Gammelsbach (Neckar)

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Gammelsbach
Daten
Gewässerkennzahl DE: 238952
Lage Odenwald

Hessen

Baden-Württemberg

Flusssystem Rhein
Abfluss über Neckar → Rhein → Nordsee
Quelle am Südrand von Beerfelden
49° 33′ 37″ N, 8° 58′ 30″ O
Quellhöhe über 410 m[1]
Mündung westlich von Eberbach von rechts und Norden in den NeckarKoordinaten: 49° 27′ 41″ N, 8° 57′ 48″ O
49° 27′ 41″ N, 8° 57′ 48″ O
Mündungshöhe 121,7 m ü. NN[2]
Höhenunterschied 288,3 m
Länge 12,8 km[3]
Einzugsgebiet 33,18 km²[3]

Der Gammelsbach ist ein etwa 13 km langer Bach im Odenwald, der westlich von Eberbach von rechts und Norden in den Neckar mündet.

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gammelsbach entspringt im südhessischen Odenwaldkreises nach den Sportplätzen am Südrand von Beerfelden am Rande der Straße Seewiese. Der Bach fließt in sehr beständig südlicher Richtung. Schon weniger als einen halben Kilometer nach seiner Quelle beginnt sein oft bis an den Auenrand herunter bewaldetes, steil zwischen der Hirschhorner Höhe im Westen und der Sensbacher Höhe im Osten eingegrabenes Tal, in dem ihn die B 45 bis zu seiner Mündung begleitet. Etwa zwei Kilometer unterhalb der Quelle setzt der Siedlungsbereich der Gemeinde Gammelsbach ein, der sich fast vier Kilometer lang als meist schmales und teilweise unterbrochenes Band dem Bach entlang zieht; in diesem Bereich sind die unteren Hänge und größeren Seitentäler oft waldfrei. Etwa siebeneinhalb Kilometer nach der Quelle quert der Gammelsbach die Landesgrenze nach Baden-Württemberg, wonach zunächst das ganze Tal ganz bewaldet ist, ehe sich die Aue wieder schmal öffnet. Auf dem letzten Kilometer ziehen im bis zuletzt eng bleibenden Tal die länglichen Gebäude eines Chemiebetriebes neben dem Bachlauf nach Süden. Dann mündet der Gammelsbach, etwa einen Kilometer westlich des Stadtrandes von Eberbach und unterhalb des großen nördlichen Neckarbogens dort, von rechts in den hier schon wieder südwestlich fließenden Neckar.

Der Lauf zieht durch die Gemarkungen Beerfelden und Gammelsbach der Stadt Oberzent im südhessischen Odenwaldkreis sowie durch das Stadtgebiet von Eberbach im baden-württembergischen Rhein-Neckar-Kreis. Rechts und westlich des Unterlaufs hat daneben der Oberzent-Stadtteil Rothenberg Anteil am rechten Talhang und den Nebentälern auf dieser Seite.

Einzugsgebiet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Einzugsgebiet umfasst etwa 33,2 km². Es hat ungefähr die Gestalt eines nord-südlich orientierten Langrechtecks mit auf die östliche Südseite aufgesetzter südlicher Nase. Von Nord nach Süd streckt es sich knapp 11,5 km lang, während es senkrecht dazu überall unter 4,5 km Breite bleibt. Der Bach kommt der Mündung zu der östlichen Wasserscheide talabwärts relativ immer näher. Die größte Höhe im Einzugsgebiet liegt im Norden an seiner Ostgrenze auf einer namenlosen Erhebung der nördlichen Sensbacher Höhe nahe der Passstraße von Beerfelden nach Ober-Sensbach, die 557,8 m ü. NN erreicht. Viel weiter im Süden wird auf demselben Höhenrücken mit 551,5 m ü. NN auf der Hohen Warte noch einmal fast diese Höhenkoordinate erreicht. Die westliche Wasserscheide auf der Kammlinie der Hirschhorner Höhe liegt überall unter 500 m ü. NN.

Nördlich der Quelle bei Beerfelden schließt das Einzugsgebiet der Mümling an, jenseits des nördlichen Teils der östlichen Wasserscheide entwässert der Sensbach zur Itter, die danach über kleinere Zuflüsse jenseits des südlichen Teils konkurriert, ehe ganz im Süden das unmittelbare Einzugsgebiet des sie aufnehmenden Neckars anschließt. Im Westen fließt der dem Gammelsbach fast parallele Finkenbach über den kurzen Laxbach zum Neckar unterhalb des Gammelsbach-Zuflusses.

Zuflüsse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von der Quelle zur Mündung. Auswahl. Längen nach dem Flussgewässer-Layer des Geodatenviewers oder abgemessen auf seiner Hintergrundkarte oder der des Hessenviewers. Siehe bei den Weblinks.

  • (Bach aus dem Steingrund), von links im nördlichsten Gammelsbach, ca. 0,6 km.
  • (Zufluss), von links gegenüber dem Freudenberg, ca. 0,4 km.
  • Sommerbach, von rechts zwischen dem Sommerberg und dem Schlossbuckel von Gammelsbach, 1,5 km.
  • (Zulauf aus dem Schweizersgrund), von links nach dem Sporn der Burgruine Freienstein, ca. 0,7 km.
  • Oberer Erbsenbach[4], von links.
  • Unterer Erbsenbach[4], von links im südlichsten Dorf, ca. 0,4 km.
  • (Zufluss), von links durch den Caravanplatz südlich von Gammelsbach, ca. 0,3 km.
  • Erbsenbach aus dem Rautal[5], von rechts kurz nach der Landesgrenze, 1,3 km.
  • Klemernsbach vom Klemmertsbrunnen[6], von rechts, 2,2 km. Entspringt dem Klemmertsbrunnen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Höhenlinienbild auf dem Geodatenviewer. Siehe bei den Weblinks.
  2. Stauhöhe des Neckars zwischen der Staustufe Rockenau oberhalb und der Staustufe Hirschhorn unterhalb (Blaue Beschriftung im Fluss an den Staustufen auf dem Geodatenviewer).
  3. a b Geodatenviewer des Landesamtes für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg (Hinweise)
  4. a b Gewässername aus Straßennamen erschlossen.
  5. Gewässername nach Flussgewässerlayer des Geodatenviewers, dessen Hintergrundkarte ihn ebenso wie der Hessenviewer mit Rautal blau beschriftet. Eines seiner Obertäler heißt auf ihr Erbsengrund, eine Lichtung weiter talab Rautalwiese.
  6. Gewässername Bach vom Clementsbrunnen nach der Hintergrundkarte des Geodatenviewers, dessen Fließgewässerlayer nennt ihn Klemernsbach, der Hessenviewer beschriftet ihn am dort allein dargestellten hessischen Oberlauf mit Bach von (!) Clementsbrunnen, während der auf hessischem Gebiet liegende Quellbrunnen einheitlich Klemmertsbrunnen genannt wird. Deshalb hier nur mit Hilfsbezeichnung (unkursiviert) aufgeführt und nicht mit vorgeblichem Namen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]