Gisela Stang

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Gisela Stang (* 26. November 1969 in Hofheim am Taunus, Hessen) ist eine deutsche Politikerin (SPD) und derzeit Bürgermeisterin der Stadt Hofheim, seit 2009 stellvertretende Landesvorsitzende der SPD Hessen und seit 2001 Abgeordnete im Kreistag des Main-Taunus-Kreises.

Gisela Stang bei einem Empfang am Hofheimer Rathaus im Jahr 2015.
Gisela Stang (Mitte) bei einem Empfang am Hofheimer Rathaus im Jahr 2015.

Ausbildung und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gisela Stang wuchs in Hofheim am Taunus auf. Sie besuchte bis zur Mittleren Reife die Pestalozzi- und die Elisabethenschule in der Kreisstadt. An der Georg-Kerschensteiner-Schule in Bad Homburg legte sie im Jahr 1989 das Abitur mit Abschluss zur Mathematisch-Technischen Assistentin ab.

Es folgte ein Germanistik-Studium mit den Nebenfächern Soziologie und Politologie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, das Stang erfolgreich als Magistra abschloss. Direkt im Anschluss absolvierte sie an der Universität von Kapstadt (Südafrika) ein Aufbaustudium mit den Schwerpunkten Wirtschaft und Marketing.

Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland arbeitete Stang in der Kommunikationsabteilung einer deutschen Versicherung und im Anschluss als Projektleiterin für eine PR- und Marketingagentur in Frankfurt am Main. 1998 wurde sie persönliche Referentin der damaligen hessischen Ministerin für Wissenschaft und Kunst Christine Hohmann-Dennhardt.

Partei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stang ist seit 1997 Mitglied der SPD.

Nach dem Regierungswechsel in Hessen 1999 schied Stang aus dem Landesdienst aus und wurde hauptamtliche wissenschaftliche Mitarbeiterin der SPD-Stadtverordnetenfraktion der Landeshauptstadt Wiesbaden für die Bereiche Planung, Bau und Verkehr, Umwelt, Gesundheit und Bürgerbeteiligung.

Bei der Bürgermeisterwahl in Hofheim im Jahr 2001 setzte sie sich mit 50,1 % der gültigen Stimmen gegen ihren Mitbewerber Gerd Czunczeleit (CDU) durch. Sie wurde damit am 13. September 2001 mit 31 Jahren die damals jüngste Bürgermeisterin in Hessen. Des Weiteren ist sie seit dem Zweiten Weltkrieg das erste Stadtoberhaupt, das nicht der CDU angehört und die erste Frau überhaupt in diesem Amt. Im Jahr 2007 gelang ihr im ersten Wahlgang die Wiederwahl gegen zwei Mitbewerber mit 52,0 % der Stimmen. Auch 2013 kandidierte Stang für dieses Amt und wurde mit 54,5 % der gültigen Stimmen wiedergewählt.

Stang ist Sozialdezernentin und Kämmerin der Stadt Hofheim und hat in vielen sozialen Bereichen der Stadt Hofheim wichtige Strukturveränderungen vorgenommen. So wurde die außerschulische Betreuungsoffensive von ihr konzipiert und umgesetzt, die Öffnungszeiten der städtischen Kitas auf 17 Uhr verlängert, die Seniorenarbeit durch ehrenamtliche Netzwerkarbeit breiter aufgestellt und erstmals die Wahl eines Behindertenbeirats umgesetzt.

Seit 2001 ist Stang außerdem Abgeordnete im Kreistag des Main-Taunus-Kreises.

Im Jahre 2009 wurde sie mit 90,3 % der gültigen Stimmen zur stellvertretenden Landesvorsitzenden der SPD Hessen gewählt und 2011 in diesem Amt bestätigt.

Seit 2011 ist Stang, als ehrenamtliche Beigeordnete, Mitglied im Regionalvorstand des Regionalverbands FrankfurtRheinMain.

Landtagswahl 2018

Die SPD-Wahlkreisdelegiertenkonferenz des Wahlkreises 33 Main-Taunus West nominierte Stang im Februar 2018 einstimmig als Landtagskandidatin für die Landtagswahl in Hessen 2018. Der Inhaber des Mandates Axel Wintermeyer (CDU) war deutlicher Favorit und setzte sich auch bei der Wahl durch. Auf der Landesliste der SPD war sie auf Platz 26 aufgestellt. Aufgrund der massiven Verluste der SPD zog sie nicht in den Landtag ein. Bereits vorher hatte sie verkündet, sich nicht erneut als Bürgermeisterin der Stadt Hofheim zur Wahl zu stellen.[1] Auch nach der Wahl erklärte Stang, ein Rücktritt vom Rücktritt käme nicht in Frage.[2] Gemäß § 50 Absatz 3 der Hessischen Gemeindeordnung (HGO) ist ein Bürgermeister ab Vollendung des 50. Lebensjahrs (und mindestens achtjähriger Amtszeit) mit Ablauf der Amtszeit auf seinen Antrag in den Ruhestand zu versetzen, wobei sich die Versorgung dauerhaft um Versorgungsabschläge von bis zu 18 Prozent vermindert.

Positionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stang nennt als Ziele verbesserte Bedingungen im sozialen Bereich und in der Kinderbetreuung. Sie nennt die Sechs-Stunden-Gebührenfreiheit in den Kitas eine „billige Kopie unserer Forderung, Kommunen und Eltern umfassend zu entlasten“[3].

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. VRM GmbH & Co. KG: Hofheimer Bürgermeisterin Gisela Stang wird einstimmig als Landtagskandidatin nominiert. (wiesbadener-tagblatt.de [abgerufen am 19. März 2018]).
  2. Gisela Stang geht ohne Groll; Taunuszeitung vom 14. November 2018, S. 7
  3. VRM GmbH & Co. KG: Stang will in den Landtag. (hofheimer-zeitung.de [abgerufen am 19. März 2018]).