SC Freiburg (Frauenfußball)

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SC Freiburg
Frauenfußball
Logo des SC Freiburg
Basisdaten
Sitz Freiburg im Breisgau,
Baden-Württemberg
Gründung 1975
Erste Mannschaft
Cheftrainer Daniel Kraus
Spielstätte Möslestadion
Schönbergstadion (II)
Plätze 5.400
5.000
Liga Bundesliga
2018/19 7. Platz
Heim
Auswärts

Die Frauenfußball-Abteilung des SC Freiburg besteht seit 1975 und umfasst vier Mannschaften. Die erste Mannschaft spielt seit dem Jahre 2011 wieder in der Bundesliga, die zweite Mannschaft gehört seit 2018 der Regionalliga Süd an. Darüber hinaus gibt es eine B-Juniorinnen-Mannschaft (U-17) und eine C-Juniorinnen-Mannschaft (U-15).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Frauenfußball-Abteilung wurde 1975 gegründet, als die komplette Mannschaft der SpVgg Wiehre zum SC wechselte. In den folgenden Jahren wurde man fünfmal südbadischer Meister. In der Endrunde um die deutsche Meisterschaft kam man allerdings nie über das Viertelfinale hinaus. 1985 wechselte ein Teil der Mannschaft zur SpVgg Freiburg-Wiehre zurück. Sechs Jahre später erreichte die SpVgg die Aufstiegsrunde zur Bundesliga. Der Vorstand machte jedoch vor Beginn der Aufstiegsrunde deutlich, dass man auf einen Aufstieg verzichten würde. Daraufhin wechselte die Mannschaft endgültig zurück zum SC, der am 1. Juli 1991 seine Frauenfußball-Abteilung neu gründete. Nach mehreren vergeblichen Anläufen schaffte man schließlich 1998 den Sprung in die Bundesliga. Nach einem Jahr musste man allerdings wieder absteigen.

Zwei Jahre später schaffte man den Wiederaufstieg. Seitdem konnten sich die SC-Frauen in der Bundesliga etablieren und belegten in der Regel sichere Mittelfeldplätze. 2002 wurde die deutsche U-19-Nationalmannschaft mit der Freiburgerin Alexandra Stegmann Europameister, 2004 mit der Freiburgerin Melanie Behringer Weltmeister, 2006 mit der Freiburgerin Juliane Maier und 2007 mit Susanne Hartel wieder Europameister. 2007 wurde Melanie Behringer mit der deutschen A-Nationalmannschaft Weltmeisterin. In der Saison 2009/10 stiegen die Sport-Club-Frauen mit nur vier Siegen aus 22 Partien und drei Punkten Rückstand in die Zweite Bundesliga ab. In der folgenden Spielzeit der 2. Bundesliga Süd war der direkte Wiederaufstieg bereits nach dem 19. Spieltag und dem 18. Saisonsieg sicher.

In der Folge gelang es den Freiburgerinnen erneut sich in der Bundesliga zu etablieren, wobei sie viermal nacheinander einen soliden Mittelfeldplatz erreichten. Nach zwei vierten Plätzen in den beiden vorangegangenen Spielzeiten wurde die Saison 2017/18 schließlich auf Rang drei beendet, was die bisher beste Platzierung in der Geschichte darstellt. In der Folgesaison gelang der Einzug ins Finale des DFB-Pokals, wo man dem VfL Wolfsburg mit 0:1 unterlag.

Stadien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von der Saison 2000/01 an spielte die Mannschaft im Stadion am Bergmattenhof in Sexau und ab der Saison 2006/07 zwei Jahre im Freiburger Weststadion. Zur Saison 2008/09 zog man dann in das vereinseigene Möslestadion um, das momentan das viertkleinste Stadion der Frauen-Bundesliga ist. Als Trainingsstätte dient das Schönbergstadion des SV Blau-Weiß Wiehre Freiburg; die zweite Frauenmannschaft, die U-17-Juniorinnen und die U-15-Juniorinnen tragen hier ihre Heimspiele aus.[1]

Personalien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kader Saison 2019/20[2][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Stand: 11. August 2019)

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
12 Rafaela Borggräfe DeutschlandDeutschland
01 Merle Frohms DeutschlandDeutschland
32 Lena Nuding DeutschlandDeutschland
15 Victoria Ezebinyuo DeutschlandDeutschland
05 Kim Fellhauer DeutschlandDeutschland
02 Lisa Karl DeutschlandDeutschland
25 Virginia Kirchberger OsterreichÖsterreich
19 Jobina Lahr DeutschlandDeutschland
07 Naomi Mégroz SchweizSchweiz
33 Carolin Schiewe DeutschlandDeutschland
20 Greta Stegemann DeutschlandDeutschland
29 Jana Vojteková SlowakeiSlowakei
04 Meret Wittje DeutschlandDeutschland
10 Sharon Beck IsraelIsrael DeutschlandDeutschland
24 Anja Maike Hegenauer DeutschlandDeutschland
08 Rebecca Knaak DeutschlandDeutschland
09 Janina Minge DeutschlandDeutschland
23 Marie Müller DeutschlandDeutschland
06 Hikaru Naomoto JapanJapan
27 Clara Schöne DeutschlandDeutschland
17 Verena Wieder DeutschlandDeutschland
21 Klara Bühl DeutschlandDeutschland
11 Hasret Kayikçi DeutschlandDeutschland TurkeiTürkei
22 Lena Lotzen DeutschlandDeutschland
18 Stefanie Sanders DeutschlandDeutschland
13 Sandra Starke DeutschlandDeutschland NamibiaNamibia
Trainer Funktionsteam

Cheftrainer und Sportlicher Leiter

Daniel Kraus

Co-Trainer

Amin Jungkeit

Torwarttrainerin

Elke Walther

Athletiktrainer

Hannes Mühl, David Scheinost

Koordinator Eliteschule

Jonathan Schaller

Mannschaftsärzte

Lisa Bode, Charlotte Friedrich, Markus Siegel

Physiotherapeuten

Johannes Blume, Matthias Rosa

Betreuer

Melanie Bauer, Yuki Shigemura

Managerin

Birgit Bauer

Zu- und Abgänge zur Saison 2019/20[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zugänge
Nat. Name abgebender Verein Transferperiode
DeutschlandDeutschland Victoria Ezebinyuo eigene Jugend[3] Sommer 2019
SchweizSchweiz Naomi Mégroz FC Zürich Frauen[4]
SlowakeiSlowakei Jana Vojteková SC Sand[5]
DeutschlandDeutschland Meret Wittje VfL Wolfsburg II[6]
Abgänge
Nat. Name aufnehmender Verein Transferperiode
DeutschlandDeutschland Ivana Fuso FC Basel 1893[7] Sommer 2019
DeutschlandDeutschland Giulia Gwinn FC Bayern München[8]
NiederlandeNiederlande Desiree van Lunteren Ajax Amsterdam[9]
a. ausgeliehen
w.a. war ausgeliehen

Ehemalige Spielerinnen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zeitraum Name
1. Juli 1999 – 30. Juni 2003 Michael Bellert
1. Juli 2003 – 30. Juni 2005 Thomas Reger
1. Juli 2005 – 31. Oktober 2007 Dietmar Sehrig
1. November 2007 – 31. Dezember 2007 Thomas Schweizer
1. Januar 2008 – 5. September 2008 Alexander Fischinger
6. September 2008 – 21. September 2008 Michael Haas
22. September 2008 – 17. November 2009 Günter Rommel
18. November 2009 – 30. Juni 2010 Edgar Beck
1. Juli 2010 – 30. Juni 2013 Milorad Pilipovic
1. Juli 2013 – 30. Juni 2015 Dietmar Sehrig
1. Juli 2015 – 30. Juni 2019 Jens Scheuer
seit 1. Juli 2019 Daniel Kraus

Statistik und Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ligaplatzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Liga Platz S U N Tore Punkte DFB-Pokal Erfolgreichste Torschützin Zuschauerschnitt
1990/91 Verbandsliga Südbaden 1. 39:13 29:7 nicht qualifiziert
1991/92 Bezirksliga 1. 20 0 0 151:1 40:0 nicht qualifiziert
1992/93 Verbandsliga Südbaden 1. 58:7 33:3 nicht qualifiziert
1993/94 Verbandsliga Südbaden 1. 17 1 0 95:7 35:1 nicht qualifiziert
1994/95 Verbandsliga Südbaden 1. 61:18 28:4 nicht qualifiziert
1995/96 Verbandsliga Südbaden 2. 63:34 37 nicht qualifiziert
1996/97 Oberliga Baden-Württemberg 1. 57:11 43 1. Runde
1997/98 Oberliga Baden-Württemberg 1. 20 3 1 84:25 63 2. Runde
1998/99 Bundesliga 11. 2 5 15 18:58 11 nicht qualifiziert Sylvie Klopfenstein,
Alexandra Kury (je 5)
190
1999/00 Oberliga Baden-Württemberg 1. 18 4 0 81:23 60 1. Runde
2000/01 Regionalliga Süd 1. 15 2 1 67:11 47 Achtelfinale
2001/02 Bundesliga 6. 11 2 9 30:34 35 Viertelfinale Isabell Jansen (5) 377
2002/03 Bundesliga 8. 6 6 10 33:43 24 Viertelfinale Katja Bornschein (7) 302
2003/04 Bundesliga 10. 5 5 12 34:51 20 Viertelfinale Karine Levy,
Valerie Maillard (je 9)
279
2004/05 Bundesliga 8. 7 2 13 30:56 23 Halbfinale Melanie Behringer,
Katja Bornschein (je 7)
290
2005/06 Bundesliga 7. 9 5 8 45:48 29 2. Runde Havva Kutal (7) 447
2006/07 Bundesliga 10. 8 1 13 36:57 25 Achtelfinale Juliane Maier,
Sandra Schmidt,
Julia Zirnstein (je 7)
595
2007/08 Bundesliga 8. 6 3 13 30:63 21 Achtelfinale Melanie Behringer (7) 521
2008/09 Bundesliga 7. 9 2 11 36:56 29 Viertelfinale Susanne Hartel (11) 733
2009/10 Bundesliga 11. 4 1 17 14:53 13 Achtelfinale Juliane Maier (3) 714
2010/11 2. Bundesliga 1. 20 0 2 80:8 60 2. Runde Isabelle Meyer (17)
2011/12 Bundesliga 8. 6 5 11 22:43 23 Achtelfinale Essi Sainio (4) 625
2012/13 Bundesliga 5. 9 5 8 33:31 32 Halbfinale Juliane Maier (8) 465
2013/14 Bundesliga 8. 7 4 11 39:42 25 Halbfinale Fiona O’Sullivan (6) 680
2014/15 Bundesliga 7. 7 2 13 34:62 23 Halbfinale Sandra Starke (10) 526
2015/16 Bundesliga 4. 9 5 8 38:24 32 Halbfinale Hasret Kayikçi (7) 914
2016/17 Bundesliga 4. 14 5 3 45:20 47 Halbfinale Hasret Kayikçi (12) 792
2017/18 Bundesliga 3. 15 3 4 50:15 48 Viertelfinale Lina Magull (12)
2018/19 Bundesliga 7. 7 5 10 41:33 26 Finale Giulia Gwinn (8)
Anmerkung: Grün unterlegte Spielzeiten kennzeichnen einen Aufstieg, rot unterlegte Spielzeiten einen Abstieg.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • DFB-Pokal-Finalist 2019
  • Aufstieg in die Frauenfußball-Bundesliga 1998, 2001, 2011
  • Meister der 2. Bundesliga Süd 2011
  • Meister der Regionalliga Süd 2001
  • Meister der Oberliga Baden-Württemberg 1997, 1998, 2000
  • Südbadischer Meister 1977, 1978, 1979, 1982, 1984, 1993, 1994, 1995 (8)
  • Südbadischer Pokalsieger 1985, 1995, 1998, 2000, 2001 (5)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Schönbergstadion Freiburg. Sport-Club Freiburg e.V., abgerufen am 10. Juni 2016.
  2. SC Freiburg | Kader, scfreiburg.com. Abgerufen am 11. August 2019.
  3. SC Freiburg verlängert mit Quartett - Nachwuchsspielerin wird befördert. soccerdonna, abgerufen am 11. August 2019.
  4. Freiburg holt Schweizerin Mégroz. soccerdonna, abgerufen am 11. August 2019.
  5. Vojteková wechselt zum SC Freiburg. soccerdonna, abgerufen am 11. August 2019.
  6. SC Freiburg verpflichtet Wittje. soccerdonna, abgerufen am 11. August 2019.
  7. Wechsel trotz Vertrag: Fuso zieht es zum FC Basel. soccerdonna, abgerufen am 11. August 2019.
  8. Van Lunteren schließt sich erneut Ajax an. soccerdonna, abgerufen am 11. August 2019.
  9. FC Bayern verabschiedet neun Spielerinnen. soccerdonna, abgerufen am 11. August 2019.