William Cosby

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William Cosby

William Cosby (* 1690 in Stradbally Hall, im damaligen Queens County dem heutigen County Laois, Irland; † 10. März 1736 in New York City), war 1729 kommissarischer Kolonialgouverneur der British Leeward Islands in der Karibik und von 1732 bis 1736 britischer Gouverneur der Provinz New York und von New Jersey.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1709 diente William Cosby im britischen Militär, wo er im Lauf der Zeit verschiedenen Regimentern angehörte und im Jahr 1717 zum Oberst befördert wurde. Im Jahr 1718 wurde er mit seiner Einheit nach Menorca versetzt, wo er für kurze Zeit als Kolonialgouverneur diente. Im Jahr 1729 wurde er ebenfalls für kurze Zeit kommissarischer Gouverneur der britischen Leward Islands in der Karibik.

Am 13. Januar 1732 ernannte König Georg II. Cosby zum neuen Kolonialgouverneur der Provinz New York und von New Jersey. Wenig später erhielt Cosby vom König auch eine beträchtliche Landschenkung im späteren Herkimer County. Sein Landsitz wurde unter dem Namen Cosby's Manor bekannt. Bald nach dem Amtsantritt von Cosby kam es zu Spannungen zwischen ihm und Rip Van Dam, der bis dahin das Amt des Kolonialgouverneurs kommissarisch ausgeübt hatte. Cosby, dem es in seiner Kolonie zu liberal zuging, forderte Van Dam auf die Hälfte seiner Einkünfte aus seiner Zeit als kommissarischer Gouverneur zurückzuzahlen. Dessen Ablehnung führte zu einer Klage gegen Van Dam. Der Prozess wurde zu einem Politikum, bei dem sich liberale Kräfte und die Anhänger Cosbys gegenüberstanden. Den Vorsitz führte der Oberste Richter der Kolonie Lewis Morris (1671–1746), der für Van Dam war. Bei der Urteilsfindung wurde er aber überstimmt. Cosby gewann den Prozess. Wegen seiner abweichenden Haltung wurde Morris von Cosby seines Amtes als Oberster Richter enthoben. Gleichzeitig wurde Van Dam aus dem Regierungsrat (Council) entlassen, dem er 30 Jahre lang angehört hatte. Noch im gleichen Jahr gewann die liberale Partei die Wahlen zum kolonialen Parlament. Das war eine politische Niederlage Cosbys.

Cosby war konservativ eingestellt und widersetze sich liberalen Bewegungen in der Provinz New York. Wegen der Entlassung von Richter Morris steigerten sich die Spannungen weiter. In dem von John Peter Zenger herausgegeben New York Weekly Journal fand die Opposition gegen Cosby ein Sprachrohr. Dort veröffentlichte auch Van Dam einige Artikel gegen Cosby. Dieser ließ Zenger wegen dessen kritischen Berichterstattung verhaften und anklagen. Dabei sorgte Cosby für einen unfairen Prozess zu Ungunsten Zengers. Umso größer war die Überraschung, als Zenger von den Geschworenen freigesprochen wurde und einen Sieg für die Pressefreiheit feiern konnte. Das bedeutete gleichzeitig eine Niederlage Cosbys.

In New Jersey beschlagnahmte Cosby Land von einigen Kolonisten und vermachte es seinen royalistischen Verbündeten. Sowohl in New York als auch in New Jersey versuchte Cosby überhöhte Gehälter für seine politischen Verbündete durchzusetzen, was allerdings nur begrenzt gelang, da hierbei die lokalen Parlament eine Mitspracherecht hatten. William Cosby blieb bis zu seinem Tod am 10. März 1736 als Kolonialgouverneur von New York und New Jersey im Amt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]