Friedrich Harth (Flugzeugkonstrukteur)

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Friedrich Harth (* 1880; † 1936) war ein deutscher Segelflugpionier. Zwischen 1908 und 1923 baute Harth zwölf verschiedene Segelflugzeugtypen und legte die Fundamente für die Entwicklung des Segelflugs.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Harth besuchte die Volksschule in Bamberg, das Gymnasium in Landshut und Abitur macht er in München. Er studierte die Erkenntnisse des ersten deutschen Gleitfliegers Otto Lilienthal und begann nach seiner Rückkehr nach Bamberg, einen Gleiter zu bauen. Er baute sich Flügel, schnallte sie sich mit einem Gürtel um den Körper und testete sie. Kurz darauf begann er mit dem Bau von Gleitflugzeugen.

Zusammen mit seinen Helfern tüftelte Harth an Gleitern, 1910 starteten die ersten Gleitversuche auf dem Kulm, einer Jura-Erhebung unweit von Bamberg, deren Plateau und steiler Westabhang ein guter Startplatz waren. Die Gleiter bestanden aus einem offenen oder geschlossenen Rumpf mit fester Höhenflosse. Die Anstellwinkel der Tragflächen konnten gleichsinnig oder gegensinnig verändert werden, um so als Höhenruder oder Querruder zu dienen. Rückschläge blieben aber nicht aus, denn im November wurde das Fluggerät bei einem Aufprall auf gefrorenem Boden stark beschädigt. Doch Harth verfolgte unbeirrt sein Ziel. Erkenntnisse aus den fehlgeschlagenen Versuchen nutzte er, um neue, bessere Gleitflugzeuge zu bauen. Wesentliches Merkmal der harthschen Gleiter blieb aber die Drehflügelsteuerung.

Zu diesem Zeitpunkt stand er als Oberbaurat schon in Diensten der Stadt und verbrachte seine Freizeit mit Konstruieren und Testen seiner Flugmaschinen. Schon bald hatte er dabei Willi Messerschmitt als Helfer gewonnen, den 15-jährigen Sohn eines Bamberger Weinhändlers, der später sein Schüler wurde. Am 13. September 1921 absolvierte Harth auf dem Heidelstein in der Rhön mit seinem Harth-Messerschmitt-Eindecker S 8 einen Segelflug von 21:27 Minuten. Dies war eine neue Bestleistung im Dauerflug, während der er abstürzte und einen doppelseitigen Schädelbruch, eine schwere Gehirnerschütterung und einen Beckenbruch erlitt, wovon er sich nie wieder ganz erholte.

Harth war Anhänger der Nationalsozialisten und bis zu seinem Tod Parteimitglied der NSDAP.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eva-Maria Bast, Annina Baur: Was Bamberg prägte. 52 große und kleine Begegnungen mit der Stadtgeschichte. Bast Medien in Kooperation mit dem Fränkischen Tag, Überlingen 2017, ISBN 978-3-946581-21-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]