Gaetano Bresci

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Gaetano Bresci

Gaetano Bresci (* 11. November 1869 in Coiano (Ortsteil von Prato); † 22. Mai 1901 auf der Insel Santo Stefano) war der Attentäter des italienischen Königs Umberto I.

Lebenslauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gaetano Bresci wurde 1869 in der Toskana geboren und emigrierte später in die USA. Er fand in Paterson, New Jersey eine Stelle als Weber. Kurz darauf heiratete er und seine Frau bekam ein Kind. Bald hatte er auch erste Kontakte zu einer Gruppe italienischer Anarchisten. Er schloss sich dieser Gruppe an und wurde später einer der Mitherausgeber der italienischen Anarchismus-Zeitschrift La Questione Sociale. Seinen Lohn von 15 US-Dollar verwendete er auch zur Unterstützung der Zeitung.

Im Jahre 1898 kam es zu Demonstrationen in Italien, nachdem die Weizenpreise gestiegen waren. Bei einer Demonstration in Mailand ließ General Bava-Beccaris das Feuer auf die unbewaffneten Demonstranten eröffnen, als diese auf den königlichen Palast zusteuerten.[1] Hierbei gab es zwischen 82 (offizielle Schätzung) und 300 (Schätzung der Demonstranten) Tote. König Umberto I. zeichnete den General später für seine Tapferkeit aus und dankte ihm für seine „mutige Verteidigung“ des königlichen Palastes.[2]

Carrara, Denkmal für Gaetano Bresci

Dies nannte Bresci als Grund für das Attentat auf den König. Er verlangte die 150 US-Dollar zurück, die er seiner Zeitung bis dahin zur Verfügung gestellt hatte und reiste nach Italien. Bei einem Besuch des Königs in Monza am 29. Juli 1900 schoss Bresci insgesamt dreimal auf den König;[3] dieser starb kurz darauf. Nach der Tat wurde Bresci verhaftet und vor Gericht gestellt. Am 29. August 1900 wurde er zu schwerer Zwangsarbeit im Gefängnis auf der Insel Santo Stefano verurteilt. Dort wurde er am 22. Mai 1901 tot in seiner Zelle gefunden. Es gab und gibt auch die Theorie, er habe nicht Suizid begangen, sondern sei von den Wachen getötet worden.

Kurz nach Brescis Verhaftung äußerte Leon Czolgosz, der Attentäter auf den Präsidenten der Vereinigten Staaten William McKinley, er sei durch die Tat von Bresci inspiriert worden.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Colpo al Cuoro – der plötzliche Tod eines Herrschers Italien 2011, Dokumentarfilm von Teleimagini, 53 Min

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gaetano Bresci – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Adolphus William Ward, George Walter Prothero, Stanley Leathes (Hrsg.): Riots at Milan. In: The Cambridge Modern History, Vol. XII, The Latest Age. University Press, Cambridge 1910, S. 220.
  2. Fiorenzo Bava-Beccaris auf den Webseiten des italienischen Senats, abgerufen am 27. August 2016
  3. die Mehrzahl der Zeugen äußerte, drei Schüsse gehört zu haben. Gianni Oliva: I Savoia: novecento anni di una dinastia. Mondadori, Mailand 1998, S. 434.