-406-44700-7, S. 69
  4. Food Balance Sheets. Abgerufen am 6. August 2013.
  5. Fleischverbrauch und Fleischverzehr je Kopf der Bevölkerung. Abgerufen am 9. Dezember 2013.