Gebi Mair

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Gebi Mair 2022

Gebhard „Gebi“ Mair (* 15. Jänner 1984 in Fulpmes) ist ein österreichischer Politiker der Grünen. Seit 2008 ist er Abgeordneter im Tiroler Landtag, seit Juni 2013 ist er Klubobmann der Tiroler Grünen. Er ist, gemeinsam mit Petra Wohlfahrtstätter, grüner Spitzenkandidat der Landtagswahl in Tirol 2022.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mair leistete nach dem Besuch des Bischöflichen Gymnasiums Paulinum in Schwaz seinen Gedenkdienst in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme in Hamburg-Neuengamme ab. 2010 schloss er das Studium der Politikwissenschaft an der Universität Innsbruck ab. Im Juli 2021 wurde Mair bei einem Kletterunfall schwer verletzt.[1]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 2006 bis 2008 war er Gemeinderat der Landeshauptstadt Innsbruck.

Seit 2008 ist Mair Abgeordneter des Tiroler Landtags. Dort hat der Innsbrucker zahlreiche Skandale aufgedeckt und gilt als scharfer Kritiker der Landesregierung unter ÖVP-Landeshauptmann Günther Platter. Unter anderem ging es bei den Auseinandersetzungen um fragwürdige akademische Abschlüsse an der Haller Privatuniversität UMIT[2] und um die Privatisierung des Tiroler Rettungswesens[3].

Seit dem 24. Mai 2013 ist Gebi Mair Klubobmann der Grünen im Tiroler Landtag.[4]

Gemeinsam mit Petra Wohlfahrtstätter gewann er im Juni 2022 das Rennen um die Parteispitze der Tiroler Grünen. Er wird grüner Spitzenkandidat der Landtagswahl in Tirol 2022.[5]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine Vorwürfe gegen die Agentur P8 Hofherr musste Mair im Rahmen eines gerichtlichen Vergleichs, in dem er die Klage gegen ihn „vollinhaltlich anerkannte“, zurückziehen und von seiner Homepage löschen.[6]

Im Februar 2019 schrieb Mair im Zusammenhang mit der Karfreitags-Debatte: „Am Karfreitag um 15 Uhr ist Jesus am Kreuz vor Lachen gestorben“.[7] Dies wurde als Verletzung religiöser Gefühle sowohl von ÖVP als auch FPÖ scharf kritisiert.[8] Wegen des Verdachts der Herabwürdigung religiöser Lehren brachte Stadtrat Rudi Federspiel (FPÖ) im März eine Anzeige gegen Mair bei der Staatsanwaltschaft Innsbruck ein.[9]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Grünen-Klubchef Mair nach Kletterunfall erfolgreich operiert, tt.com, 27. Juli 2021, abgerufen am 11. Juni 2022
  2. Markus Gassler: Gebi Mair fordert Rücktritt von Tilg - neue Arbeitsgruppe. In: Kronen Zeitung. 29. Oktober 2010
  3. Kritik der Grünen an Mehrkosten für Tiroler Rettungswesen. In: Tiroler Tageszeitung. 25. Mai 2012
  4. Klubobleute der im Tiroler Landtag vertretenen Fraktionen, 28. Mai 2013
  5. "Eine Art Tiroler Peter Pilz": Gebi Mair ganz oben angekommen, tt.com, 11. Juni 2022, abgerufen am 11. Juni 2022
  6. Klage Georg Hofherr gegen Gebi Mair endete mit Vergleich. In: Tiroler Tageszeitung. 25. Juni 2012
  7. Aufregung um Karfreitags-Sager von Gebi Mair. In: diepresse.at. 20. Februar 2019, abgerufen am 18. März 2019.
  8. Aufregung um "Jesus-Sager" von Grünen-Politiker. In: OÖ Nachrichten. 20. Februar 2019, abgerufen am 18. März 2019.
  9. Larch Anja: Grünen-Klubobmann Gebi Mair von FPÖ wegen „Jesus-Sager“ angezeigt. In: Tiroler Tageszeitung. 18. März 2019, abgerufen am 18. März 2019.