Surses

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Surses
Wappen von Surses
Staat: Schweiz
Kanton: Graubünden (GR)
Region: Albula
BFS-Nr.: 3543i1f3f4
Postleitzahl: 7452 Cunter
7453 Tinizong
7454 Rona
7455 Mulegns
7456 Sur
7456 Marmorera
7457 Bivio
7460 Savognin
7462 Salouf
7463 Riom
7464 Parsonz
Koordinaten: 765597 / 163004Koordinaten: 46° 35′ 52″ N, 9° 36′ 0″ O; CH1903: 765597 / 163004
Fläche: 324 km²
Einwohner: 2356 (31. Dezember 2016)[1]
Einwohnerdichte: 7 Einw. pro km²
Website: www.surses.ch
Unterer (Sotgôt, links) und oberer (Surgôt, rechts) Teil von Surses.

Unterer (Sotgôt, links) und oberer (Surgôt, rechts) Teil von Surses.

Karte
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Surses (Audio-Datei / Hörbeispiel [zʊɾˈses]?/i) ist eine politische Gemeinde in der Region Albula des Kantons Graubünden in der Schweiz. Sie ist am 1. Januar 2016 durch die Fusion der politischen Gemeinden Salouf, Riom-Parsonz, Cunter, Savognin, Tinizong-Rona, Mulegns, Sur, Marmorera und Bivio entstanden. Nach Scuol ist sie flächenmässig die zweitgrösste Gemeinde im Kanton Graubünden und hinter Glarus Süd die drittgrösste der Schweiz.

Das Gemeindegebiet umfasst das ganze Tal Oberhalbstein (rätoromanisch Surses).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindestand vor der Fusion zur neuen Gemeinde Surses am 1. Januar 2016
Blick von der Bushaltestelle Tinizong, Vardaval

Eine vom Kanton Graubünden favorisierte Fusion aller Gemeinden des Tales scheiterte Anfang März 2006 vorwiegend an den kleineren Gemeinden. In getrennten und gleichzeitig stattfindenden Gemeindeversammlungen sagten zwar fast 60 % der Stimmenden Ja zum Projekt. Weil sich aber die Gemeinden Cunter, Marmorera, Salouf, Sur und Tinizong-Rona gegen den Zusammenschluss aussprachen und das benötigte Quorum von 85 % der Stimmen nicht zustande kam, scheiterte das Projekt. Die Bündner Regierung hatte die erstmalige Fusion eines ganzen Kreises mit einem «Fusionsgeschenk» von 9,25 Millionen Franken aus der Kantonskasse stark propagiert. Die Gemeinde Surses wäre damals zur flächenmässig grössten Gemeinde der Schweiz geworden.

Im Jahre 2015 wurde ein zweiter Anlauf für die Fusionsgemeinde unternommen.[2] Diesmal stimmten die Bürger der betroffenen Gemeinden deutlich für den Zusammenschluss zur Gemeinde Surses. Die neue Gemeinde entstand am 1. Januar 2016.[3]

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name setzt sich aus den zwei romanischen Wörtern sur für „über“ und Ses aus dem lateinischen saxum für „Stein“, „Fels“ zusammen.[4] Mit Ses ist der Crap Ses (764310 / 167214) zwischen Tiefencastel und Cunter gemeint.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die untere Talstufe bis Tinizong heisst Sotgôt (rätoromanisch im Idiom Surmiran sot für „unter“ und gôt für „Wald“), jene darüber Surgôt (sur für „über“).

Der tiefste Punkt befindet sich bei Tgant Ladrung zwischen Cunter und Tiefencastel und ist 995 m hoch. Der höchste Punkt ist der Piz Calderas (3397 m).

Die Gemeinde wird von der Julia durchflossen. Talauswärts gesehen liegen rechts die Albula-Alpen und links die Oberhalbsteiner Alpen.

Die Gemeindegrenze verläuft wie folgt:

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeindevorstand wird wie folgt zusammengesetzt:

  • Leo Thomann, Parsonz: Gemeindepräsident / Präsidialdepartement
  • Gian Sonder, Salouf: Vizepräsident / Leitung Departement IV (Werke uvm.)
  • Karin Hersche, Savognin: Leitung Departement II (Tourismus uvm.)
  • Toni Sonder, Salouf: Leitung Departement III (Bauwesen uvm.)
  • Giancarlo Torriani, Bivio: Leitung Departement V (Bildung uvm.)

Die Geschäftsleitung wird wie folgt zusammengesetzt:

  • Leo Thomann, Parsonz: Gemeindepräsident
  • Beat Jenal, Savognin: Gemeindeschreiber und operativer Leiter
  • Mario Dosch, Tinizong: Leitung Finanzen
  • Marco Guetg, Savognin: Leitung Bauamt
  • Martegn Netzer, Savognin: Leitung technische Betriebe und Forstwesen

Die Gemeindekanzlei befindet sich in Tinizong.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur in Riom siehe Origen Festival Cultural.

Panorama[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Surses mit (von rechts nach links) Salouf, Parsonz (oben), Riom (Mitte), Cunter (unten), Savognin, Tinizong (verdeckt), Rona, Mulegns, Sur (nicht sichtbar), Marmorera (See) und Bivio, aufgenommen vom Piz Mitgel.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Surses – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 29. August 2017, abgerufen am 20. September 2017.
  2. Gemeindeversammlung betreffend Fusionsabstimmung savognin-gr.ch, Mitteilung vom 27. März 2015
  3. Ein überzeugtes Ja auch in Savognin Kanton Graubünden, Amt für Gemeinden, Mitteilung vom 27. April 2015
  4. Andrea Schorta: Wie der Berg zu seinem Namen kam. Kleines Rätisches Namenbuch mit zweieinhalbtausend geographischen Namen Graubündens. Terra Grischuna Verlag, Chur und Bottmingen/Basel 1988, ISBN 3-7298-1047-2, S. 132.