Funne

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Funne
Die Funne in Nordkirchen

Die Funne in Nordkirchen

Daten
Gewässerkennzahl DE: 27886
Lage Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Flusssystem Rhein
Abfluss über Stever → Lippe → Rhein → Nordsee
Quelle Nördlich von Cappenberg (Selm)
51° 39′ 48″ N, 7° 32′ 16″ O
Quellhöhe ca. 98 m ü. NHN[1]
Mündung Etwa 800 m nördlich vom Ternscher See in die SteverKoordinaten: 51° 43′ 24″ N, 7° 26′ 25″ O
51° 43′ 24″ N, 7° 26′ 25″ O
Mündungshöhe ca. 46 m ü. NHN[1]
Höhenunterschied ca. 52 m
Sohlgefälle ca. 2,4 ‰
Länge 21,9 km[2]
Einzugsgebiet 55,09 km²[2]

Die Funne ist ein knapp 22 km langer, linker Nebenfluss der Stever. Ihr Einzugsgebiet beträgt über 55 km².

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Funne entspringt nördlich vom Selmer Ortsteil Cappenberg auf einer Höhe von 98 m ü. NHN. Sie verläuft zunächst für ca. drei Kilometer in östlicher Richtung, bevor sie dann in Richtung Nordosten bis an die Stadtgrenze von Werne weiterfließt. Dort macht sie eine Kehrtwende und verläuft anschließend in Richtung Westen. An Südkirchen und Selm vorbei mündet sie nach 21,88 km in die Stever. Sie ist der längste Fluss im nördlichen Kreis Unna.

Nebenflüsse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben den zahlreichen nicht näher bezeichneten Bächen, die in die Funne fließen, hat sie von der Quelle bis zur Mündung folgende Nebenflüsse:

Ortschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Funne fließt an folgenden Städten und Gemeinden vorbei:

Umwelt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nur wenige Meter rechts und links entlang der Funne verläuft das ca. 56 ha große Naturschutzgebiet Funneaue (COE-040). Mit ihrem überwiegend frei mäandrierenden Flusslauf und ihren natürlichen Abbruchkanten und unterschiedlichen Fließgeschwindigkeiten bietet sie einen idealen Nist- und Brutplatz für den Eisvogel. Außerdem stellt sie einen wichtigen Lebensraum für verschiedene weitere Tierarten wie dem Steinkauz dar.

Über weite Strecken findet sich am Bachlauf dichtes Ufergehölz, unter anderem alte Kopfweiden; vereinzelt findet sich auch Wasser-Greiskraut. Weiter erwähnenswert sind die vorkommenden Sumpfdotterblumen, Trauben-Trespen und Schlangenknöterich.

War bis 1973 die Auenlandschaft noch von Feucht- und Nassgrünlandbiotopen geprägt, wurde mittlerweile die Hälfte des Grünlandes zu Ackerland umgebrochen.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Topografische Karte 1:25.000
  2. a b Verzeichnis der Fließgewässer (Memento vom 16. Dezember 2014 im Internet Archive) (PDF) vom Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MUNLV). Abgerufen am 16. Dezember 2014.
  3. Naturschutzgebiet „Funneaue“ (COE-040) im Fachinformationssystem des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen, abgerufen am 9. März 2017.