Georg Stanitzek

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Georg Stanitzek (* 27. November 1953 in Bensberg[1]) ist ein deutscher Allgemeiner Literaturwissenschaftler und Germanist. Er lehrt seit 2000 an der Universität Siegen.

Lebenslauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stanitzek studierte Germanistik, Geschichtswissenschaft und Philosophie an der Universität zu Köln und an der Universität Bielefeld bei den Professoren Karl Heinz Bohrer, Jürgen Frese, Reinhart Koselleck, Niklas Luhmann, Wilhelm Voßkamp. In Bielefeld wurde er 1986 mit einer Dissertation über „Blödigkeit“ im 18. Jahrhundert promoviert. 1996 habilitierte er sich mit einer Arbeit über den deutschen Gegenwarts­essay an der Universität zu Köln.[2]

Im Jahr 2000 wurde er zum Professor für Germanistik und Allgemeine Literaturwissenschaft (mit dem Schwerpunkt Medien- und Literaturtheorie) an der Universität Siegen ernannt. Dort war er von 2008 bis 2010 Dekan des Fachbereichs 3: „Sprach-, Literatur- und Medienwissenschaften“.[2] 2009 lehnte er einen Ruf an die Ruhr-Universität Bochum ab.[2]

Stanitzek ist seit 2004 Mitglied im Editorial Board der Zeitschrift Colloquy sowie seit 2006 Mitherausgeber der Reihe Siegen. Beiträge zur Literatur-, Sprach- und Medienwissenschaft.[2]

Forschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stanitzeks Forschungsgebiete umfassen vor allem die Begriffsgeschichte und Historische Semantik in der Tradition der Bielefelder Schule (wie vor allem bei Reinhart Koselleck). Insbesondere zur Sozialgeschichte der Literatur trug er mit Arbeiten zu einer Reihe von Sozialfiguren bei (Freund, Projektmacher, Genie, Autodidakt, Dilettant, Gebildeter, Philister, Bohémien). Einen weiteren Forschungsschwerpunkt bilden das Buch und seine Paratexte im medialen und historischen Vergleich. Besonders beachtet ist dabei seine Arbeit zum Filmvorspann.

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender. 18. Ausgabe (2001). Bd. 3, S. 3130.
  2. a b c d Kurzvita von Stanitzek auf der Webseite der Universität Siegen.