SRF bi de Lüt

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Fernsehsendung
Deutscher TitelSRF bi de Lüt
SRF bi de Lüt Logo.jpg
Produktionsland Schweiz
Originalsprache Schweizerdeutsch
Jahr(e) seit 2007
Länge 50 Minuten
Episoden 150+ (Stand 16. Juli 2010)
Ausstrahlungs-
turnus
wöchentlich, freitags
Moderation Nik Hartmann (2007–2020)
Nicole Berchtold, Manuel Burkart, Fabienne Bamert, Salar Bahrampoori (seit 2020)[1]
Erstausstrahlung 13. April 2007 auf SF 1
Ehemaliges Logo

SRF bi de Lüt ist eine Fernsehsendereihe von Schweizer Radio und Fernsehen. Die heimatkundlich orientierte Sendung wurde bis Mitte 2020 von Nik Hartmann moderiert und besteht aus einzelnen Staffeln mit verschiedenem Aufbau. Sie wird jeweils am Freitag gegen 20:00 Uhr auf SRF 1 ausgestrahlt. Die Reihe wird regelmässig durch SRF bi de Lüt live ergänzt. Diese Shows werden jeweils am Samstagabend live aus wechselnden Schweizer Ortschaften gesendet. Die Nachfolge von Nik Hartmann übernahmen die vier Moderatoren Nicole Berchtold, Manuel Burkart, Fabienne Bamert und Salar Bahrampoori.[1]

Formate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Liste ist unvollständig; einige Formate wie «Tellspiele» wurden einmalig gedreht und teilweise nicht von Nik Hartmann moderiert.

Ein Ort nimmt ab: Die erste Staffel widmete sich einem ganz speziellen Thema: Ein Ort, nämlich Eglisau, oder vielmehr seine Bewohner, sollten abnehmen. Eine ausgewählte Gruppe von Personen liess sich wiegen und versuchte, in zwölf Wochen möglichst viel Gewicht zu verlieren. Das Experiment gelang und machte die Sendung von Anfang an beliebt.

Heimspiel: Im «Heimspiel» treten drei (in der Staffel von 2009 zwei) Kandidaten gegeneinander an, deren Heimat eine bestimmte Schweizer Gemeinde ist, die aber nie oder zumindest schon lange nicht mehr dort wohnten. In der ersten Runde werden Fragen zur Kultur und zur Geschichte ihres Heimatortes gestellt und bewertet. In den folgenden Runden wird meistens handwerkliches Geschick bei einem speziellen Handwerk aus dem betreffenden Ort erwartet. Das kann vom Kohleschippen für die Brienz-Rothorn-Bahn bis zum Skilaufen mit Skis aus den 1920er-Jahren reichen. Die Aufzeichnung jeder Sendung dauert in der Regel zwei Tage.

Über Stock und Stein: Nik Hartmann unternimmt eine mehrwöchige Reise quer durch die Schweiz, begleitet von seiner Hündin Jabba. Dabei trifft er prominente Persönlichkeiten und philosophiert mit ihnen unterwegs oder er stellt die Orte, die er besucht, genauer vor. In der letzten Etappe besteigt der Moderator jeweils einen Alpengipfel. Am 14. November 2011 ist die zwölfjährige Jabba an einer Magendrehung gestorben.

Wunderland: Dies ist die Nachfolgesendung von Über Stock und Stein. Nik Hartmann zeigt kaum bekannte Landschaften in der Schweiz und unterhält sich mit den Einwohnern, die meist ein spezielles Hobby oder Beruf haben. Folgende Regionen wurden bereits besucht:[2]

Hüttengeschichten: Während einer Saison wird das Leben und Wirken von Hüttenwarten auf drei SAC-Hütten mit Kameras begleitet. Dabei werden auch die privaten Aspekte gezeigt. Die Sendungen werden jeweils nach dem Ende der Saison im Oktober bis Dezember ausgestrahlt.[3]

Ab 2014 wurde zusätzlich ein Hüttengeschichten Spezial produziert. In dieser Sendung besuchte Nik Hartmann drei Hütten und sah nach, was sich seit dem letzten Besuch verändert hatte. Dieses Format wird jeweils am Samstag-Abend ausgestrahlt und dauert rund 100 Minuten. 2020 übernahm Manuel Burkart die Präsentation dieses Formats.[1]

  • 2014: Gelmerhütte, Rotondohütte, Oberaletschhütte
  • 2015: Silvrettahütte, Kinhütte, Gaulihütte
  • 2016: Chamanna Cluozza, Mönchsjochhütte, Basodinohütte
  • 2017: Spannorthütte, Saoseohütte, Konkordiahütte
  • 2018: Spannorthütte, Bietschhornhütte, Albignahütte
  • 2019: Hüfihütte, Glattalphütte, Motterasciohütte
  • 2020: Motterasciohütte, Sasc Furä, Sewenhütte

Ab April 2021 wurden erstmals die Winterhüttengeschichten ausgestrahlt. Die Sendung zeigt, wie es in der kalten Jahreszeit auf den Hütten zu und her geht.[4] Speziell ist die Situation in der Trifthütte, die schon in der letzten Staffel der Hüttengeschichten porträtiert wurde. Am 30. Januar 2021 wurde bei einem Kontrollflug festgestellt, dass die Hütte von einer Lawine beschädigt wurde.[5]

Landfrauenküche: An diesem Wettbewerb nehmen in jeder Staffel sieben Bäuerinnen teil. In jeder Folge wird vom Hof einer Teilnehmerin berichtet. Die Hauptaufgabe besteht darin, den anderen sechs ein möglichst ansprechendes und gutes Menü aufzutischen. Diese sechs bewerten dann das Essen der Gastgeberin. In der achten Folge wird die Siegerin gekürt, dabei kochen alle sieben Frauen nochmals zusammen. Die Final-Sendung wird am Samstag-Abend ausgestrahlt und dauert 100 Minuten, sie wurde von Nik Hartmann moderiert.[6] 2020 übernahm Nicole Berchtold die Präsentation dies Formats.[1]

Männerküche: Ausgestrahlt ab 5. April 2013. An diesem Wettbewerb nehmen in jeder Staffel fünf Männer teil. In jeder Folge wird vom Wohnsitz eines Teilnehmers berichtet. Die Hauptaufgabe besteht darin, den anderen vier ein möglichst ansprechendes und gutes Menü aufzutischen. Diese vier bewerten dann das Essen des Gastgebers. In der fünften Sendung wird der Sieger gekürt. Ab 2016 kochen die Männer jeweils für die eigene Mutter sowie den vier Müttern der Kandidaten. Der Gewinner erhält einen Migros-Einkaufsgutschein im Wert von 5000 CHF, die zweit- und drittplatzierten ebenfalls einen kleineren Einkaufsgutschein. Im Jahr 2016 kürten die Mütter Bernhard Kallen zum Gewinner.[7]

Unser Dorf: Diese Sendestaffel dreht sich um das Leben eines Dorfes. Gleichzeitig begleitet die Sendung die Dorfbewohnerinnen, Dorfbewohner und zeigt ihren Alltag und die dörfliche Gemeinschaft. Im Jahr 2012 ist die erste Staffel in Tenna (Graubünden) gedreht worden. Diese Sendung hat am 17. September 2012 in Berlin den Preis des 7. Eurovision Creative Forum als innovativstes Programmformat des öffentlich-rechtlichen Fernsehens gewonnen.

Weitere Dörfer in chronologischer Reihenfolge:[8]

Vereinsgeschichten: Erstmals ab 23. Oktober 2009. Nik Hartmann besucht verschiedene Schweizer Vereine. Er begibt sich im Kanton Graubünden zusammen mit einer Gruppe Jäger auf die Hochjagd oder hilft beim Aufbau eines Wasserstoffballons, in dem er dann auch über den Aargau fährt.

Die Bösen: In mehreren Folgen werden die Schwinger vorgestellt, die sich auf das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2010 in Frauenfeld vorbereiten. Die Sendung begleitet die Favoriten. Der Name Die Bösen leitet sich von einem verbreiteten Spitznamen für die kräftig gebauten Schwinger ab.

Die Skilehrer: In mehreren Folgen wird der Alltag von Skilehrern gezeigt. Dabei werden auch Aspekte gezeigt, die man als Aussenstehender nicht kennt. Alles dreht sich darum, dass die Gäste sich wohlfühlen. Bisher wurden drei Orte vorgestellt:[9]

Familiensache: Seit 2012 gewähren jeweils drei Familien Einblicke in ihr Alltagsleben.

Heimweh: In je vier Folgen werden seit 2018 Auswanderer auf ihrem Weg zurück in die Schweiz begleitet.

Hotel zum Glück: 2020 wurden fünf Menschen auf der Suche nach Arbeit in der Hotellerie in einer vierteiligen Staffel portraitiert.

Echte Tierhelden: Im Frühling 2020 wurden in fünf Folgen Menschen im Einsatz für das Tierwohl gezeigt.

SRF bi de Lüt – Live[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folge Datum Ort Gäste Musik
1 21. Juni 2009 Scuol
2 28. Juni 2009 Maienfeld
  • Ländlerkapelle Grischuna Capricorn Grischun
  • Jugendmusik Mels Titelmusik "Heidi"
  • Michael von der Heide Paris c'est toi
  • Nostalgie-Chörli Bad Ragaz Was kann der Sigismund dafür
3 5. Juli 2009 Rapperswil-Jona
  • Jessica Tschanz, Rosenkönigin 2009
  • Werner Rutz, Schiffskapitän
4 12. Juli 2009 Andelfingen
  • Caspar und Hanna Arbenz, Müller und Müllersfrau
  • Christian Rüegsegger, Schlossgärtner
5 19. Juli 2009 Brugg
  • Musikkorps Brugg Allen voraus
  • Verena Uhlmann & die chline Bärgbrünnler Grittibänz
  • Peter Schär Salü Willi
  • Leonard Könnt ich noch einmal, wie ich wollte
6 26. Juli 2009 Laufen BL
7 2. Aug. 2009 Willisau
8 9. Aug. 2009 Büren an der Aare
9 16. Aug. 2009 Guggisberg
10 23. Aug. 2009 Ascona
11 18. Juli 2010 Grindelwald
12 25. Juli 2010 Escholzmatt
13 8. Aug. 2010 Schaffhausen
14 15. Aug. 2010 Solothurn
15 22. Aug. 2010 Romanshorn
16 29. Aug. 2010 Chur
17 5. Sep. 2010 Zug
18 9. Juli 2011 Thun
  • Raphael Lanz, Stadtpräsident Thun
  • Hanspeter Latour, ehem. Fussballtrainer
  • Gölä, Musiker
  • Roberto Brigante, «singender Plättlileger»
19 16. Juli 2011 Winterthur
20 23. Juli 2011 Altdorf
21 30. Juli 2011 Lenzburg
  • Hans Huber, Stadtpräsident Lenzburg
  • Milena Moser, Schriftstellerin
22 6. Aug. 2011 Brig
  • Adrian Arnold, Korrespondent SF, Paris
  • Viola Amherd, Stadtpräsidentin Brig-Glis
  • Laura Zurbriggen, Model
23 13. Aug. 2011 Wil SG
24 20. Aug. 2011 Luzern
25 7. Juli 2012 Zürich
26 14. Juli 2012 Rheinfelden
  • Franco Mazzi, Stadtammann Rheinfelden
  • Adrian Sieber, Sänger
  • Natascha Badmann, Triathletin
  • Anet Corti, Schauspielerin
  • Gaby Gerber, Biersommelière
27 21. Juli 2012 Fribourg
  • Pierre-Alain Clément, Stadtammann Fribourg
  • Thierry Carrel, Herzchirurg
  • Jean-Pierre Corpataux, Metzgermeister und Künstler
  • David Bröckelmann, Kabarettist
28 28. Juli 2012 St. Gallen
29 4. Aug. 2012 Schwyz
  • Martin Grab, Schwinger
  • Hugo Steiner, Gemeindepräsident Schwyz
  • Padi Bernhard, Sänger
  • Sven Furrer, Komiker
  • Christian Aschwanden, CEO Felchlin AG
30 11. Aug. 2012 Davos
31 18. Aug. 2012 Bern
32 6. Juli 2013 Glarus
  • André Reithebuch, Mister Schweiz 2009
  • Lisa Marti, Bergsteigerin
  • Hansruedi Streiff, Konfetti-Produzent
33 13. Juli 2013 Langnau im Emmental
  • Martin Gerber, Eishockeytorwart
  • Ruedi Kläy, Ur-Langnauer
  • Magdalena Blaser, Handorgel-Bauerin
  • Brigitte Kunz, Schwingerin
34 20. Juli 2013 Zofingen
  • Peach Weber, Komiker
  • Kazim Carman, Schauspieler
  • Hans Leutwyler, Bäcker und Konditor
35 27. Juli 2013 Neuhausen am Rheinfall
  • Freddy Nock, Hochseilartist
  • Lara Stoll, Slam-Poetin
  • Robert Schaad, Winzer
36 3. Aug. 2013 Herisau
37 10. Aug. 2013 Brunnen
  • Monika Kaelin, Sängerin und Schauspielerin
  • Gielia Degonda, Ordensschwester
  • Josias Clavadetscher, Fasnächtler
38 17. Aug. 2013 Biel/Bienne
39 9. Aug. 2014 Spiez
40 16. Aug. 2014 Weinfelden
41 23. Aug. 2014 Engelberg
42 8. Aug. 2015 Saanen
43 15. Aug. 2015 Sursee
44 22. Aug. 2015 Stein am Rhein
  • Marion Preuss, Journalistin
  • Gabriel Vetter, Schriftsteller und Kabarettist
  • Verena Schoch-Karr, Autorin
  • Roland Leuthold, Hafenmeister
45 29. Aug. 2015 Appenzell
  • Simon Enzler, Kabarettist
  • Hampi Fässler, Sennenhandwerker
  • Gabriela Manser, Unternehmerin
46 3. Sep. 2016 Aarberg «SRF bi de Lüt – Sommerfest»
47 3. Dez. 2016 Zermatt «SRF bi de Lüt – Winterfest»
48 18. Feb. 2017 Arosa «SRF bi de Lüt – Winterfest»
49 27. Mai 2017 Burgdorf «SRF bi de Lüt – Frühlingsfest»
50 26. Aug. 2017 Küssnacht «SRF bi de Lüt – Sommerfest»
51 25. Nov. 2017 Stans «SRF bi de Lüt – Herbstfest»
  • Heimweh Dankbarkeit
  • Trauffer Geissepeter
52 17. Feb. 2018 Pontresina «SRF bi de Lüt – Winterfest»
53 2. Juni 2018 Arlesheim «SRF bi de Lüt – Frühlingsfest»
  • STICKStoff
  • Baschi wenn d’Wält
54 25. Aug. 2018 Bischofszell «SRF bi de Lüt – Sommerfest»
55 17. Nov. 2018 Vaduz, Liechtenstein «SRF bi de Lüt – Herbstfest»
56 26. Jan. 2019 Adelboden «SRF bi de Lüt – Winterfest»
57 25. Mai 2019 Bad Zurzach «SRF bi de Lüt – Frühlingsfest»
  • Beat Schwaller, Auswanderer und Holzfäller, Star der Sendung Timber Kings
  • Marlene Zähner, Tierärztin
  • Michael Baumgartner, Winzer
58 14. Sep. 2019 Alt St. Johann «SRF bi de Lüt – Sommerfest»
59 25. Jan. 2020 Samnaun «SRF bi de Lüt – Winterfest»
60 6. Juni 2020 «SRF bi de Lüt – Live»: Das Jubiläum – 60. Sendung

In der 60. Sendung blickte Nik Hartmann mit Co-Moderatorin Annina Campell und «Grill-Ueli» Bernold, der seit Beginn jeweils Grillrezepte vorgestellt hat, auf die vergangenen Sendungen zurück. Sie besuchten dazu drei Austragungsorte (Scuol, Neuhausen und Spiez). Mit dieser Sendung verabschiedete sich Hartmann als Moderator vom SRF-Publikum.[10]

61 30. Jan. 2021 Andermatt «SRF bi de Lüt – Live»
  • Stubete Gäng Göschenen-Airolo
  • Hüüsmüsig Gehrig Glattiis

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: SRF bi de Lüt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Das ist die neue «SRF bi de Lüt»-Familie. In: SRF. 1. September 2020, abgerufen am 6. Dezember 2020.
  2. SRF bi de Lüt – Wunderland. In: SRF. Abgerufen am 21. Oktober 2017.
  3. SRF bi de Lüt – Hüttengeschichten. In: SRF. Abgerufen am 22. Oktober 2017.
  4. «SRF bi de Lüt – Winterhüttengeschichten»: Start der ersten Staffel. In: SRF. Abgerufen am 10. April 2021.
  5. Trifthütte wird durch Lawine beschädigt. In: SAC. 31. Januar 2021, abgerufen am 10. April 2021.
  6. SRF bi de Lüt – Landfrauenküche. In: SRF. Abgerufen am 22. Oktober 2017.
  7. SRF bi de Lüt – Männerküche. In: SRF. Abgerufen am 26. Mai 2016.
  8. SRF bi de Lüt – Unser Dorf. In: SRF. Abgerufen am 26. Mai 2016.
  9. SRF bi de Lüt – Die Skilehrer. In: SRF. Abgerufen am 21. Oktober 2017.
  10. «SRF bi de Lüt – Live: Das Jubiläum» – Die schönsten Momente und die bewegendsten Geschichten. In: SRF. Abgerufen am 12. Juni 2020.