George Clinton (Kolonialgouverneur)

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George Clinton (* 1686 in England; † 10. Juli 1761 ebenda) war ein britischer Marineoffizier und von 1743 bis 1753 britischer Gouverneur der Provinz New York.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Geburtsort von George Clinton wird in den Quellen unterschiedlich angegeben. Einmal wird der Ort Stourton Parva in Lincolnshire und an anderer Stelle Oxfordshire als Geburtsort genannt. Er war Mitglied der Familie der Earl of Lincolns. Seit dem Jahr 1708 diente er in der britischen Marine. Durch den Einfluss seines Schwagers Thomas Pelham-Holles konnte er dort schnell aufsteigen. Bereits im Jahr 1716 erhielt er das Kapitänspatent. In den Jahren 1720 bis 1722 kommandierte er britische Schiffe in der Ostsee. Nach einer vierjährigen Pause wurde er 1726 im Mittelmeer eingesetzt, wo er unter anderem britischen Handelsschiffen Geleitschutz gewährte. Im Jahr 1732 wurde er zum Kommodore befördert. Im gleichen Jahr befehligte er einen britischen Schiffskonvoi in die britische Newfoundland Colony. Damals war er auch für kurze Zeit Kolonialgouverneur dieser Kolonie.

In den weiteren 1730er Jahren war George Clinton in verschiedenen europäischen Gewässern eingesetzt. 1737 wurde er Befehlshaber der britischen Mittelmeerflotte. Um 1740 geriet er in finanzielle Schwierigkeiten. Da half ihm erneut sein Schwager indem er ihm die Stelle des Kolonialgouverneurs der Provinz New York verschaffte. Obwohl die Ernennung bereits 1741 erfolgte, kam Clinton aber erst im September 1743 dort an. Dieses Amt sollte er bis 1753 bekleiden. In dieser Zeit stieg er in der Marine bis zum Admiral auf. In New York stütze sich der neue Gouverneur zunächst auf James De Lancey, den Obersten Richter der Kolonie. Im Jahr 1746 entbrannte ein politischer Streit in der Kolonie. Dabei ging es um einen von London angeordneten Feldzug gegen das französische Kanada. Der Gouverneur wollte die Anweisungen ausführen stieß aber auf den Widerstand vieler Kolonisten, vor allem der dortigen Kaufleute und der liberalen Partei. Dieser Opposition hatte sich inzwischen auch De Lancey angeschlossen, der ab 1746 nun ein entschiedener Gegner des Gouverneurs war. Das alles geschah vor dem Hintergrund des King George’s Wars. Nach dem Ende dieses Krieges gingen die innenpolitischen Auseinandersetzungen mit der von De Lancey angeführten Partei weiter. Im Oktober 1753 gab Gouverneur Clinton auf. Er wurde durch Danvers Osborn ersetzt.

Er kehrte nach England zurück und war ab 1754 bis zu seinem Tod im Jahr 1761 Mitglied des britischen Parlaments. Seit 1757 war er als Admiral of the Fleet auch Oberbefehlshaber der britischen Flotte. Auch dieses Amt bekleidete er bis zu seinem Tod am 10. Juli 1761. Sein Sohn Henry (1738–1795) war britischer General während des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]