Friedrich von Plötzke

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Grabplatte im Dom zu Brandenburg mit Darstellung des Bischofs Friedrich

Friedrich von Plötzke (auch Plozceke oder Plozke) († 9. Juni 1316) war Bischof des Bistums Brandenburg und als dieser Fürst des Hochstifts Brandenburg. Er regierte von 1303 bis 1316.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Friedrich von Plötzke 1287 als Domherr des Doms zu Halberstadt. Er war Erzdiakon von Aschersleben, Dardesheim, Seehausen und von Utzleben. 1303 wählte ihn das Brandenburger Domkapitel zum Nachfolger des verstorbenen Bischofs Volrad von Krempa. Am 20. März 1303 wurde die Wahl von Papst Bonifatius VIII. bestätigt. Als Bischof geweiht wurde Bischof Friedrich zwischen dem 9. Dezember 1303 und dem 27. Januar 1304. In sein Episkopat fällt die Aufhebung der Exkommunikation die 1297 Papst Bonifatius VIII. gegen die Markgrafen Otto IV. und Konrad I., deren Vasallen, Hauptleute und gegen die ganze Mark Brandenburg ausgesprochen hatte. Nach dem Tod Konrads I. 1304 kam es zu einem Vergleich zwischen Otto IV. und den Bischöfen von Havelberg und Brandenburg, in dessen Folge der Kirchenbann zurückgenommen wurde. Unter anderem zahlte der Markgraf dem Domstift Brandenburg einen Schadensersatz von 1000 Stendaler Mark.[1] 1311 nahm Bischof Friedrich an einem Fest des schleswigschen Herzogs Waldemar IV. in Rostock teil.

Bischof Friedrich starb am 9. Juni 1316. Er wurde im Dom zu Brandenburg beerdigt.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Christian Wilhelm Spieker: Kirchen- und Reformations- Geschichte der Mark Brandenburg. Erster Theil. Verlag von Duncker und Humblot. Berlin 1839. S. 427 u. 430
  2. Renate Johne: Die Bischofsgräber - Brandenburger Bischöfe im Spiegel ihrer Grabplatten. Förderverein „Dom zu Brandenburg“ (Hrsg.), Druckhaus Köthen, Brandenburg an der Havel 2005, ISBN 3-936303-02-9, S. 16.
VorgängerAmtNachfolger
VolradBischof von Brandenburg
1303–1316
Johannes I.