Gadenstedt

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Gadenstedt
Gemeinde Ilsede
Wappen von Gadenstedt
Koordinaten: 52° 14′ 48″ N, 10° 13′ 6″ O
Höhe: 85 (85–97) m ü. NHN
Einwohner: 2384 (1. Jul. 2015)[1]
Eingemeindung: 1. Februar 1971
Eingemeindet nach: Lahstedt
Postleitzahl: 31246
Vorwahl: 05172
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Lage von Gadenstedt in Ilsede

Gadenstedt ist ein Ortsteil der Gemeinde Ilsede im Landkreis Peine (Niedersachsen).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Keramikfunde deuten schon auf eine Besiedlung des Dorfes Gadenstedt in vorrömischer Eisenzeit (700 v. Chr.) hin.

Urkundlich erwähnt wurde Gadenstedt erstmals im Jahr 822. Bei dem Dokument handelt es sich um eine Schenkungsurkunde, mittels derer das Junkersdorf „Gudianstede“ vom Edelhofbesitzer Osdac dem Kloster Corvey übereignet wird. Das Dorf ist der Stammsitz der Familie von Gadenstedt, eines Adelsgeschlechts aus dem 12. Jahrhundert (früher dem Stand des Uradels angehörend). Der Name leitet sich aus dem althochdeutschen „von Goddenstede“ (= von guter Stätte) ab. Das Rittergut lässt sich ab dem Jahr 1126 nachweisen.

Anfang des 17. Jahrhunderts fanden in Gadenstedt eine Reihe Hexenprozesse statt.[2]

Am 1. Februar 1971 wurde Gadenstedt gemeinsam mit den bis dahin selbstständigen Gemeinden Adenstedt, Groß Lafferde, Münstedt und Oberg zur Gemeinde Lahstedt zusammengefasst.[3]

Am 10. Juli 2014 beschlossen die Mitglieder des Gemeinderates den Zusammenschluss der Gemeinden Lahstedt und Ilsede. Die Fusion der Gemeinden wurde zum 1. Januar 2015 umgesetzt.[4]

Luftaufnahme von Gadenstedt mit St.-Andreas-Kirche

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Vorsitzende des Ortsrats Gadenstedt ist Jürgen Heuer (SPD).[5]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen des Dorfes (gelbes Feld mit schwarzem Balken mit einem Wagenrad in der Mitte) ähnelt dem der Familie (Wappen ohne Rad).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Auf dem Gelände des Rittergutes Gadenstedt errichtete Wilhelm von Gadenstedt 1838 das Herrenhaus als rechtwinklige Fachwerkanlage.[6]
  • Die St.-Andreas-Kirche wurde vermutlich Ende des 12. Jahrhunderts erbaut. Der Turm mit den 1,30 m-starken Wänden könnte als Wehr- und Fluchtturm gedient haben.[7]
  • Seit 1970 ist der Bolzberg bei Gadenstedt Landschaftsschutzgebiet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Gadenstedt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Einwohnerzahlen in der Gemeinde Ilsede (Memento des Originals vom 3. Februar 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.gemeinde-ilsede.de
  2. Joachim Lehrmann: ''Hexen- und Dämonenglaube im Lande Braunschweig. Die Geschichte einer Verfolgung unter regionalem Aspekt''. 2. Auflage (432 S.). Lehrte 2009, ISBN 978-3-9803642-8-7, S. 184–188
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 216.
  4. In 120 Sekunden wurde die Fusion beschlossen. Peiner Allgemeine Zeitung, abgerufen am 21. Dezember 2014
  5. Ratsinfo Lahstedt@1@2Vorlage:Toter Link/info.lahstedt.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  6. Der Gadenstedter: Das Rittergut
  7. kirche-gadenstedt.de/