Friederike von Kirchbach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Friederike von Kirchbach (* 28. Mai 1955 in Gersdorf, Kreis Döbeln) ist eine evangelische Theologin und ehemalige Pröpstin der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO). Sie war Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentages.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Kirchbach wurde 1955 als zweites von vier Kindern des Pfarrers Sieger von Kirchbach (1924–2014, Sohn des aus Dresden stammenden Theologen Arndt von Kirchbach) und der Kantorin Dorothea von Kirchbach, geb. Helm (* 1927), in Gersdorf bei Leipzig geboren. Ihre Eltern waren vor ihrer Geburt von Westdeutschland in die DDR gegangen. Sie folgten dem Ruf der Kirche dort, die unter Pfarrermangel litt. Aufgewachsen ist sie in Neuhausen im Erzgebirge.[1]

Nach dem Studium der Theologie in Leipzig und Jena war sie von 1986 bis 1992 Landesjugendwartin in der sächsischen Landesstelle für Junge Gemeinde. Daran schloss sich bis 1998 eine Stelle als Gemeindepfarrerin in Kreischa bei Dresden an. Von 1994 bis 1997 war sie an der redaktionellen Vorbereitung des „Gemeinsamen Wortes der Kirchen zur wirtschaftlichen und sozialen Lage“ beteiligt. Zwischen 2000 und 2005 wirkte sie als Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentags. Seit dem 16. Juni 2005 war sie Pröpstin der „Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz“. Als Pröpstin war sie die theologische Leiterin im Konsistorium zu Berlin und zugleich Stellvertreterin des Bischofs. Sie leitete die Abteilung 2 (Theologische Leitung, Theologie und Gemeindeaufbau, Kirchliches Leben, gemeindliche Arbeit mit Kindern und Jugendlichen). Nach Ablauf ihrer 10-jährigen Amtszeit im Juni 2015 wurde Christian Stäblein im August 2015 ihr Amtsnachfolger.[2] Friedrike von Kirchbach unterstützte nach ihrer Abwahl im Auftrag der Kirchenleitung der EKBO das House of One in Berlin.[3]

Seit dem 1. Juni 2016 ist Friederike von Kirchbach Pfarrerin in der Kirchengemeinde St. Thomas in Berlin-Kreuzberg.[4] Am 26. Juni wird sie offiziell in ihr Amt eingeführt.

Von 2007 bis 2015 hatte sie den Vorsitz im Ökumenischen Rat Berlin-Brandenburg inne.

Sie ist geschieden und Mutter von drei Kindern; ihren Ehenamen Woldt legte sie wieder ab.

Sie ist eine Cousine von Hans-Peter von Kirchbach, dem früheren Generalinspekteur der Bundeswehr.

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rundfunkrat des Rundfunk Berlin-Brandenburg (Vorsitzende)

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sieger v. Kirchbach: Kämpfe mit staatlichen Stellen als Pfarrer in der DDR 1951–1989. In: Agnes und Henning von Kopp-Colomb (Hrsg.): Schicksalsbuch des sächsisch-thüringischen Adels. Teil 2: 1945 bis 1989 und von der Wende bis 2005. Starke, Limburg 2005, ISBN 3-7980-0606-7, S. 303 ff. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. Designierter Propst Christian Stäblein (Memento vom 25. August 2015 im Webarchiv archive.is).
  3. Friederike von Kirchbach wird das Projekt House of One unterstützen. Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, 4. September 2015, abgerufen am 9. Juni 2016.
  4. dieKirche.Evangelische Wochenzeitung Nr. 24, 12. Juni 2016, S.9

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]