Franziskus Maria Stratmann

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Franziskus Maria Stratmann (* 8. September 1883 in Solingen; † 13. Mai 1971 in Hochdahl), Dominikaner, war ein bedeutender Theoretiker der katholischen Friedensbewegung und gilt als Vertreter der „just war pacifists“.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stratmann stützte sich in seiner Ablehnung des modernen Krieges vor allem auf die Bedingungen zur Führung eines gerechten Krieges und kam zu dem Schluss, dass angesichts der modernen Kriegswirklichkeit kein Krieg mehr theologisch zu rechtfertigen sei.

Von 1914 bis 1923 war er Berliner Studentenseelsorger.

Franziskus Maria Stratmann stellte sich offen gegen den Nationalsozialismus. Am 10. April 1933 schrieb er an den Erzbischof von München, Michael Faulhaber: „Niemand protestiert wirksam gegen diese unbeschreibliche deutsche und christliche Schmach. Selbst Priester fühlen ihre antisemitischen Instinkte durch dieses sündhafte Treiben befriedigt.“[1] Doch der deutsche Episkopat blieb stumm. Stratmann wurde 1933 in Schutzhaft genommen. 1937 gehörte Stratmann zu den Unterzeichnern der Denkschrift Die Kirche Christi und die Judenfrage, die sich gegen den Antisemitismus der Nationalsozialisten wandte und den Papst sowie andere kirchliche Würdenträger – vergeblich – zu einem offiziellen Protest gegen die Judenverfolgung in Deutschland bewegen wollte.[2]

Im Februar 2007 wurde in Erkrath-Hochdahl durch den Düsseldorfer Dominikanerpater Elias H. Füllenbach und die stellvertretende Bürgermeisterin Regina Wedding am ehemaligen Dominikanerinnenkloster, wo Stratmann seine letzten Lebensjahre verbrachte, eine Gedenktafel für den Geistlichen eingeweiht sowie ein Weg nach ihm benannt.[3]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Weltkirche und Weltfriede, Katholische Gedanken zum Kriegs- und Friedensproblem. Haas & Grabherr, Augsburg 1924.
  • In der Verbannung. Tagebuchblätter 1940 bis 1947. Europäische Verlagsanstalt, Frankfurt am Main 1962.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zitiert von Rudolf Neumaier: Zu Fuß gehen, auf Augenhöhe predigen. Die Dominikaner stellen in Regensburg ihre Geschichte aus. In: Süddeutsche Zeitung vom 15. Juni 2016, S. 13.
  2. Elias H. Füllenbach: Die Kirche Christi und die Judenfrage (1937). In: Wolfgang Benz (Hrsg.): Handbuch des Antisemitismus. Judenfeindschaft in Geschichte und Gegenwart. Bd. 6: Publikationen. De Gruyter Saur, Berlin/Boston 2013, S. 400–403.
  3. http://www.rp-online.de/nrw/staedte/mettmann/widerstand-fuer-den-frieden-aid-1.883224