Fußball-Regionalliga Südwest (Frauen)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Regionalliga Südwest
Frv-wappen.jpgVorlage:InfoboxFußballwettbwerb/Wartung/Logoformat
Verband Fußball-Regional-Verband Südwest
Erstaustragung 1996 als Oberliga Südwest
Hierarchie 3. Liga
Mannschaften 16
Meister TuS Issel
Rekordmeister 1. FFC 08 Niederkirchen (5×)
Website frv-suedwest.deVorlage:InfoboxFußballwettbwerb/Wartung/Webseite
Region Gebiet der Regionalliga SüdwestVorlage:InfoboxFußballwettbwerb/Wartung/Kartenformat
2. Bundesliga (II)
Verbandsliga (IV)

Die Fußball-Regionalliga Südwest der Frauen ist in Südwestdeutschland (Rheinland-Pfalz und Saarland) die dritthöchste Spielklasse im Frauenfußball. Die Liga untersteht dem Fußball-Regional-Verband Südwest.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Liga wurde 1996 als Oberliga Südwest gegründet. Zur damaligen Zeit war die Oberliga Südwest die zweithöchste Spielklasse und der Meister hatte die Chance, sich durch eine Aufstiegsrunde für die Bundesliga zu qualifizieren. Erster Meister wurde der SC 07 Bad Neuenahr, der auch den Aufstieg schaffte. Nach Bad Neuenahr wurde der ehemalige Erstligist TuS Ahrbach zweimal in Folge Meister. In der Saison 1997/98 gewann Ahrbach sogar alle Saisonspiele, scheiterte aber ebenso wie im folgenden Jahr in der Aufstiegsrunde. Nach einer weiteren Vizemeisterschaft im Jahre 2000 - Meister wurde die Reserve des 1. FC Saarbrücken - rutschten die Ahrbacherinnen ins Mittelfeld zurück. Ebenfalls in der Saison 1999/00 schaffte der SC Siegelbach das Kunststück, kein Spiel zu verlieren und trotzdem nur Dritter zu werden. Danach wurde der Altmeister TuS Niederkirchen zweimal in Folge Meister. Erst im zweiten Versuch schaffte der TuS den Wiederaufstieg, nachdem der TuS alle Saisonspiele gewinnen konnte. Ebenfalls 2002 wurde der Aufsteiger FSV Viktoria Jägersburg Vizemeister und bester Aufsteiger aller Zeiten. 2003 schaffte der 1. FC Saarbrücken den direkten Wiederaufstieg und wurde der erste Verein, der mit zwei Mannschaften Meister der Regionalliga wurde. Ein Kuriosum brachte das Jahr 2004. Niederkirchen war wieder aus der Bundesliga abgestiegen und sicherte sich die Meisterschaft. In der Aufstiegsrunde scheiterte die Mannschaft. Obwohl der TuS für die neu gegründete 2. Bundesliga qualifiziert war verzichtete man in der Pfalz auf die neue Klasse und drehte eine "Ehrenrunde". Somit zog nur Jägersburg ins neue Unterhaus ein. Ein Jahr später zog Niederkirchen nach. Mit fünf Meisterschaften ist der TuS Rekordmeister der Liga.

Bislang konnte sich jeder Absteiger die Meisterschaft der Regionalliga sichern. Die einzige Ausnahme war in der Debütsaison der TuS Wörrstadt, der nur Zweiter wurde. Der erste deutsche Frauenfußballmeister rutschte 2002 sogar für ein Jahr in die Verbandsliga ab. Der SC Siegelbach hat bisher in allen Spielzeiten mitgewirkt.

Modus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Regionalliga Südwest besteht aus 16 Mannschaften, die im Ligasystem gegeneinander antreten. Ein Sieg wird mit drei, ein Unentschieden mit einem Punkt belohnt. Bis 2017 war die punktbeste Mannschaft Meister und steigt in die 2. Bundesliga auf. Ab 2019 die fünf Regionalligameister und ein Regionalligavizemeister ermitteln in drei gelosten Paarungen mit Hin- und Rückspiel die Aufsteiger in die 2. Bundesliga. Der teilnehmende Regionalligavizemeister wird anhand einer Leistungstabelle der Regionalverbände ermittelt, in die das Abschneiden der Vereine in den letzten drei Spielzeiten in der ersten und zweiten Bundesliga eingeht. Verzichtet der Sieger der Aufstiegsspiele auf sein Aufstiegsrecht bzw. wird dem Sieger der Aufstieg vom DFB verwehrt rückt der Verlierer nach. Wird auch dem Verlierer der Aufstieg verwehrt steigt keine Mannschaft auf. Im Gegensatz zum Männerfußball dürfen auch zweite Mannschaften in die 2. Bundesliga aufsteigen. Dies geschah erstmals 2006, als die zweite Mannschaft des SC 07 Bad Neuenahr Meisterschaft und Aufstieg feiern konnte.

Auf der anderen Seite der Tabelle steigen die zwei letztplatzierten Mannschaften in die jeweilige Verbandsliga ab. Die Absteiger werden durch die Meister der Verbandsligen Rheinland, Südwest und Saarland ersetzt. Steigen zwei oder mehr Mannschaften aus der 2. Bundesliga in die Regionalliga Südwest ab, so erhöht sich der Abstieg aus der Regionalliga entsprechend.

Zieht ein Verein vor dem Beginn der Saison bzw. während der Saison seine Mannschaft zurück, so wird diese automatisch an das Tabellenende gesetzt und gilt als Absteiger.

Aktuelle Teilnehmer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison 2018/19 (Liste bearbeiten)

Bisherige Meister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rekordmeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Titel Verein Saisons
5 1. FFC 08 Niederkirchen 2002, 2004, 2005, 2010, 2016
2 TuS Ahrbach
SC 07 Bad Neuenahr II
TuS Wörrstadt
TSV Schott Mainz
1998, 1998
2006, 2011
2009, 2013
2014, 2015
1 SC 07 Bad Neuenahr
SV Dirmingen
1. FC Saarbrücken
1. FC Saarbrücken II
FSV Viktoria Jägersburg
SV Bardenbach
SG 99 Andernach
TuS Issel
1997
2007
2003
2000
2008
2012
2017
2018

Die ersten vier Titel gewann Niederkirchen als TuS Niederkirchen.

Rekorde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Meiste Siege: Der TuS Niederkirchen (2001/02) und TSV Schott Mainz (2014/15) gewannen alle 22 Saisonspiele.
  • Wenigste Siege: In der Saison 2002/03 konnte der FC 08 Homburg kein Spiel gewinnen.
  • Meiste Unentschieden: Rot-Weiß Göcklingen (1998/99) und der SC Siegelbach (2004/05) spielten je achtmal unentschieden.
  • Wenigste Unentschieden: Zwölf Vereine blieben in der Ligageschichte ohne Punkteteilung. Die SpVgg Biebertal schaffte dies als einziger Verein zweimal (1996/97 und 2001/02).
  • Meiste Niederlagen: Der VfR Niederfell (2009/10) und die DJK Blau-Weiß Niederlosheim (2010/11) verloren 20 Spiele.
  • Wenigste Niederlagen: Zehnmal blieb eine Mannschaft während einer Saison ungeschlagen. Der SV Dirmingen (2006/07), der FSV Viktoria Jägersburg (2007/08), der TuS Wörrstadt (2012/13), der 1. FFC 08 Niederkirchen (2015/16) und die SG 99 Andernach (2016/17) blieben ungeschlagen und wurde trotzdem Meister.
  • Meiste Tore geschossen: In der Saison 2014/15 erzielte der TSV Schott Mainz 116 Treffer.
  • Wenigste Tore geschossen: Der FC 08 Homburg konnte in der Saison 2002/03 nur acht eigene Treffer bejubeln.
  • Meiste Tore kassiert: Die DJK Saarwellingen musste in der Saison 2015/16 109 Gegentreffer über sich ergehen lassen.
  • Wenigste Tore kassiert: In absoluten Zahlen stellte der TuS Ahrbach (1997/98) und der 1. FC Saarbrücken (2002/03) mit je sechs Gegentoren die beste Abwehr. Der TuS Niederkirchen kassierte in der Saison 2003/04 sieben Gegentore, musste aber zwei Spiele mehr absolvieren. Dies ergibt einen niedrigeren Schnitt.

Alle Teilnehmer der Regionalliga Südwest[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verein Zeitraum Bemerkung
TuS Ahrbach 1997–2010 Meister 1998, 1999
SG 99 Andernach 2014–2017, seit 2018 Meister 2017
SC 07 Bad Neuenahr 1996–1997 Meister 1997
SC 07 Bad Neuenahr II 2000–2006, 2007–2011, 2013 Meister 2006, 2011
SC 13 Bad Neuenahr seit 2013 Nachfolger des insolventen SC 07 Bad Neuenahr
SV Bardenbach 2009–2012, 2013–2014 Meister 2012
SpVgg Bendorf 1999–2004 Rückzug 2004
TuS Berschweiler 2000–2001
SpVgg Biebertal Biebern 1996–2003 Rückzug 2003
FC Bitburg 1998–1999, 2008–2009, 2013–2015, seit 2016
DSG Breitenthal 1997–2000, 2002–2005, 2007–2009
SV Dirmingen 1996–2007, 2009–2011, 2013–2018 Meister 2007
SV Dörbach 2010–2012
FV Dudenhofen 1999–2000, 2009–2010
FC 08 Elm 2008–2009
TuS Fischbacherhütte 2005–2006
SV Furpach 2011–2013
FFV Fortuna Göcklingen 2015–2016 2013 aus die Frauen- und Mädchenabteilung des SV Rot-Weiß hervorgegangen
SV Rot-Weiß Göcklingen 1996–2007, 2008–2010, 2011–2013
SV Blau-Weiß Gusenburg 1996–1998, 2001–2002
SV Holzbach seit 2017
FC 08 Homburg 1999–2000, 2002–2003
TuS Issel seit 2004 Meister 2018
FSV Viktoria Jägersburg 1996–1999, 2001–2004, 2006–2008, 2009–2015 Meister 2008
TuS Rot-Weiß Koblenz 1997–2000
TSV Schott Mainz 2013–2015, seit 2018 Meister 2014, 2015
FC Marnheim 2012–2015
SG Parr Medelsheim 2006–2008, 2016–2017
1. FFC Montabaur 2007–2014, 2016–2017, seit 2018
VfR Niederfell 2006–2008, 2009–2010
1. FFC 08 Niederkirchen 2008–2010, 2015–2016, seit 2018 Meister 2010 und 2016, 2008 aus TuS Niederkirchen hervorgegangen
TuS Niederkirchen 2000–2002, 2003–2005
TuS Niederkirchen II 1996–1997, 2005–2007
DJK Niederlosheim 2005–2006, 2010–2011
FC Oster Oberkirchen 1997–1998
SV Obersülzen 2006–2007
SpVgg Rehweiler-Matzenbach 1998–2008, 2010–2011
1. FC Riegelsberg seit 2015
1. FC Saarbrücken 2002–2003 Meister 2003
1. FC Saarbrücken II 1998–2001, 2004–2006, seit 2007 Meister 2000, Rückzug 2001
DJK Saarwellingen 2012–2016, 2017–2018 Rückzug 2018
SC Siegelbach 1996–2012, seit 2015
FC Speyer 09 seit 2016
SV Steinberg-Deckenhardt 2003–2004
Wormatia Worms seit 2018
TuS Wörrstadt 1996–2002, 2003–2009, 2010–2013, seit 2014 Meister 2009, 2013