Garagoumsa

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Landgemeinde Garagoumsa
Landgemeinde Garagoumsa (Niger)
Landgemeinde Garagoumsa
Landgemeinde Garagoumsa
Koordinaten 13° 41′ N, 8° 32′ O13.6797222222228.5297222222222Koordinaten: 13° 41′ N, 8° 32′ O
Basisdaten
Staat Niger

Region

Zinder
Departement Takeita
Einwohner 62.220 (2010)

Garagoumsa ist eine Landgemeinde im Departement Takeita in Niger.

Geographie[Bearbeiten]

Garagoumsa liegt in der Sahelzone. Die Nachbargemeinden sind Ourafane im Norden, Tirmini im Osten, Ichirnawa im Südosten, Kantché im Süden, Korgom im Südwesten und Maïjirgui im Westen. Das Gemeindegebiet ist in 44 administrative Dörfer, zwei traditionelle Dörfer, 28 Weiler und ein Lager gegliedert.[1] Der Hauptort der Landgemeinde ist das administrative Dorf Takeita (auch: Takeïta, Takieta, Takiéta).[2]

Die 6720 Hektar große Forêt classée de Takeita und die 1840 Hektar große Forêt classée de Kongome sind zwei unter Naturschutz stehende Waldgebiete im Gemeindegebiet von Garagoumsa. Die Unterschutzstellung des ersten erfolgte 1950, die des zweiten 1952.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

In Takeita wurde 1988 ein Verwaltungsposten (poste administratif) eingerichtet, eine von einem chef de poste administratif geleitete untere Verwaltungseinheit.[4] Die Landgemeinde Garagoumsa ging 2002 im Zuge einer landesweiten Verwaltungsreform aus dem Kanton Garagoumsa hervor. Der Verwaltungsposten von Takeita wurde 2011 aus dem Departement Mirriah herausgelöst und zum Departement Takeita erhoben.[5]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bei der Volkszählung 2001 hatte Garagoumsa 45.828 Einwohner. Für das Jahr 2010 wurden 62.220 Einwohner berechnet.[6] In Garagoumsa leben Angehörige der vor allem Agropastoralismus betreibenden Tuareg-Untergruppen Mikitan und Tafazarak.[7]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Garagoumsa liegt an der Nationalstraße 1, die den Ort mit der Regionalhauptstadt Zinder verbindet, und an der zur Staatsgrenze mit Nigeria führenden Nationalstraße 10.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Répertoire National des Communes (RENACOM). Website des Institut National de la Statistique, abgerufen am 22. Januar 2011.
  2. Republik Niger: Loi n° 2002-014 du 11 JUIN 2002 portant création des communes et fixant le nom de leurs chefs-lieux (Online-Version; PDF; 108 kB).
  3. Données disponibles pour chaque forêt classée. Website der Direction de l’Environnement, Ministère de l’Hydraulique, de l’Environnement et de la Lutte Contre la Désertification, abgerufen am 25. Februar 2012.
  4.  Frédéric Giraut: Retour du refoulé et effet chef-lieu. Analyse d’une refonte politico-administrative virtuelle au Niger. PRODIG, Paris 1999, ISBN 2-901560-38-5, S. 35 (PDF-Datei, abgerufen am 17. August 2013).
  5.  Une nouvelle loi sur le redécoupage administratif. In: L’Arbre à Palabres. Nr. 13, 11. August 2011, S. 2 (PDF-Datei, abgerufen am 28. Januar 2014).
  6. Institut Nationale de la Statistique du Niger (Hrsg.): Annuaire statistique des cinquante ans d’indépendance du Niger. Niamey 2010 (Online-Version; PDF; 3,1 MB), S. 57.
  7. Ministère de l’élevage et des industries animales / République du Niger (Hrsg.): La mobilité pastorale dans la Région de Zinder. Stratégies et dynamisme des sociétés pastorales. Niamey 2009 (Online-Version; PDF; 11,3 MB), S. 32.