Florian Steger

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Florian Steger (* 1. Juli 1974 in Garmisch-Partenkirchen) ist ein deutscher Medizinhistoriker und Medizinethiker.[1]

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Steger studierte Humanmedizin, Klassische Philologie und Geschichte an der Universität Würzburg und Ludwig-Maximilians-Universität München. Steger war Stipendiat und ist nun Vertrauensdozent der Studienstiftung des deutschen Volkes. 2002 wurde er an der Ruhr-Universität Bochum mit einer Arbeit zur Antiken Medizin zum Dr. phil. promoviert. 2003 erhielt er den Bayerischen Habilitationsförderpreis. Er habilitierte sich 2008 in Geschichte und Ethik der Medizin an der Medizinischen Fakultät der Universität Erlangen-Nürnberg und wirkte als Medizinhistoriker und Privatdozent für Geschichte und Ethik der Medizin. Von 2009 bis 2014 war er Mitglied der Jungen Akademie.[2]

Von 2011 bis Juni 2016 war Steger W3-Professor und Direktor des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Seit Juli 2016 ist er Universitätsprofessor und Direktor des Instituts für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin an der Universität Ulm.[3] Steger sitzt der Ethikkommission der Universität Ulm vor. Er ist Mitglied des Senats und der Kommission "Verantwortung in der Wissenschaft".[4]

Arbeitsschwerpunkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine Arbeitsschwerpunkte umfassen Fragen der Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin: Antike Medizin und ihre Rezeption, Medizin und Künste, Fragen des Unrechts in einer politisierten Medizin, aktuelle ethische Fragestellungen in der Medizin.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • mit Maximilian Schochow: Disziplinierung durch Medizin – Die geschlossene Venerologische Station in der Poliklinik Mitte in Halle (Saale) 1961 bis 1982. Halle 2014, ISBN 978-3-95462-351-8.
  • mit Maximilian Schochow: Traumatisierung durch politisierte Medizin – Geschlossene Venerologische Stationen in der DDR. Berlin 2015, ISBN 978-3-95466-240-1.
  • mit Carolin Wiethoff und Maximilian Schochow: Vertuschter Skandal – Die kontaminierte Anti-D-Prophylaxe in der DDR 1978/1979 und ihre Folgen. Mitteldeutscher Verlag, Halle 2016, ISBN 978-3-95462-753-0.
  • Asclepius: Cult and Medicine. F. Steiner, Stuttgart 2018, ISBN 978-3-515-12197-2.
  • mit Carolin Wiethoff: Betriebsgesundheitswesen und Arbeitsmedizin im Bezirk Magdeburg. Halle 2018, ISBN 978-3-95462-946-6.
als Herausgeber
  • Die Medizin von heute ist der Irrtum von morgen. Scharfzüngige Gedanken zur Medizin. Wiesbaden 2017, ISBN 978-3-7374-1054-0.
  • Jahrbuch Literatur und Medizin. Bd. 10. Universitätsverlag Winter, Heidelberg 2018, ISBN 978-3-8253-6938-5.
  • Am Skalpell war noch Tinte. Literarische Medizin. marix Verlag, Wiesbaden 2018, ISBN 978-3-7374-1097-7.
  • mit Marcin Orzechowski, Maximilian Schochow (Hrsg.): Pränatalmedizin. Ethische, juristische und gesellschaftliche Aspekte. (= Angewandte Ethik – Medizin, 2). Alber, Freiburg 2018, ISBN 978-3-495-48956-7.
  • mit Manuela Dudeck (Hrsg.): Ethik in der Forensischen Psychiatrie und Psychotherapie. Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Berlin 2018, ISBN 978-3-95466-360-6.
  • Diversität im Gesundheitswesen (Angewandte Ethik – Medizin, 3). Alber, Freiburg 2019, ISBN 978-3-495-49028-0.   

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Steger, Florian : Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender Online. (degruyter.com [abgerufen am 9. August 2017]).
  2. Florian Steger diejungeakademie.de. Abgerufen am 30. Juni 2014.
  3. Steger, Florian, Univ.-Prof. Dr. - Universität Ulm. Abgerufen am 9. August 2017.
  4. Website der Universität Ulm.
  5. Łódzki Urząd Wojewódzki w Łodzi – Serwis www – Strona główna. Abgerufen am 30. Mai 2018 (polnisch).
  6. Öffentliche Frühjahrssitzung der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig. (PDF) In: saw-leipzig.de. Sächsische Akademie der Wissenschaften, abgerufen am 17. April 2019.
  7. Alexander von Humboldt Polish Honorary Research Scholarship Laureates. Abgerufen am 17. Mai 2019 (englisch).