Franz Jürgen Säcker

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Franz Jürgen Säcker (* 14. November 1941 in Recklinghausen) ist deutscher, emeritierter Hochschullehrer für Zivilrecht und Wettbewerbsrecht an der Freien Universität Berlin und Leiter des dortigen Instituts für deutsches und europäisches Wirtschafts-, Wettbewerbs- und Regulierungsrecht sowie Geschäftsführender Direktor des Instituts für Energie- und Regulierungsrecht Berlin.

Säcker ist renommierter Experte für Wettbewerbsrecht.[1]

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Säcker studierte von 1961 bis 1965 Rechts- und Wirtschaftswissenschaften an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, der Universität zu Köln, der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und der Universität Genf. 1966 erfolgte die Promotion zum Dr. iur. an der Universität Köln. Zwischen 1966 und 1968 war er Assistent an der Universität Köln bei Hans Carl Nipperdey, Präsident des Bundesarbeitsgerichts, zwischen 1969 und 1970 an der Universität Bochum bei Kurt Biedenkopf. 1970 habilitierte er an der Ruhr-Universität Bochum für die Fächer Zivilrecht, Handels-, Wirtschafts- und Arbeitsrecht. 1970 erhielt Säcker Rufe der Universität Augsburg, der Freien Universität Berlin, der Universität Bielefeld, der Universität Innsbruck, der Universität Hamburg, der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und der Universität Tübingen. 1971 erfolgte die Promotion zum Dr. rer. pol. Danach nahm er den Ruf an die Freie Universität Berlin an. Von 1973 bis 1984 war er als Richter am Kartellsenat des Kammergerichts Berlin tätig. Von 1973 bis 1975 war Säcker Professor für Zivil- und Arbeitsrecht an der Universität Hamburg. 1975 wechselte er wiederum an die Freie Universität Berlin und war Direktor des Instituts für deutsches und europäisches Arbeits- und Wirtschaftsrecht. 1984 nahm er einen Ruf der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel an und wurde Direktor des Instituts für Wirtschafts- und Steuerrecht. 1994 kehrte er an die Freie Universität Berlin zurück und ist seitdem Direktor des Instituts für deutsches und europäisches Wirtschafts-, Wettbewerbs- und Regulierungsrecht der Freien Universität Berlin und geschäftsführender Direktor des Instituts für Energie- und Regulierungsrecht Berlin e.V.

Säcker hält Vorlesungen u. a. an der Lomonossow-Universität, der Zhejiang-Universität, in Macau, Peking und Shanghai.

Herausgeberschaften und Forschungsschwerpunkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Säcker ist Mitherausgeber des Münchener Kommentars zum Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) und ständiger Mitarbeiter der Zeitschrift Kommunikation und Recht. Weiterhin ist er Herausgeber des Münchener Kommentars zum Europäischen und Deutschen Wettbewerbsrecht, sowie den beiden Berliner Kommentaren zum Energierecht und Telekommunikationsrecht. Außerdem ist Säcker Mitherausgeber folgender Zeitschriften: European Energy Institute, Netzwirtschaften & Recht, Recht der Energiewirtschaft, Neue Zeitschrift für Energierecht und Recht der Arbeit.

Sonstige Funktionen und Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1993 bis 1994 war Säcker Berater der Treuhandanstalt zu Fragen der Privatisierung des Buna Sow Leuna Olefinverbund GmbH. Seit 2003 ist er Mitglied im "Wissenschaftlichen Arbeitskreis für Regulierungsfragen" (WAR) der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen. Zudem ist er seit 2004 Mitglied im Beirat des Wissenschaftlichen Instituts für Infrastruktur und Kommunikationsdienste (WIK) und Mitglied des European Energy Institute (EEI) und Leuven. Seit 2005 ist Säcker Mitglied der Academic Society for Competition Law (ascola) und seit 2007 Mitglied des Institut de Droit de la Concurrence in Paris. Seit November 2008 ist Säcker Vorsitzender im wissenschaftlichen Beirat des EUREF-Instituts Berlin.[2] 2010 war er Mitglied des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie einberufenen Sachverständigenrates zur Beratung der neuen GWB-Novelle.

Er ist Aufsichtsratsmitglied der Hawesko Holding AG.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1997 verlieh ihm die Russische Akademie der Wissenschaften, das Institut für Staat und Recht Moskau, 2013 die University of Tapei und 2017 die Nationale Kapodistian Universität Athen die Ehrendoktorwürde. Am 22. November 2007 wurde Säcker auf Vorschlag des damaligen 1. Bürgermeisters der Hansestadt Hamburg, Ole von Beust, vom Bundespräsidenten das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.tagesspiegel.de/medien/tv-fussball-rechte-bundesliga-ferngesteuert/6346778.html
  2. Lebenslauf auf der Homepage der FU Berlin

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]