Gerlind Reinshagen

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Gerlind Reinshagen (* 4. Mai 1926 in Königsberg, Ostpreußen; † 8. Juni 2019 in Berlin[1]) war eine deutsche Schriftstellerin.[2]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gerlind Reinshagen legte 1944 in Halberstadt ihr Abitur ab und absolvierte anschließend eine Lehre als Apothekenhelferin. Von 1946 bis 1949 studierte sie Pharmazie an der Technischen Hochschule Braunschweig und übte anschließend verschiedene Tätigkeiten in Halle, Kiel, Halberstadt und Braunschweig aus. Von 1953 bis 1956 studierte sie an der Hochschule der Künste in Berlin, wo sie seit 1956 als freie Schriftstellerin lebte.

Gerlind Reinshagen begann ihre schriftstellerische Laufbahn mit dem Verfassen von Kinderbüchern und Hörspielen. Seit 1968 trat sie mit einer Reihe von gesellschaftskritischen Theaterstücken hervor, die von Regisseuren wie Claus Peymann inszeniert wurden. Seit 1981 veröffentlichte Reinshagen auch wieder erzählende Prosa.

Gerlind Reinshagen war Mitglied des Verbands Deutscher Schriftsteller, des PEN-Zentrums Deutschland und der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste in Frankfurt am Main. Sie erhielt 1974 die Fördergabe des Schiller-Gedächtnispreises des Landes Baden-Württemberg, 1977 den Mülheimer Dramatikerpreis, 1982 die Ehrengabe des Andreas-Gryphius-Preises, 1988 die Roswitha-Medaille der Stadt Bad Gandersheim, 1993 den Ludwig-Mülheims-Preis für Religiöse Dramatik, 1999 den Niedersachsenpreis sowie 2008 den Deutschen Kritikerpreis.

Im Juni 2019 starb sie im Alter von 93 Jahren.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verschiedenes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bühnenstücke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.), Deutsches Bühnen-Jahrbuch 2007, Verlag Bühnenschriften-Vertriebs-Gesellschaft mbH, Hamburg, 2007, Seite 866 ISSN 0070-4431
  • Jutta Kiencke-Wagner: Das Werk von Gerlind Reinshagen, Frankfurt am Main [u. a.] 1989
  • Madeleine Herzog: "Ich bin ... nicht ich", Bielefeld 1995
  • Nan Hussey: Fragmentation and wholeness in the novels of Luisa Josefina Hernandez and Gerlind Reinshagen, Seattle, Wash. 1999
  • Annette Bühler-Dietrich: Auf dem Weg zum Theater, Würzburg 2003
  • Hörnigk, Therese / Kraft, Helga: Eine Welt aus Sprache – Zum Werk von Gerlind Reinshagen. Eine kritische Anthologie, Theater der Zeit, Berlin 2007, ISBN 978-3-934344-70-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Helmut Böttiger: Sie arbeitete an einer Ästhetik der Gefühle . Nachruf in: Süddeutsche Zeitung, 11. Juni 2019. Abgerufen am 12. Juni 2019.
  2. Gerlind Reinshagen. In: Kürschners Deutscher Literatur-Kalender 2018/2019. Band II: P-Z. Walter de Gruyter, 2018, ISBN 978-3-11-057616-0, S. 754.
  3. Dorothea Dieckmann: Gerlind Reinshagen: „Den Atem anhalten“ – Eine Liebeserklärung an die Tradition, deutschlandfunk.de, 7. August 2018, abgerufen am 11. Juni 2019