Goethemuseum (Stützerbach)

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Gundelachsches Haus

Das Goethemuseum Stützerbach in Stützerbach zwischen Ilmenau und Schleusingen ist im ehemaligen Haus des Glashüttenbesitzers Johann Niclaus Gundelach eingerichtet, bei dessen Enkel Gottlob († 1778) und Urenkel Johann Daniel Gundelach († 1811) Goethe zwischen 1776 und 1780 dreizehnmal zu Gast gewesen war.[1][2] Obwohl Goethe sich in Stützerbach insgesamt 13 mal von 1776 bis 1781 aufhielt, gibt es nur einen Eintrag in seinem Tagebuch vom 25. Juli 1776 auf den Namen Gundelach. "Früh der Herzog nach Frauw. u Schleusingen. Ich Nachmittags. nach Stüzzerbach mit Einsiedel. Nachts bey Gundlach".[3] Briefe Goethes an Gundelach haben sich wohl nicht erhalten. Auch Carl August (Sachsen-Weimar-Eisenach) logierte in ihm. Wahrscheinlich standen Goethes Besuche im Zusammenhang mit seinem Amt der Oberaufsicht des Bergbaues des Herzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach und mit der 1777 in Ilmenau beginnenden Porzellanproduktion. Gundelach entstammte einer Familie, welche bereits über mehrere Generationen mit dem Glasmacherhandwerk verbunden und auch Teilhaber der Glashütte Allzunah war.[4]

Das Gebäude ist zweistöckig mit einem schiefergedeckten hohen Mansarddach. Die späteren Besitzer sorgten für die Erhaltung des „Goethezimmers“ im alten Zustand. Seit 1962 ist es öffentliche Goethegedenkstätte. Das Museum macht mit Goethes naturwissenschaftlichen Studien, seinen Schreiben zu Bergwerksangelegenheiten in Ilmenau vertraut, zeigt Papiere mit Stützerbacher Wasserzeichen und gewährt Einblicke in die Geschichte der technischen Glas- und Papierherstellung.

Außer in diesem Stützerbacher Haus verkehrte Goethe in dem von Johann Elias Glaser.

Die Einrichtung bildet die Endstation des in Ilmenau beginnenden Goethewanderweg Ilmenau–Stützerbaches.

Weblinks[Bearbeiten]

Das Goethe-Museum Stützerbach

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Artikel im AugenBlick, Mitteilungsblatt des Freundeskreises des Goethe-Nationalmuseums e. V., Ausgabe 3/2001 (PDF; 261 kB)
  2. http://xn--kcher-jua.net/Stuetzerbach_prototyp/goethes_spuren/das_goethehaus/das_goethehaus.htm
  3. Johann Wolfgang Goethe Sämtliche Werke. Briefe und Tagebücher und Gespräche: Band 2 (29): Das erste Weimarer Jahrzehnt: Briefe, Tagebücher und Gespräche vom 7. November 1775 bis 2. September 1786, hrsg. von Hartmut Reinhardt, Frankfurt 1997, S. 55.
  4. http://www.wolfgang-faber.de/Glas/is01/is01_114.htm Stammbaum Gundelachs

50.63583333333310.867777777778Koordinaten: 50° 38′ 9″ N, 10° 52′ 4″ O