Hinterrhein

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Hinterrhein
Alpen-, Vorder- und Hinterrhein

Alpen-, Vorder- und Hinterrhein

Daten
Gewässerkennzahl CH: 283
Lage Schweiz
Flusssystem Rhein
Abfluss über Rhein → Nordsee
Quelle Rheinwaldhorn, Güferhorn, Rheinquellhorn
46° 29′ 55″ N, 9° 3′ 45″ O
Quellhöhe ca. 2400 m ü. M.[1]
Zusammenfluss bei Reichenau mit dem Vorderrhein zum RheinKoordinaten: 46° 49′ 24″ N, 9° 24′ 28″ O; CH1903: 750244 / 187683
46° 49′ 24″ N, 9° 24′ 28″ O
Mündungshöhe 584 m ü. M.[1]
Höhenunterschied ca. 1816 m
Sohlgefälle ca. 28 ‰
Länge 64,9 km[2] (mit Dischmabach 72 km)
Einzugsgebiet 1698 km²[3]
Abfluss[4]
an der Mündung
MQ 1961–1980
59,6 m³/s
Abfluss am Pegel Fürstenau[5]
AEo: 1577 km²
Lage: 13 km oberhalb der Mündung
NNQ (1979)
MNQ 1974–2016
MQ 1974–2016
Mq 1974–2016
MHQ 1974–2016
HHQ (1981)
2,64 m³/s
23,3 m³/s
39,5 m³/s
25 l/(s km²)
60,5 m³/s
713 m³/s
Der Hinterrhein in Splügen

Der Hinterrhein in Splügen

Hinterrhein (Schweiz)
Quelle
Quelle
Mündung
Mündung
Quelle- und Mündungsort des Hinterrhein

Der Hinterrhein, im rätoromanischen Idiom Sutsilvan Rein Posteriur, ist einer der Quellflüsse des Rheins und liegt im Schweizer Kanton Graubünden. Er entspringt an den Hängen von Rheinwaldhorn, Güferhorn und Rheinquellhorn und vereinigt sich bei Reichenau mit dem Vorderrhein zum nunmehr nur noch Rhein genannten Fluss.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verlauf und Tallandschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Tal des Hinterrheins besteht von oben nach unten aus drei Geländekammern: dem Rheinwald mit Splügen als grösster Ortschaft, dem Schams mit Andeer und der Region Domleschg/Heinzenberg mit Thusis. Dazwischen liegen die einst gefürchteten Verkehrshindernisse der Rofflaschlucht oberhalb des Schams und der Viamala unterhalb.

Der Ursprung des Hinterrheins ist vom Dorf Hinterrhein über die Zapporthütte SAC (2276 m) in rund vierstündiger Fusswanderung zu erreichen. Der oberste Teil des Tals ist über den San-Bernardino-Pass mit dem Tessin verbunden; von Splügen aus führt der historische[6] Splügenpass nach Chiavenna in der italienischen Provinz Sondrio. Von Thusis zweigt die Strasse nach Davos, respektive zum Julierpass und zum Albulapass ab.

Der Hinterrhein ist mit 64 Kilometern und maximal, gemessen über den Dischmabach als längstem Fliessweg,[7] 72 Kilometern Länge etwas kürzer als der Vorderrhein mit, gemessen über den Rein da Medel, etwa 76 Kilometern. Er ist jedoch mit einer Wasserführung von 59,6 m³/s grösser als der Vorderrhein, der 53,8 m³/s führt.[4] Zur Frage der Quelle des Rheins siehe Rheinquelle.

Die Albula ist der wichtigste Nebenfluss des Hinterrheins. Bei natürlichem Abfluss, der durch die Wasserkraftnutzung bei beiden Flüssen derzeit nicht gegeben ist, ist die Albula beim Zusammenfluss in Fürstenau mit durchschnittlich 29,1 m³/s gar grösser als der Hinterrhein, der dort 27,3 m³/s Wasser führt.

Nebenflüsse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Usser Teiltobel Bach (links)
  • Höhbergtobel (links)
  • Weissbach (links)
  • Grattobel (rechts)
  • Brunstbach (links)
  • Schgräjendbach (rechts)
  • Maseggbach (rechts)
  • Plattenbach (links)
  • Räppierbach (links)
  • Kappelbach (rechts)
  • Altnerschbach (links)
  • Areuabach (rechts)
  • Hoflibach (links)
  • Chratzlibach (rechts)
  • Függschtobelbach (links)
  • Tambobach (rechts)
  • Hüscherabach (rechts)
  • Stutzbach (links)
  • Strahlentobelbach (rechts)
  • Wissbach (links)
  • Steilerbach (links)
  • Töbeli (links)
  • Surettabach (rechts)
  • Lungbach (links)
  • Averser Rhein (Ragn da Ferrera, zweitgrösster Nebenfluss, rechts)
  • Ual da Pignia (rechts)
  • Fundogn (links)
  • Ual da Suden (links)
  • Plattera (links)
  • Ual da Reischen (rechts)
  • Nolla (links)
  • Albula (Alvra, grösster Nebenfluss, rechts)
  • Scharanser Tobel (rechts)
  • Caznerbach (links)
  • Almenser Tobel (rechts)
  • Tomilser Bach (rechts)
  • Val da Treps (rechts)

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hinterrhein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Geoserver der Schweizer Bundesverwaltung (Hinweise)
  2. Bundesamt für Landestopographie : Topographische Flussanalysen im Quellgebiet des Rheins (Memento des Originals vom 2. April 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/media-public.pmm.rtr.ch (PDF; 2,8 MB), Bern 2011
  3. Topographische Einzugsgebiete der Schweizer Gewässer: Gebietsauslässe. Abgerufen am 30. Mai 2019.
  4. a b Hydrologischer Atlas der Schweiz des Bundesamtes für Umwelt BAFU, Tafel_54
  5. Messstation Fürstenau 1974–2016 (PDF) Bundesamt für Umwelt BAFU
  6. Wandern Schweiz: Kulturhistorischer Wanderweg Via Spluga
  7. Die Fliesswege des zum Hinterrhein-System gehörenden Albula-Landwasser-Systems sind länger und wasserreicher als der Hinterrhein selbst.