Gino Clavuot

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Gino Clavuot bei einem Konzert

Gino Clavuot, alias Snook, Eigenschreibweise SNOOK (* 20. April 1985 in Scuol, Aussprache [ˌd͡ʒi:nɔ klɐˈvu̯ɔt]) ist ein Schweizer Rapper mit brasilianischen Wurzeln.

Snook arbeitet hauptsächlich auf Bündnerromanisch (Vallader) und Schweizer Deutsch, aber je nach Thema auch auf Englisch, Italienisch, Spanisch, Deutsch und in anderen westeuropäische Sprachen. Muttersprache und Herkunft sind für ihn wichtiges künstlerisches Thema.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gino Clavuot ist in Tarasp und Scuol im Schweizer Unterengadin aufgewachsen. Entsprechend den lokalen Gegebenheit zweisprachig auf romanisch und deutsch.

Gino Clavuot wohnt und arbeitet in Zürich. Aktuell studiert er Wirtschaftswissenschaften an der Universität Zürich. Ausgebildet zum Hotelier und Koch, arbeitet er als Food-Fotograf und Eventorganisator im Opernhaus Zürich.[2]

Künstlerische Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Erfahrungen mit Rap machte er 1999 am Gymnasium Ftan mit zwei jungen Rappern aus Lavin. Später entstand daraus die Gruppe Cammillionerz, die heute nicht mehr aktiv ist.[3][4][5]

Nach ersten Beteiligungen an fremden Produktionen produzierte Snook 2005 sein erstes eigenes Werk Widerstand.[6]

Die zweite Eigenproduktion Ufstand (Dialekt für Aufstand) erschien 2007.[6] Sie stand als Download gratis zur Verfügung und führte zu beachtlichen 20'000 Downloads.

2009 entstand das Grobkonzept zur dritten eigenen CD Rapquotient, neu mit Rezia als Sängerin, Dj Flamin Fingaz und dem Rapper Clerence, teilweise in Zusammenarbeit mit Liricas Analas, mit Andri aus der Gruppe Breitbild sowie Bandit aus der Gruppe Luut & Tüütli. Das Werk erschien schliesslich 2011.[6] Erstmals erschienen parallel zur CD Videoclips, nämlich zu den Songs Nomol So Kli (Dialekt für Noch einmal so klein)[7], Lang gsuacht (Dialekt für Lange gesucht)[8] und No fain festa (romanisch für Wir feiern)[9].

Auf der 2013 erschienenen CD Rich O Pover (romanisch für Reich oder arm) wirken die Bündner Andri, LIV, C-Beat, Jusht, Paco Raps und Simeon Tsoutsaios mit.

Gino Clavuot strebt in seinen Songs eine "positive Sozialkritik" an,[3] seine Texte wollen Optimismus verbreiten.[10] Musikalisch ist das Werk dem klassischen Hip-Hop zuzuordnen. Es soll für Unterhaltung sorgen, aber auch zum Nachdenken anregen. Snook strebt ein gemischtes Publikum an.

Bei Liveauftritten besteht die Gruppe aktuell aus Snook, Clerence, Rezia und Dj Flamin Fingaz (Stand 2014).

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2003: Spastä Flows
  • 2004: Kameleon
  • 2005: Widerstand
  • 2007: Ufstand
  • 2011: Rapquotient (Gleis Music)
  • 2013: Rich o pover (Gleis Music)
  • 2015: "Momento" (Alejandro Reyes, Snook, Make Plain & Anna)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Beitrag des Schweizer Fernsehens zum Thema "Wie Secondos das Rätoromanisch retten", 7. November 2013.
  2. Artikel der Südostschweiz vom 3. März 2013. (Memento vom 12. Januar 2014 im Internet Archive)
  3. a b Beitrag bei Radiotelevisiun Svizra Rumantscha vom 7. August 2008, aufgerufen am 12. Januar 2014.
  4. Biografie bei S1ZE Music, Fahrweid
  5. Website Cammillionerz, aufgerufen am 12. Januar 2014.
  6. a b c Informationen beim Label Gleis Music, aufgerufen am 19. Januar 2014.
  7. Nomol so kli bei YouTube, aufgerufen am 19. Januar 2014.
  8. Lang gsuacht bei YouTube, aufgerufen am 19. Januar 2014.
  9. No fain festa bei YouTube, aufgerufen am 19. Januar 2014.
  10. Darstellung von Snook im Zusammenhang mit der Schweizer Glückskette beim Schweizerischen Radio und Fernsehen, 25. November 2013.