Schillerhaus (Bauerbach)

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Das Schillerhaus in Bauerbach, das dem Dichter Friedrich Schiller 1782–1783 als zeitweilige Unterkunft diente, beherbergt heute ein Literaturmuseum, das an diesen Aufenthalt erinnert.

Friedrich Schiller um 1781/82 vor seiner Flucht, gemalt von Philipp Friedrich Hetsch
Das Schillerhaus in Bauerbach

Nach Schillers Flucht aus Württemberg fand er auf dem Gutshof der Familie Wolzogen für ein halbes Jahr Unterschlupf. Die Familie hatte er durch einen Kameraden bei der Militärakademie Hohe Karlsschule in Stuttgart kennengelernt. Die Mutter dieses Kameraden, Henriette von Wolzogen, die im Gutshaus in Bauerbach wohnte und Gefallen an den literarischen Talenten des jungen Schiller fand, hatte ihm schon früher die Unterkunft im Fall einer Gefahr angeboten. In seiner Zeit in Bauerbach arbeitete Schiller an seinen Werken Kabale und Liebe und Don Karlos. Auch verliebte er sich hier unglücklich in die Tochter des Hauses, Charlotte von Wolzogen, was auch eine der Hauptursachen für seine überstürzte Abreise am 24. Juli 1783 war.

Im Jubiläumsjahr 2009, zu Schillers 250. Geburtstag, wurde das Haus wiedereröffnet, nachdem es für einige Zeit geschlossen war, weil die Gemeinde Bauerbach nicht die notwendigen Mittel für den Unterhalt aufbringen konnte.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heute sind neben dem Museum ein Wanderweg und ein Naturtheater nach Schiller benannt. Daneben ist noch der Gasthof Zum braunen Roß zu erwähnen, in dem noch das Ambiente aus Schillers Zeiten erhalten ist. Das Gasthaus wurde 1992 saniert und nebenan wurde eine Theaterscheune eingerichtet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Richard Elsner: Idylle in Bauerbach. Eine Schiller-Novelle, E. Sicker Verlagsbuchhandlung, Berlin, 1940

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schillerhaus (Bauerbach) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 50° 29′ 54″ N, 10° 23′ 22″ O