Fuorcla Grevasalvas

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Fuorcla Grevasalvas
Fuorcla Grevasalvas von Norden.

Fuorcla Grevasalvas von Norden.

Himmelsrichtung Nord Süd
Passhöhe 2687 m ü. M.
Kanton Graubünden, Schweiz
Wasserscheide Eva Cheda (Gelgia, Albula, Hinterrhein, Rhein) Ova da la Roda (Inn, Donau)
Talorte Julierpass Plaun da Lej
Ausbau Wanderweg
Gebirge Albula-Alpen
Profil
Ø-Steigung 11,3 % (450 m / 3,98 km) 14,6 % (889 m / 6,1 km)
Karte (Graubünden)
Fuorcla Grevasalvas (Kanton Graubünden)
Fuorcla Grevasalvas
Koordinaten 774754 / 145556Koordinaten: 46° 26′ 19″ N, 9° 42′ 46″ O; CH1903: 774754 / 145556
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Die Fuorcla Grevasalvas (rätoromanisch fuorcla, furschela aus dem lateinischen furcula für ‚kleine Gabel, kleiner Bergübergang‘[1] und Grevasalvas eine Komposition aus den rätoromanischen Wörtern greva für ‚feines Geröll‘, ‚Geröllhalde‘ und alv vom lateinischen albus für ‚weiss‘[2]) ist ein Alpenpass im Schweizer Kanton Graubünden. Der Pass mit einer Scheitelhöhe von 2687 m ü. M. befindet sich südlich des Julierpasses und nördlich vom Silsersee.

Lage und Umgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kugelpanorama von der Fuorcla Grevasalvas.
Als Kugelpanorama anzeigen

Die Fuorcla Grevasalvas gehört zur Lagrev-Gruppe, einer Untergruppe der Albula-Alpen. Über dem Pass verläuft die Gemeindegrenze zwischen Surses und Sils im Engadin/Segl. Er ist der einzige Übergang über die Bergkette von einiger praktischer Bedeutung.

Die Fuorcla Grevasalvas wird im Norden über den Talkessel Grevasalvas vom Oberhalbstein und im Süden durch das Oberengadin eingefasst und verbindet den Piz d’Emmat Dadaint (2928 m) im Westen mit dem Piz Lagrev (3162 m) im Nordosten.

Mit dem gleichen Namen wie der Pass befindet sich südlich des Passes die kleine Sommersiedlung Grevasalvas. In Grevasalvas wurde 1978 die 26-teilige Kinderserie Heidi produziert,[3][4][5] die sich sehr eng an den Romanen Heidis Lehr- und Wanderjahre und Heidi kann brauchen, was es gelernt hat von Johanna Spyri orientierte. Ausserdem befindet sich nördlich der Fuorcla Grevasalvas der Bergsee Leg Grevasalvas im Talkessel Grevasalvas und südöstlich des Passes der Berg Piz Grevasalvas (2932 m).

Über dem Pass verläuft die Europäische Hauptwasserscheide, die den Zulauf zum offenen Atlantik im Norden (Eva Cheda, Gelgia, Albula, Hinterrhein, Rhein) vom Zulauf zum Schwarzen Meer im Süden (Ova da la Roda, Inn, Donau) trennt.

Routen zum Pass[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wegweiser auf der Fuorcla Grevasalvas.

Sommerrouten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorbei an Leg Grevasalvas[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über den Südhang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ausgangspunkt: Plaun da Lej (1799 m)
  • Via: Grevasalvas (1941 m), Plaun Grand
  • Schwierigkeit: B, als Wanderweg weiss-rot-weiss markiert
  • Zeitaufwand: 3 Stunden
  • Bemerkung: Die Fuorcla Grevasalvas lässt sich auch von anderen Ausgangspunkten zwischen Maloja und Sils erreichen.

Winterrouten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von la Veduta[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Plaun da Lej[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ausgangspunkt: Plaun da Lej (1799 m)
  • Via: Grevasalvas (1941 m), Plaun Grand
  • Expositionen: S, SE
  • Schwierigkeit: L+
  • Zeitaufwand: 3 Stunden

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Manfred Hunziker: Clubführer, Bündner Alpen. Vom Septimer zum Flüela. 3. Auflage. Vi. Verlag des SAC, 2000, ISBN 3-85902-187-7, S. 79–80.
  • Vital Eggenberger: Skitouren Graubünden Süd. Verlag des SAC, 2010, ISBN 978-3-85902-301-7, S. 154–158.
  • Landeskarte der Schweiz, Blatt 1276 Val Bregaglia, 1:25'000, Bundesamt für Landestopographie, Ausgabe 2015.
  • Landeskarte der Schweiz, Blatt 1256 Bivio, 1:25'000, Bundesamt für Landestopographie, Ausgabe 2015.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Fuorcla Grevasalvas – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Andrea Schorta: Wie der Berg zu seinem Namen kam. Kleines Rätisches Namenbuch mit zweieinhalbtausend geographischen Namen Graubündens. Terra Grischuna Verlag, Chur und Bottmingen/Basel 1988, ISBN 3-7298-1047-2, S. 89.
  2. Andrea Schorta: Wie der Berg zu seinem Namen kam. Kleines Rätisches Namenbuch mit zweieinhalbtausend geographischen Namen Graubündens. Terra Grischuna Verlag, Chur und Bottmingen/Basel 1988, ISBN 3-7298-1047-2, S. 93.
  3. Peter Dietmar: Glückwunsch: Heidi wird 125. In: Die Welt, 6. Juli 2005. Abgerufen am 10. März 2014.
  4. Über Stock und Stein (Memento des Originals vom 11. März 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.srf.ch. In: SF bi de Lüt Von: Schweizer Radio und Fernsehen, 24. Juni 2011. Abgerufen am 10. März 2014.
  5. Judith Mandelbaum-Schmid: Where Heidi Belongs. In: The New York Times vom 5. April 1987. Abgerufen am 10. März 2014.