Fußball-Regionalliga Süd (Frauen)

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Regionalliga Süd
Gebiet der Regionalliga SüdVorlage:InfoboxFußballwettbwerb/Wartung/Logoformat
Verband Süddeutscher Fußball-Verband
Erstaustragung 2000
Hierarchie 3. Liga
Mannschaften 14
Meister Eintracht Frankfurt
Rekordmeister SC Sand (2 Titel)
Website http://www.sfvmuenchen.deVorlage:InfoboxFußballwettbwerb/Wartung/Webseite
2. Bundesliga (II)
↓ Oberliga (IV)

Die Fußball-Regionalliga Süd der Frauen ist in Süddeutschland (Baden-Württemberg, Bayern und Hessen) die ehemalige und ab Sommer 2007 wieder existierende dritthöchste Spielklasse im Frauenfußball. Die Liga untersteht dem süddeutschen Fußballverband.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Regionalliga Süd nahm erstmals im Jahr 2000 den Spielbetrieb auf. Zur damaligen Zeit war die Regionalliga die zweithöchste Spielklasse. Mit dieser Regionalliga sollte die Kluft zwischen der Bundesliga und den Oberligen verringert werden. Der Meister der Regionalliga qualifizierte sich für die Aufstiegsrunde zur Bundesliga, während die drei letztplatzierten Mannschaften absteigen mussten.

In der ersten Saison gab es keinen sportlichen Absteiger. Drei Vereine zogen ihre Mannschaften zurück, so dass auch der Tabellenletzte, der sportlich überforderte VfL Ehingen, in der Klasse verbleiben konnte. Es sollten die einzigen Rückzüge sein. Erster Meister wurde der SC Freiburg, der auch den Aufstieg in die Bundesliga schaffte. In der zweiten Saison schaffte es der 1. FC Nürnberg den Titel zu holen. Die Bundesligarückkehr wurde nicht geschafft. Dafür wiederholten die Clubberinnen 2003 das Kunststück, das ihre männlichen Kollegen in den späten Sechziger Jahren bereits geschafft hatten - allerdings in der Bundesliga: Ein Jahr nach der Meisterschaft stieg die Mannschaft ab. Die dritte Meisterschaft ging an den SC Sand.

2004 wurde die Liga aufgelöst, nachdem die 2. Bundesliga eingeführt wurde. Die Vereine sprachen sich aufgrund der großen Entfernungen gegen das Fortbestehen der Regionalliga aus. Mit dieser Entscheidung nahmen die Vereine in Kauf, dass die Oberligameister in einer Aufstiegsrunde den Aufsteiger in die 2. Bundesliga ermitteln mussten. Im Jahre 2006 kündigte der Süddeutsche Fußballverband die Wiedereinführung der Regionalliga ab der Saison 2007/08 an. Zur Saison 2012/2013 wurde die Liga von zehn auf zwölf Teilnehmer aufgestockt. Zur Saison 2018/19 wurde die Liga auf 14 Teilnehmer vergrößert.

Modus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Regionalliga Süd besteht aus 14 Mannschaften, die im Ligasystem gegeneinander antreten. Ein Sieg wird mit drei, ein Unentschieden mit einem Punkt belohnt. Bis 2017 war die punktbeste Mannschaft Meister und steigt in die 2. Bundesliga auf. Ab 2019 die fünf Regionalligameister und ein Regionalligavizemeister ermitteln in drei gelosten Paarungen mit Hin- und Rückspiel die Aufsteiger in die 2. Bundesliga. Der teilnehmende Regionalligavizemeister wird anhand einer Leistungstabelle der Regionalverbände ermittelt, in die das Abschneiden der Vereine in den letzten drei Spielzeiten in der ersten und zweiten Bundesliga eingeht. Verzichtet der Sieger der Aufstiegsspiele auf sein Aufstiegsrecht bzw. wird dem Sieger der Aufstieg vom DFB verwehrt rückt der Verlierer nach. Wird auch dem Verlierer der Spiele der Aufstieg verwehrt steigt keine Mannschaft auf. Im Gegensatz zum Männerfußball dürfen auch zweite Mannschaften in die 2. Bundesliga aufsteigen. Dies geschah in der alten Regionalliga Süd allerdings nicht.

Auf der anderen Seite der Tabelle steigen die drei letztplatzierten Mannschaften in die jeweilige Oberliga ab. Die Absteiger werden durch die Meister der Oberligen Baden-Württemberg, Bayern und Hessen ersetzt. Steigen zwei oder mehr Mannschaften aus der 2. Bundesliga in die Regionalliga Süd ab, so erhöht sich der Abstieg aus der Regionalliga entsprechend.

Zieht ein Verein vor dem Beginn der Saison bzw. während der Saison seine Mannschaft zurück, so wird diese automatisch an das Tabellenende gesetzt und gilt als Absteiger.

Aktuelle Teilnehmer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison 2018/19 (Liste bearbeiten)

Bisherige Meister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rekorde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Meiste Siege: Die Eintracht Wetzlar konnte in der Saison 2014/15 insgesamt 19 Mal in 22 Spielen den Platz als Sieger verlassen.
  • Wenigste Siege: Der VfL Ehingen (2001/02) und der ASV Hagsfeld (2010/11) blieben sieglos.
  • Meiste Unentschieden: Der SC Sand (2002/03), der SC Freiburg II (2012/13) und der VfL Sindelfingen II (2009/10), sowie der TSV Jahn Calden (2014/15) und der FC Ingolstadt (2014/15) spielten jeweils siebenmal Unentschieden.
  • Wenigste Unentschieden: Die Eintracht Wetzlar spielte über eine komplette Saison nicht einmal unentschieden (2014/15)
  • Meiste Niederlagen: Die dritte Mannschaft des 1. FFC Frankfurt verlor 18 seiner 22 Spiele in der Saison 2014/15.
  • Wenigste Niederlagen: Als einzige Mannschaft blieb der SC Sand ungeschlagen (2002/03).
  • Meiste Tore geschossen: Mit 73 Treffern war der SC Sand II (2017/18) die torhungrigste Mannschaft.
  • Wenigste Tore geschossen: Der 1. FC Nürnberg (2002/03) und der TSV Pfersee Nürnberg (2008/09) erzielten lediglich 9 Tore.
  • Meiste Gegentore: Mit 79 Gegentoren hält der VfL Ehingen den Rekord (2000/01).
  • Wenigste Gegentore: In der Saison 2002/03 kassierten der TSV Crailsheim und der SC Sand jeweils neun Gegentore.

Alle Teilnehmer der Regionalliga Süd[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verein Zeitraum Bemerkung
SV Alberweiler seit 2017
DFC Allendorf/Eder 2002 – 2003
TSV Pfersee Augsburg 2008 – 2009
TSV Schwaben Augsburg 2007 – 2009, 2011 – 2018
TSV Jahn Calden 2000 – 2001, 2003 – 2004, 2007 – 2017, seit 2018 Rückzug 2001
TSV Crailsheim 2000 – 2004, seit 2017 Meister 2004
TV Derendingen 2014 – 2016
RSV Drosendorf 2000 – 2004
VfL Ehingen 2000 – 2002
FC Forstern seit 2018
1. FFC Frankfurt II 2000 – 2004
1. FFC Frankfurt III 2014 – 2015
Eintracht Frankfurt 2012 – 2016, seit 2017 Meister 2018
SV Frauenbiburg seit 2015
SC Freiburg 2000 – 2001 Meister 2001
SC Freiburg II 2010 – 2013, 2016 – 2017, seit 2018 Meister 2017
SpVgg Greuther Fürth 2017 – 2018
SV Gläserzell 2013 – 2014
ASV Hagsfeld 2010 – 2011
Hegauer FV 2007 – 2008, 2011 – 2017, seit 2018
TSG 1899 Hoffenheim 2009 – 2010
TSG 1899 Hoffenheim II 2012 – 2014 Meister 2014
FC Ingolstadt 04 seit 2014
TGM SV Jügesheim 2007 – 2008
SV Jungingen 2002 – 2004
Karlsruher SC 2007 – 2010, 2012 – 2013
VfR 07 Limburg 2001 – 2002
FV Löchgau 2007 – 2008, 2012 – 2018 Meister 2008
FC Memmingen 2012 – 2014
Bayern München II 2002 – 2003, 2007 – 2009 Meister 2009
FFC Wacker München 2003 – 2004, seit 2010
1. FC Nürnberg 2000 – 2003, 2009 – 2011, seit 2013 Meister 2002, Abstieg als amtierender Meister 2003
SV Oberteuringen 2000 – 2001 Rückzug 2001
Germania Pfungstadt 2010 – 2011
SC Regensburg 2008 – 2010, seit 2016
RSV Roßdorf 2008 – 2012
SC Opel Rüsselsheim 2015 – 2016
SC Sand 2000 – 2004, 2011 – 2012 Meister 2003, 2012
SC Sand II 2015 – 2016, seit 2017 Meister 2016
FSV Schwarzbach 2000 – 2001 Rückzug 2001
Eintracht Seekirch 2001 – 2004, 2009 – 2010
VfL Sindelfingen 2003 – 2004, seit 2018 Ausgliederung des Frauenfußballs 2017 als VfL Sindelfingen Ladies
VfL Sindelfingen II 2007 – 2011, 2013 – 2015
TSV Tettnang 2001 – 2004
TSV Uengershausen 2001 – 2002 ab 2008: ETSV Würzburg; Meister 2011
SV 67 Weinberg 2007 – 2013 Meister 2013
Eintracht Wetzlar 2011 – 2015 Meister 2015, Ausgliederung des Frauenfußballs 2015 in die Neugründung FSV Hessen Wetzlar
FSV Hessen Wetzlar II 2016 – 2017 Neugründung 2015, Übernahme aller Frauenfußballabteilungen der Eintracht Wetzlar
Germania Wiesbaden 2007 – 2008, 2009 – 2011
ETSV Würzburg 2010 – 2011, 2016 – 2018 bis 2008: TSV Uengershausen

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Carsten Töller (Hrsg.): Frauen-Fußball in Deutschland. Eigenverlag, Mettmann 2010, S. 38.