Friederike Habermann

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Friederike Habermann (2015)

Friederike Habermann (* 12. August 1967 in Bad Rehburg) ist eine deutsche Volkswirtin und Historikerin. Sie schreibt, lehrt und forscht als freie Wissenschaftlerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Friederike Habermann studierte an der Universität Hamburg und wurde 2007 an der FU Berlin mit summa cum laude zur Dr. phil. in Politischer Wissenschaft promoviert.[1] Sie ist seit Anfang der 1980er Jahre in sozialen Bewegungen aktiv; ab Mitte der 1990er im Rahmen der Vernetzung von Basisbewegungen Peoples Global Action (PGA) auch auf globaler Ebene, heute überwiegend in Vernetzungen solidarischen Wirtschaftens sowie der Bundeskoordination Internationalismus (BUKO).

Positionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit ihrer „subjektfundierten Hegemonietheorie“ vertritt Habermann einen Ansatz, der davon ausgeht, dass Identitätskategorien wie Geschlecht oder Rassifizierungen im Ringen um Privilegien wie Zugang zu Ressourcen, Zugriff auf Körper, hierarchische Arbeitsteilungen etc. konstruiert werden. Aus diesen theoretischen Überlegungen sowie aus ihren Erfahrungen in „Peoples Global Action“ resultiert ihre Überzeugung, dass das Ringen um die eigene Emanzipation immer auch mit der Infragestellung eigener Privilegien einhergehen muss.

Mit „Ecommony“ beschreibt sie gegenwärtige Tendenzen einer Commons-based Peer Production in Ansätzen anderen Wirtschaftens, basierend auf den Hauptprinzipien „Besitz statt Eigentum“ und „Beitragen statt Tauschen“. Hiermit verbindet sie die Vision eines nichtkapitalistischen gesamtgesellschaftlichen Wirtschaftens, das auf „struktureller Gemeinschaftlichkeit“ statt auf dem „strukturellen Hass“ der Konkurrenz beruht.[2]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • mit Ulrich Brand u.a. (Red.): Chiapas und die Internationale der Hoffnung. ISP, Köln 1997, ISBN 3-929008-34-3.
  • Aus der Not eine andere Welt. Gelebter Widerstand in Argentinien. Hrsg. Stiftung Fraueninitiative. Helmer, Königstein 2004, ISBN 3-89741-162-8.
  • Der homo oeconomicus und das Andere. Hegemonie, Identität und Emanzipation. Nomos, Baden-Baden 2008, ISBN 978-3-8329-3716-4 (Reihe Feminist and Critical Political Economy. Hrsg. Uta Ruppert und Brigitte Young).
  • Halbinseln gegen den Strom. Anders leben und wirtschaften im Alltag. Hrsg. Stiftung Fraueninitiative. Helmer, Königstein 2009, ISBN 978-3-89741-284-2.
  • Der unsichtbare Tropenhelm. Wie koloniales Denken noch immer unsere Köpfe beherrscht. DrachenVerlag, Klein Jasedow 2013, ISBN 978-3927369-75-7.
  • Geschichte wird gemacht. Etappen des globalen Widerstands. Laika, Hamburg 2014, ISBN 978-3-942281-52-2.
  • ECOMMONY. UmCARE zum Miteinander. Hrsg. Stiftung Fraueninitiative. Helmer, Sulzbach 2016, ISBN 978-3-89741-386-3.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der homo oeconomicus und das Andere. Hegemonie, Identität und Emanzipation, abgerufen am 20. August 2014
  2. Wir können auch anders (wirtschaften), abgerufen am 20. August 2014