Gerlind Reinshagen

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Gerlind Reinshagen (* 4. Mai 1926 in Königsberg, Ostpreußen) ist eine deutsche Schriftstellerin.

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Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gerlind Reinshagen legte 1944 in Halberstadt ihr Abitur ab und absolvierte anschließend eine Lehre als Apothekenhelferin. Von 1946 bis 1949 studierte sie Pharmazie an der Technischen Hochschule Braunschweig und übte anschließend verschiedene Tätigkeiten in Halle, Kiel, Halberstadt und Braunschweig aus. Von 1953 bis 1956 studierte sie an der Hochschule der Künste in Berlin, wo sie seit 1956 als freie Schriftstellerin lebt.

Gerlind Reinshagen begann ihre schriftstellerische Laufbahn mit dem Verfassen von Kinderbüchern und Hörspielen. Seit 1968 ist sie mit einer Reihe von gesellschaftskritischen Theaterstücken hervorgetreten, die von Regisseuren wie Claus Peymann inszeniert wurden. Seit 1981 veröffentlicht Reinshagen auch wieder erzählende Prosa.

Gerlind Reinshagen ist Mitglied des Verbands Deutscher Schriftsteller, des PEN-Zentrums Deutschland und der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste in Frankfurt am Main. Sie erhielt 1974 die Fördergabe des Schiller-Gedächtnispreises des Landes Baden-Württemberg, 1977 den Mülheimer Dramatikerpreis, 1982 die Ehrengabe des Andreas-Gryphius-Preises, 1988 die Roswitha-Medaille der Stadt Bad Gandersheim, 1993 den Ludwig-Mülheims-Preis für Religiöse Dramatik, 1999 den Niedersachsenpreis sowie 2008 den Deutschen Kritikerpreis.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Was alles so vom Himmel fällt, Stuttgart 1954
  • Kaugummi ade!, Berlin 1957
  • Zimperello oder Die Geschichte von Tin, Berlin 1965 (zusammen mit Ingrid Jörg)
  • Das Milchgericht, Wiesbaden 1968 (zusammen mit Karl-Heinz Meyer)
  • Leben und Tod der Marilyn Monroe, Frankfurt am Main 1970
  • Doppelkopf. Leben und Tod der Marilyn Monroe, Frankfurt am Main 1971
  • Himmel und Erde, Frankfurt am Main 1974
  • Sonntagskinder, Frankfurt am Main 1975
  • Das Frühlingsfest. Elsas Nachtbuch, Frankfurt am Main 1980
  • Eisenherz, Frankfurt am Main 1981
  • Rovinato oder Die Seele des Geschäfts, Frankfurt am Main 1981
  • Die flüchtige Braut, Frankfurt am Main 1984
  • Die Clownin, Frankfurt am Main 1985
  • Gesammelte Stücke, Frankfurt am Main 1986
  • Die Feuerblume, Frankfurt am Main 1987
  • Zwölf Nächte, Frankfurt am Main 1989
  • Drei Wünsche frei, Frankfurt am Main 1992
  • Jäger am Rand der Nacht, Frankfurt am Main 1993
  • Am großen Stern, Frankfurt am Main 1996
  • Die grüne Tür, Frankfurt am Main 1999
  • Göttergeschichte, Frankfurt am Main 2000
  • Joint Venture, Frankfurt am Main 2003
  • Vom Feuer, Frankfurt am Main 2006
  • Die Frau und die Stadt, Frankfurt am Main 2007
  • Nachts, Berlin 2011

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.), Deutsches Bühnen-Jahrbuch 2007, Verlag Bühnenschriften-Vertriebs-Gesellschaft mbH, Hamburg, 2007, Seite 866 ISSN 0070-4431
  • Jutta Kiencke-Wagner: Das Werk von Gerlind Reinshagen, Frankfurt am Main [u.a.] 1989
  • Madeleine Herzog: "Ich bin ... nicht ich", Bielefeld 1995
  • Nan Hussey: Fragmentation and wholeness in the novels of Luisa Josefina Hernandez and Gerlind Reinshagen, Seattle, Wash. 1999
  • Annette Bühler-Dietrich: Auf dem Weg zum Theater, Würzburg 2003
  • Hörnigk, Therese / Kraft, Helga: Eine Welt aus Sprache – Zum Werk von Gerlind Reinshagen. Eine kritische Anthologie, Theater der Zeit, Berlin 2007, ISBN 978-3-934344-70-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]