Francesco Albizzi

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Francesco Albizzi (* 1593 in Cesena; † 3. Oktober 1684 in Rom) war ein italienischer Jurist, Diplomat und katholischer Geistlicher.

Albizzi ist vor allem wegen seiner Hexenverfolgungen bekannt geworden. Allerdings vertrat er im Gegensatz zu zahlreichen Hexenverfolgern auf diesem Gebiet des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation eine gemäßigte Position; die dortigen Massenhinrichtungen der 1630er Jahre betrachtete er mit Entsetzen.

Er studierte zunächst Rechtswissenschaften und nach dem Tod seiner Frau Theologie. Im Jahr 1635 wurde er Assessor beim Heiligen Offizium in Rom. 1636/37 begleitete er den Legaten Marzio Ginetti nach Köln. In seinem Leben strengte er unzählige Inquisitionsverfahren an.

1654 wurde er zum Kardinalpriester der Titelkirche Santa Maria in Via erhoben, 1671 wechselte er nach Santi Quattro Coronati, 1680 nach Santa Maria in Trastevere, von 1681 bis zu seinem Tod war er Kardinalpriester von Santa Prassede. Von 1667 bis 1669 war er Kämmerer des Kardinalskollegiums.

Er diente den Päpsten Innozenz X. (1644–1655) und Alexander VII. (1655–1667).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]