Genu recurvatum

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Klassifikation nach ICD-10
Q68.2 Angeborene Deformität des Knies Inkl.: Angeboren: Genu recurvatum Kniegelenkluxation
M21.8 Sonstige näher bezeichnete erworbene Deformitäten der Extremitäten
ICD-10 online (WHO-Version 2019)
Genu recurvatum vorzeitiger Teilverschluss der Wachstumsfuge, 15 Jahre alt, männlich

Das Genu recurvatum ist ein abnorm überstreckbares Knie. Während gesunde Erwachsene das Knie normalerweise in der Neutral-Null-Methode bis in 0-Stellung strecken können, gilt bei Kindern eine Überstreckbarkeit bis 10° als physiologisch, ab 15° als krankhaft.

Zugrunde liegt entweder eine angeborene, durch Verletzungen oder durch Lähmungen (z. B. nach Poliomyelitis) verursachte abnorme Lockerheit des Band- und Kapselapparates (Hypermobilität), oder eine Fehlstellung des Tibiaplateaus mit Neigung nach vorne[1].

Als Folge der abnormen Stellung kann es zu Knieschmerz und vorzeitiger Abnutzung (Arthrose) kommen.

Mögliche Ursachen einer Fehlstellung:

Diagnose[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Diagnose ergibt sich bei der körperlichen Untersuchung, die Abklärung der Ursache erfolgt durch eine Röntgenaufnahme vorzugsweise belastet (im Stehen).

Differentialdiagnose[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Differential-diagnostisch abzugrenzen ist die Angeborene Knieluxation.

Therapie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Behandlung besteht aus Muskelkräftigung oder bei schwereren Veränderungen in einer operativen Achskorrektur.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • F. Hefti: Kinderorthopädie in der Praxis. Springer 1998, ISBN 3-540-61480-X
  • D. Fish, C. Costa: Genu Recurvatum: Identification of Three Distinct Mechanical Profiles. In: Journal of Pediatric Orthopedics 1998, Band 10, Seite 26

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. F. Hefti: Kinderorthopädie in der Praxis. Springer 1998, ISBN 3-540-61480-X
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