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Geschichten aus dem Wienerwald (1979)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Film
Titel Geschichten aus dem Wienerwald
Produktionsland Bundesrepublik Deutschland, Österreich
Originalsprache Österreichisches Deutsch, Wienerisch
Erscheinungsjahr 1979
Länge 90 Minuten
Produktions­unternehmen Franz Seitz Filmproduktion
Stab
Regie Maximilian Schell
Drehbuch Christopher Hampton, Maximilian Schell
Produktion Maximilian Schell, Dagmar Hirtz, Bernd Eichinger
Musik Toni Stricker
Kamera Klaus König
Schnitt Dagmar Hirtz
Besetzung

Der Film Geschichten aus dem Wienerwald entstand 1979 unter der Regie von Maximilian Schell. Der Film basiert auf dem Theaterstück Geschichten aus dem Wiener Wald von Ödön von Horváth. Der Film ist eine deutsch-österreichische Gemeinschaftsproduktion der MFG-Film GmbH (München) und der Arabella-Film (Wien), in Zusammenarbeit mit der Solaris-Film (München) und dem Bayerischen Rundfunk.

Zu den ersten Filmbildern des Hauptdrehortes ist ein Zitat von Ödön von Horváth eingeblendet:

„Nichts gibt so sehr
das Gefühl der Unendlichkeit
als wie die Dummheit“

Marianne, die Tochter des „Zauberkönigs“ (Besitzer einer Puppenklinik in Wien), ist auf dessen Wunsch mit Oskar, einem Besitzer einer Fleischhauerei zusammen, den sie jedoch nicht wirklich liebt. Bei der Verlobung lernt sie Alfred, einen jungen Strizzi kennen, der aber nur an Frauen, Geld und Pferdewetten interessiert ist. Dieser hat sich eben von Valerie, einer älteren Trafikantin getrennt. Valerie bandelt währenddessen mit Erich an, dem deutschen Neffen des Zauberkönigs. Alfred schafft es, Marianne in sich verliebt zu machen, so dass sie ihr Eheversprechen mit Oskar bricht. Ihr Vater, dessen „Altersvorsorge“ Oskars Fleischhauerei gewesen wäre, verstößt Marianne daraufhin. Sie zieht zu Alfred und bekommt bald darauf ein Kind von ihm. Um von ihr, deren Anhänglichkeit ihm bald lästig wird, wieder freizukommen, bringt Alfred sie bei einer zwielichtigen „Tanzgruppe“ unter. Das Kind gibt sie zu Alfreds Mutter in die Wachau. Oskar liebt Marianne immer noch und möchte sie heiraten, doch er will das fremde Kind nicht aufnehmen.

Marianne landet im Maxim, einem berühmten Wiener Nachtclub, wo sie nackt in so genannten „Lebenden Bildern“ posieren muss. Ein reicher Gast (ein Mister, ein aus Amerika zurückgekehrter Wiener), der ihr Geld bietet, bezichtigt sie des Diebstahl seiner Geldbörse, als sie sein Angebot ablehnt. Der Zauberkönig erleidet einen Schlaganfall. Nach der Entlassung aus dem Gefängnis kehrt Marianne in ihr Elternhaus zurück. Ihr Vater, durch Vermittlung Valeries einsichtig geworden, verzeiht ihr; Oskar will Marianne – auch mit ihrem Kind – heiraten. Währenddessen kehrt Alfred zu Valerie zurück. Als alle gemeinsam in die Wachau zu Besuch zu Alfreds Mutter und Großmutter kommen, um Mariannes Kind abzuholen, erfahren sie, dass durch die Schuld der Großmutter das Kind gestorben ist. Gebrochen und kraftlos zieht Marianne als Oskars Braut davon.

„Bild-Ton-Kontraste und formale Brüche verfremden das Volksstück zu einer bösen, komischen, tragischen, zuweilen vordergründig kabarettistischen Revue morbider Verhältnisse am Vorabend der nationalsozialistischen Machtübernahme.“

1980 wurde der Film beim Deutschen Filmpreis mit dem Filmpreis in Silber ausgezeichnet.

Einzelnachweise

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  1. ↑ Geschichten aus dem Wienerwald. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 28. Januar 2017.