Kästorf (Gifhorn)

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Kästorf
Stadt Gifhorn
Ehemaliges Gemeindewappen von Kästorf
Koordinaten: 52° 31′ 10″ N, 10° 32′ 18″ O
Höhe: 57 (54–65) m
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 38518
Vorwahl: 05371
Kästorf (Niedersachsen)
Kästorf

Lage von Kästorf in Niedersachsen

Evangelische Kirche
Evangelische Kirche

Kästorf ist der nördlichste Ortsteil der niedersächsischen Stadt Gifhorn mit etwa 3000 Einwohnern. Der Ort hat die Form eines Straßendorfs, das sich entlang der 2,6 km langen Hauptstraße erstreckt.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet des Ortsteils Kästorf erstreckt sich im Übergangsbereich zwischen Harz und Heide im Norden von Gamsen und südlich von Wagenhoff. Die durch den Ort führende Hauptstraße entspricht dem früheren Streckenverlauf der B4.

Nachbarortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Benachbarte Ortsteile sind südlich Gamsen und die Kernstadt Gifhorns sowie westlich Wilsche. Nächstgelegene größere Städte sind im Osten Wolfsburg, im Süden Braunschweig und im Nordwesten Celle.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ehemals selbstständige Gemeinde Kästorf wurde im Zuge der niedersächsischen Gebietsreform am 1. März 1974 eingemeindet.[1]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Norden Kästorfs befindet sich die Diakonie Kästorf, ein Hilfsunternehmen, das sich in den Bereichen Altenpflege, Behindertenhilfe, Jugendhilfe und Wohnungslosenhilfe betätigt.[2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ortsrat Kästorf sind folgende Fraktionen vertreten:

Der Ortsrat besteht aus sieben Personen, dem der Ortsbürgermeister vorsteht. Dieses Gremium ist zu wichtigen, die Ortschaft betreffenden Angelegenheiten zu hören. Die endgültige Entscheidung über eine Maßnahme obliegt dem Rat der Stadt.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Entwurf des Wappens von Kästorf stammt vom Hauptstaatsarchiv Hannover und von dem in Isernhagen geborenen und später in Hannover lebenden Heraldiker und Wappenmaler Gustav Völker, der schon die Wappen von Großburgwedel, Mellendorf, Wunstorf und vielen anderen Ortschaften in der Region Hannover entworfen hat.[3] Das Wappen wurde am 24. Mai 1963 vom Gemeinderat beschlossen und die Genehmigung wurde am 4. Juli desselben Jahres durch den lüneburgischen Regierungspräsidenten erteilt.[4]

Wappen von Kästorf (Gifhorn)
Blasonierung: „In Rot ein schwebender goldener Bienenkorb über einem golbeschlagenen silbernen Horn.“
Wappenbegründung: Der abgebildete Bienenkorb symbolisiert den Fleiß. Das dargestellte Horn hat die Gemeinde Kästorf aus dem Wappen des Landkreises Gifhorn entlehnt. Die ehemals selbstständige Gemeinde wurde am 1. März 1974 in die Stadt Gifhorn eingegliedert.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zur Gemeinschaftspflege der einzelnen Ortsteile Gifhorns wurde ein sogenanntes "Vier-Dörfer-Treffen" eingerichtet.
  • Jährlich wird ein Maibaum aufgestellt.
  • Am Wochenende vor Himmelfahrt findet das Schützenfest statt, welches drei Tage dauert.
  • Im Herbst findet das Erntedankfest statt, welches mit einem Umzug mit Traktor und Wagen durch das Dorf führt.
  • Am ersten Advent wird ein Weihnachtsbaum im Ort aufgestellt.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Landkreis Gifhorn. Hrsg. von Niedersächsischen Landesverwaltungsamt. Bremen 1972. (Die Landkreise in Gifhorn, Bd. 26, ISBN 3-87172-327-4)
  • Wilhelm Warnecke: Geschichte unseres Dorfes Kästorf, Peine 1987

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kästorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 226.
  2. Selbstbeschreibung der Diakonie Kästorf
  3. Landkreis Hannover: Wappenbuch Landkreis Hannover. Im Selbstverlag des Autors veröffentlicht, Hannover 1985
  4. Arnold Rabbow: Braunschweigisches Wappenbuch - Mit Gandersheim, Gifhorn, Goslar, Helmstedt, Peine, Salzgitter, Wolfenbüttel und Wolfsburg. Verlag: Eckensberger & Co, Braunschweig 1977