Gilsa (Neuental)

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51.0129416666679.1911916666667205Koordinaten: 51° 0′ 47″ N, 9° 11′ 28″ O

Gilsa
Gemeinde Neuental
Höhe: 205 m ü. NN
Fläche: 4,15 km²
Einwohner: 350
Bevölkerungsdichte: 84 Einwohner je km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahl: 34599
Vorwahl: 06693

Gilsa ist ein Ortsteil der Gemeinde Neuental im Schwalm-Eder-Kreis in Hessen mit rund 350 Einwohnern. Der Ort liegt am Unterlauf des gleichnamigen Flusses.

Es gibt ein Landcafé und einen neu errichteten Spielplatz, der aus einer Elterninitiative hervorging. Direkt neben dem Spielplatz befindet sich das Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr Gilsa e.V. Ansonsten gibt es in Gilsa noch den Männergesangsverein, der bei besonderen kirchlichen Veranstaltungen singt. Etwas außerhalb des Dorfes gibt es einen Sportplatz mit Sporthaus und Geräteraum. Auf dem Sportplatz spielt die SG Gilsa-Jesberg regelmäßig.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1209 im Zusammenhang mit dem Petersstift Fritzlar und dem Namen Gilse"".[1] In den folgenden Jahrhunderten wandelte sich der Name immer wieder von Gylse (1253), Güsse (1445), Gylze (1456), Gylsa (1568), Gilis (um 1570), Gilsa (1575/85) und Gilsen (1575/85) zu dem heutigen Gilsa.[1]

Auf dem Gebiet von Gilsa befindet sich der Stammsitz des Adelsgeschlechts von und zu Gilsa. Dazu gehören der Oberhof, ein dreigeschossiger mittelalterlicher Steinbau, der im 18. Jahrhundert äußerlich vergotisiert wurde, und die Burg Gilsa, eine ehemalige Wasserburg an der Gilsa aus der Mitte des 15. Jahrhunderts. Die Wassergräben sind heute zugeschüttet.[2] Der Unterhof ist ein Fachwerk-Herrenhaus von etwa 1700.

In der unmittelbaren Nachbarschaft der Drei Höfe steht die Dorfkirche aus dem Jahr 1719, die bis heute unter dem Patronat der Herren von und zu Gilsa steht und im Jahr 2000 renoviert wurde.

Gilsa hatte einen Bahnhof an der am 2. Oktober 1911 in Betrieb genommenen Bahnstrecke Zimmersrode–Gemünden (Wohra), der „Kellerwaldbahn“. Am 28. Mai 1972 wurden der Personenverkehr auf der Gesamtstrecke und der Güterverkehr auf dem Abschnitt zwischen Zimmersrode und Gilserberg eingestellt.

Am 31. Dezember 1971 wurde die vorher eigenständige Gemeinde Gilsa in die neue Gemeinde Neuental eingegliedert.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatGilsa. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde (HLGL), Stand: 23. Juli 2012, abgerufen am 29. Oktober 2013.
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatBurg Gilsa. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde (HLGL), Stand: 27. März 2013, abgerufen am 29. Oktober 2013.
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 391.