Günter Giesenfeld

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Biografie
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Günter Giesenfeld (* 20. Juli 1938 in Birkesdorf bei Düren) ist ein emeritierter deutscher Germanist, Film- und Medienwissenschaftler, Hochschullehrer, Übersetzer und Filmregisseur.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Günter Giesenfeld studierte Germanistik, Romanistik, Musikwissenschaft und französische Literatur und lehrte bis 2003 Neuere Deutsche Literatur und Medien an der Universität Marburg. Seit 1969 ist er aktiv in der Vietnambewegung tätig und seit 1976 Vorsitzender der Freundschaftsgesellschaft Vietnam.[2]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Goethes „Iphigenie“ und Racines „Bérénice“  : Ein Vergleich der dramatischen Struktur. Dissertation. Marburg 1969
  • Die Leiden des papiernen Mädchens. Sophie La Roche, Wieland und die Anfänge des Trivialromans. In: Jürgen Schutte (Hrsg.): Erfahrung und Ideologie. Studien zur massenhaft verbreiteten Literatur, Argument-Verlag, 1999, ISBN 3-88619-101-X.
  • (Hrsg.) Endlose Geschichten. Serialität in den Medien., Hildesheim, Zürich, New York (Olms) 1994
  • Ein Kurs in Trivialliteratur. In: Heinz Ide (Hrsg.): Projekt Deutschunterricht. Massenmedien und Trivialliteratur, Stuttgart (Metzler) 1973
  • Serien im Vorabend- und im Hauptprogramm. In: Geschichte des Fernsehens in der Bundesrepublik Deutschland, Band 2: Das Fernsehen und die Künste, München (Fink) 1994 (mit Prisca Prugger)
  • Spiel mit offenen Karten. Eric Rohmers moralische Erzählung Ma nuit chze Maud. (in: Thomas Koebner /Hrsg.): Autorenfilme. Elf Werkanalysen, Münster 1990
  • Lexikonbeiträge zu Reclams Filmklassiker, Stuttgart (Reclam) 1995, 2006 und Lexikon des gesamten Buchwesens, Stuttgart (Hirsemann) 1984 ff.
  • Die Literatur der DDR. Ein Nachruf? In: Universitas, Zeitschrift für interdisziplinäre Wissenschaft, 45. Jg, Nr. 8, August 1990
  • Hollywood, Nine Eleven und die Wissenschaft. Marburg 2007
  • Chefredakteur der Zeitschrift AugenBlick von 1985 bis 2007.

Zum Thema Vietnam, Indochina und Dritte Welt:

  • Peter Weiss und die Dritte Welt. In: Peter Weiss. Leben und Werk (deutsch und schwedisch), Frankfurt/Main (Suhrkamp) 1991
  • Von Jean Hougron zu Scholl-Latour. In: Thomas Koebner und Gerhart Pickerodt (Hrsg.): Die andere Welt. Studien zum Exotismus, Frankfurt/Main (Athenäum) 1987
  • Frankreichs Kolonialkriege. In: Kristine von Soden (Hrsg.): Simone de Beauvoir. Zeitmontage, Berlin 1989
  • Land der Reisfelder. Vietnam, Laos und Kambodscha. Geschichte und Gegenwart., Hamburg (Argument) 2013
  • Redakteur der Zeitschrift Viet Nam Kurier seit 1992
  • Brennpunkt Vietnam. Reportagen, Begegnungen, Reflexionen., Hamburg (Argument) 2017

(als Übersetzer):

  • Che Lan Vien: Gedichte. Zweisprachige Ausgabe vietnamesisch-deutsch. Übersetzt und eingeleitet von Günter Giesenfeld, Düsseldorf und Hanoi 1994, 2002
  • Nguyen Dinh Thi: Gedichte. Zweisprachige Ausgabe vietnamesisch-deutsch. Übersetzt und eingeleitet von Günter Giesenfeld. Düsseldorf und Hanoi 2006
  • Nguyen Huy Thiep: Der pensionierte General. Erzählungen. Übersetzt von Günter Giesenfeld und Marianne Ngo (mit Ngo Khac Tri, Tran Van Cung, Luise Gutmann). Mit einem Nachwort von Günter Giesenfeld, Halle (Mitteldeutscher Verlag) 2009, ISBN 978-3-89812-633-5.
  • Le Minh Khue: Kleine Tragödien. Erzählungen. Übersetzt von Günter Giesenfeld und Marianne Ngo (mit Ngo Khac Tri, Tran Van Cung, Luise Gutmann). Mit einem Nachwort von Günter Giesenfeld, Halle (Mitteldeutscher Verlag), 2011, ISBN 978-3-89812-796-7.
  • Bao Ninh: Die Leiden des Krieges. Roman. Übersetzt von Günter Giesenfeld, Marianne Ngo und Nguyen Ngoc Tan. Nachwort von Günter Giesenfeld, Halle (Mitteldeutscher Verlag), 2014, ISBN 978-3-95462-339-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. kataloge.uni-hamburg.de
  2. fg-vietnam.de, abgerufen am 29. Januar 2014.