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1. FC Nürnberg (Frauenfußball)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
1. FC Nürnberg
Frauenfußball
Vereinswappen des 1. FC Nürnberg
Basisdaten
Name 1. Fußball-Club Nürnberg,
Verein für Leibesübungen e. V.
Sitz Nürnberg, Bayern
Farben Rot und Weiß
Vorstand Joti Chatzialexiou
Stefan Heim,
Niels Rossow
Website www.fcn.de/clubfrauen/
Erste Fußballmannschaft
Cheftrainer Thomas Oostendorp
Spielstätte Max-Morlock-Stadion
Plätze 50.000
Liga Bundesliga
2024/25 2. Platz   (2. Bundesliga)
Heim
Auswärts

Der 1. Fußball-Club Nürnberg, Verein für Leibesübungen e. V., bekannt als Club, (1.) FCN oder (1.) FC Nürnberg ist ein Sportverein aus Nürnberg. Die Abteilung für Frauen- und Mädchenfußball des FCN wurde 2023 nach einer früheren Ausgründung im Jahr 1995 wieder zurück in den Hauptverein integriert.[1][2] Seit der Saison 2025/26 spielt die erste Fußballmannschaft der Frauen wieder in der Bundesliga.

Der Verein wurde zunächst am 24. August 1988 als Frauen- und Mädchenfußball-Abteilung innerhalb des 1. FC Nürnberg ins Leben gerufen. Im Zuge der Umstrukturierung des Vereins und der Ausgliederung der Abteilungen in selbständige Vereine gründeten sieben Personen in den Geschäftsräumen des 1. FC Nürnberg im Frühjahr 1995 einen eigenständigen Verein, den 1. Fußball-Club Nürnberg Frauen- und Mädchenfußball e. V. In den 1990er Jahren etablierte sich der Verein hinter dem FC Bayern München und dem FC Wacker München als dritte Kraft des bayerischen Frauenfußballs. Sportlich größter Erfolg war 1999 der Aufstieg in die Bundesliga für die Spielzeit 1999/2000, dem allerdings der sofortige Abstieg als Tabellenletzter in die Regionalliga Süd folgte.

Nach zwei erfolglosen Wiederaufstiegsversuchen schafften es die FCN-Frauen 2003, als amtierender Meister aus der Regionalliga abzusteigen. Nach einem weiteren Abstieg spielte die Mannschaft in der Landesliga. Erst 2008 gelang der Wiederaufstieg in die Bayernliga, dem der sofortige Durchmarsch in die Regionalliga folgte. Nach dem erneuten Abstieg in die Bayernliga im Jahr 2011 sicherte sich die Mannschaft 2013 bereits einen Spieltag vor Schluss die Meisterschaft und spielt seit der Saison 2013/14 somit wieder in der Regionalliga. In der Saison 2020/21 gelang den Damen der Aufstieg in die 2. Frauen-Bundesliga, in der sie sich in ihrer Premierensaison auf dem sechsten Rang platzieren konnten.[3]

Im Achtelfinale des DFB-Pokals 2022/23 absolvierten die Club-Spielerinnen gegen den VfL Wolfsburg ein Heimspiel im Max-Morlock-Stadion mit 17.302 Besuchenden. Dies stellte sowohl einen Besucherrekord für Heimspiele der Damen des 1. FC Nürnberg, als auch generell für ein DFB-Pokalspiel der Frauen, abgesehen von Finalspielen auf.[4] Am 19. November 2022 wurde auf der Jahreshauptversammlung des 1. FC Nürnberg ohne Gegenstimmen der Zusammenschluss des Frauen- und Mädchenfußballvereins sowie des Männerfußballvereins beschlossen.[1][2] Am 29. Mai 2023 gelang den Nürnbergerinnen vor 2.500 Zuschauern mit einem 3:0-Erfolg über die TSG 1899 Hoffenheim II nach 24 Jahren der zweite Aufstieg in die Frauen-Bundesliga.[5] Zum 10. Mai 2023 wurde der 1. Fußball-Club Nürnberg Frauen- und Mädchenfußball e. V. aus dem Vereinsregister gelöscht und die Verschmelzung mit dem 1. FC Nürnberg VfL e. V. war vollzogen. Für die Saison 2023/24 zog man nach dem Aufstieg in die Bundesliga vom Sportpark Valznerweiher in das 50.000 Zuschauer fassende Max-Morlock-Stadion.[6] Nach dem Abstieg im folgenden Jahr wurden die Heimspiele in der 2. Bundesliga wieder auf dem Max-Morlock-Platz am Valznerweiher ausgetragen (Lage). Mit dem erneuten Aufstieg 2025 wechselt die Mannschaft wieder ins Stadion.[7]

Kader Saison 2025/26

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Stand: 12. Februar 2026
(Sortierung nach Trikotnummer)[8]

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
25Lourdes RomeroDeutschlandSpanien
21Abigaíl Chaves
31Sina TölzelDeutschland
2Klara Svensson SeneliusSchweden
5Clara FröhlichDeutschland
7Leia VarleyAustralien
12Amélie ThöleDeutschland
14Marlene LindnerDeutschland
16Zuzanna Grzywińska
27Beatrix Fördős
3Fany ProniezFrankreich
4Luisa Guttenberger ein weißes C in blauem KreisDeutschland
6Alina MailbeckDeutschland
8Meret GünsterDeutschland
9Laura Miller
10Jonna BrengelDeutschland
11Lara Meroni
17Selma LicinaDeutschland
18Franziska MaiDeutschland
19Sanja HomannDeutschland
22Julia PollakDeutschland
28Maëlle SeguinFrankreich
15Emőke Pápai
20Jacqueline BaumgärtelDeutschland
23Bori Turi
24Nastassja LeinDeutschland
26Aneta Polášková
29Hanna DeuberDeutschland

Zu- und Abgänge in der Saison 2025/26

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Stand: 12. Februar 2026

Zugänge Abgänge
Sommer 2025
Winter 2026
  • Aleigh Gambone (Boston Legacy FC; Leihende) *
  • Larissa Rusek (Juventus Turin)
  • Marina Scholz (Borussia Dortmund)
  • Kristin Krammer (SK Sturm Graz)
  • Oliwia Woś (Bristol City)
* 
Leihe ging nur bis zum 31.12.2025

Mädchenfußball

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Die U-17-Juniorinnen qualifizierten sich 2012 für die neu eingeführte B-Juniorinnen-Bundesliga Süd und erreichten dort 2013 den 4. Platz. Es folgten einige Auf- und Abstiege. In der Saison 2022/23 erreichte man als Aufsteiger unter Leitung der ehemaligen Spielerin Isabel Bauer den zweiten Platz in der Bundesliga Süd/Südwest. Die U-17-2-Juniorinnen treten in der B-Juniorinnen-Bayernliga an.[9] Die U-15-Juniorinnen spielen in der C-Jugend-Kreisgruppe Nürnberg-Frankenhöhe 9 gegen Jungen, die U-13-Juniorinnen in der D-Jugend-Kreisklasse Nürnberg-Frankenhöhe 1 ebenfalls gegen Jungen.[10] Mit Ausnahme der U17, die manchmal am Sportpark Valznerweiher auf den Plätzen 2 oder 8 als Ausweichspielstätte spielt, tragen alle Mädchenteams des Vereins ihre Heimspiele auf der Sportanlage der Bertolt-Brecht-Schule aus.[11]

Größte Erfolge

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Erste Mannschaft

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Zweite Mannschaft

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  • Bayerischer Frauen-Landespokalsieger: 2024[12]
  • Teilnehmer B-Juniorinnen-Bundesliga Süd seit der Saison 2012/13
  • Deutscher B-Juniorinnen-Meisterschaftsdritter: 2005
  • Süddeutscher B-Juniorinnen-Vizemeister: 2005, 2023
  • Bayerischer B-Juniorinnen-Meister: 2005
  • Bayerischer B-Juniorinnen-Hallenmeister: 2012
  • Bayerischer C-Juniorinnen-Meister: 2008, 2009
  • Bayerischer C-Juniorinnen-Hallenmeister: 2005, 2006, 2009, 2012
  • Bayerischer D-Juniorinnen-Hallenmeister: 2013[3]

Diese Liste der Platzierungen ist unvollständig. Sie nennt alle bekannten Platzierungen, Pokalteilnahmen, Zuschauerzahlen und Saisonergebnisse seit der ersten Teilnahme am offiziellen Spielbetrieb 1988/89.[3]

Saison Liga Level Platz S U N Tore Punkte Zuschauer Pokal Anmerkungen
1988/89KreisligaIV1.n. a.n. a.n. a.n. a.n. a.n. a.Aufstieg  
1989/90Bezirksliga NordIIIn. a.n. a.n. a.n. a.n. a.n. a.n. a.
1990/91Bezirksliga NordIIIn. a.n. a.n. a.n. a.n. a.n. a.n. a.
1991/92Bezirksliga NordIII1.n. a.n. a.n. a.n. a.n. a.n. a.Aufstieg  
1992/93Bayernliga NordIIn. a.n. a.n. a.n. a.n. a.n. a.n. a.
1993/94Bayernliga NordII2.n. a.n. a.n. a.n. a.n. a.n. a.
1994/95Bayernliga NordII1.n. a.n. a.n. a.n. a.n. a.n. a.2. Platz Endrunde Bayern
1995/96Bayernliga NordII1.n. a.n. a.n. a.n. a.n. a.n. a.Zweite Runde2. Platz Endrunde Bayern
1996/97Bayernliga NordII2.n. a.n. a.n. a.n. a.n. a.n. a.5. Platz Endrunde Bayern
1997/98Bayernliga NordII1.n. a.n. a.n. a.n. a.n. a.n. a.3. Platz Endrunde Bayern, Bayerischer Landespokalsieger
1998/99Bayernliga NordII1.n. a.n. a.n. a.n. a.n. a.n. a.Erste RundeAufstieg, 1. Platz Aufstiegsrunde Bundesliga  
1999/2000BundesligaI12.231715:859n. a.AchtelfinaleAbstieg  
2000/01Regionalliga SüdII2.n. a.n. a.n. a.n. a.n. a.n. a.Erste Runde
2001/02Regionalliga SüdII1.123354:1739n. a.5. Platz Aufstiegsrunde Bundesliga, Bayerischer Landespokalsieger
2002/03Regionalliga SüdII9.331212:4312n. a.AchtelfinaleAbstieg  
2003/04BayernligaIII11.341518:5513n. a.Abstieg  
2004/05Bayernliga NordV2.162467:2250n. a.
2005/06Bayernliga NordV5.106637:2636n. a.
2006/07Bayernliga NordV4.135453:2744n. a.
2007/08Bayernliga NordV1.182080:856n. a.Aufstieg  
2008/09BayernligaIV1.1912104:1558n. a.Aufstieg  
2009/10Regionalliga SüdIII7.82823:3026n. a.
2010/11Regionalliga SüdIII8.541126:4019n. a.Abstieg  
2011/12BayernligaIV3.145350:234767
2012/13BayernligaIV1.172376:255352Aufstieg  
2013/14Regionalliga SüdIII8.58933:3723n. a.Bayerischer Landespokalsieger
2014/15Regionalliga SüdIII6.94931:3831n. a.Erste RundeBayerischer Landespokalsieger
2015/16Regionalliga SüdIII5.114741:3737n. a.Erste RundeBayerischer Landespokalsieger
2016/17Regionalliga SüdIII4.105736:3435n. a.Erste Runde
2017/18Regionalliga SüdIII4.127749:3043n. a.
2018/19Regionalliga SüdIII3.154758:3049n. a.
2019/20Regionalliga SüdIII4.111550:2234n. a.Achtelfinale
2020/21Regionalliga SüdIII1.40010:112n. a.Erste RundeAufstieg  
2021/222. BundesligaII6.1321147:4341113Zweite Runde
2022/232. BundesligaII2.171854:3152536AchtelfinaleAufstieg  
2023/24BundesligaI11.431516:61151.819Zweite RundeAbstieg  
2024/252. BundesligaII2.202462:2462609Zweite RundeAufstieg  
2025/26BundesligaI:Erste Runde

Persönlichkeiten

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Einzelnachweise

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  1. 1 2 Club-Mitglieder: Grünes Licht für Verschmelzung mit Club-Frauen auf fcn.de, vom 19. November 2022, abgerufen am 25. November 2022
  2. 1 2 Verschmelzung perfekt: Es gibt jetzt nur noch einen 1. FC Nürnberg auf nordbayern.de, vom 19. November 2022, abgerufen am 25. November 2022
  3. 1 2 3 4 Vereinschronik auf fcn-frauenfussball.de, abgerufen am 27. Februar 2023
  4. Parallel zum WM-Start Mega-Ansturm: Nürnberger Fußball-Frauen sorgen für Ticket-Rekord auf express.de, vom 18. November 2022, abgerufen am 22. November 2022
  5. #AmazingAufsteigerinnen: Clubfrauen feiern Bundesliga-Aufstieg! auf fcn.de, vom 29. Mai 2023, abgerufen am 29. Mai 2023
  6. br.de
  7. Clubfrauen 2025/26: Lizenz erhalten und zurück im MMS. 13. Juni 2025, abgerufen am 18. Juni 2025.
  8. Kader 1. Mannschaft auf fcn.de.de
  9. U17 auf fcn-frauenfussball.de, abgerufen am 1. März 2023
  10. U16 auf fcn-frauenfussball.de, abgerufen am 1. März 2023
  11. Sportanlagen auf fcn-frauenfussball.de, abgerufen am 1. März 2023
  12. Frauen des 1. FC Nürnberg II gewinnen Hiscox Verbandspokal | BFV. Abgerufen am 18. Juni 2024.