Heizleiste

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Das Foto zeigt wie der frisch aufgebrachte Lehmputz durch die seit drei Tagen laufende Fußleistenheizung allmählich von unten her austrocknet. An der helleren Farbe sind die unter dem Putz liegenden Fachwerkbalken zu erkennen, da die Putzschicht hier dünner ist und schneller austrocknet.

Die Heizleiste (oder Sockelheizleiste) ist ein Heizkörper für Räume in Gebäuden. Sie verläuft meist an der Innenseite von Außenwänden dicht über dem Fußboden und ist Bestandteil einer Sockelleistenheizung, die auch Fußleistenheizung oder Randleistenheizung genannt wird.

Der Coanda-Effekt sorgt dafür, dass die von den Heizleisten erwärmte Raumluft an der Wand aufsteigt und die Wandoberfläche erwärmt. Von dort wird Wärme in Form von Wärmestrahlung in den Innenraum abgegeben. Die Sockelleistenheizung kann aus diesem Grund mit gewissen Einschränkungen zu den Wandheizungssystemen gezählt werden, mit deren physiologischen Vorteilen.

Arten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elektrische Heizleisten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In diesen sind Heizstäbe verbaut, die durch den hindurchfließenden Strom erwärmt werden.

Wasserführende Heizleisten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch diese verlaufen, ähnlich wie bei einer Fußbodenheizung, Wasserleitungen, die in der Regel aus Kupfer bestehen.

Um eine höhere Wärmeabgabe der Rohre zu erreichen wird deren Oberfläche auf verschiedene Weise vergrößert:

  • Bei Netzrohren wird ein zylinderförmigs Geflecht aus Draht über das Rohr geschoben und mit diesem verlötet. Die Reinigung von Netzrohren geschieht zweckmäßig mit einem langhaarigen Handfeger oder mit Druckluft.
  • Bei Rippenrohren werden runde oder eckige Blechabschnitte lamellenförmig mit dem Rohr verpresst oder verlötet. In gewerblich genutzten Räumen wurden früher öfter freiliegende Stahlrohre mit Blechscheiben oder um das Rohr gewendelten Blechschnecken eingesetzt, die am inneren Rand zusätzlich gewellt waren. Dadurch verbesserte sich die Wärmeabgabe zusätzlich. Die Reinigung wird allerdings etwas erschwert.