Gonten

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Gonten
Wappen von Gonten
Staat: Schweiz
Kanton: Appenzell Innerrhoden AI
Bezirk: (Ist gleichzeitig ein Bezirk)
BFS-Nr.: 3102i1f3f4
Postleitzahl: 9108
Koordinaten: 744223 / 243701Koordinaten: 47° 19′ 42″ N, 9° 20′ 48″ O; CH1903: 744223 / 243701
Höhe: 902 m ü. M.
Fläche: 24,7 km²
Einwohner: 1441 (31. Dezember 2014)[1]
Einwohnerdichte: 58 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne Bürgerrecht)
0,4 % (31. Dezember 2014)[2]
Website: www.gonten.ch
Gonten

Gonten

Karte
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Gonten ist eine politische Gemeinde (offiziell als Bezirk bezeichnet) im Kanton Appenzell Innerrhoden in der Ostschweiz.

Gonten Restaurant Krone

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Gonten kommt von «Gumbton» (12. Jahrhundert): «Wasserlache wegen des nahe gelegenen Torfmoors». Eine Gonte bezeichnet im Appenzeller Dialekt auch heute noch eine Pfütze. Der Bezirk Gonten entstand 1872 aus einem Zusammenschluss der Rhode Gonten mit den Halbrhoden Stechlenegg und Teilen von Rinkenbach. Gonten umfasst heute Jakobsbad bis Gontenbad sowie Rapisau. Die bekannteste Erhebung ist der Kronberg (1'662 m ü. M.).

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 31. Dezember 2014 zählte der Bezirk 1'439 Einwohner. 83,25 % waren römisch-katholisch, 10,08 % evangelisch-reformiert, 2,31 % gehörten einer anderen Religion oder christlichen Konfession an und 4,36 % machten keine Angabe oder waren konfessionslos. 120 Schüler besuchten die Primarschule und 30 Kinder den Kindergarten. [3]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die katholische Pfarrkirche St. Verena wurde 1863 in neugotischem Stil erbaut. Am linken Seitenaltar ist eine Madonnenstatue aus dem 17. Jahrhundert. In der Sakristei befindet sich ein Prozessionskreuz von 1595 mit einem um 1320 geschaffenen Kruzifix.

S’Rot Hus hat seinen Namen vom ehemals roten Anstrich. Es wurde im 18. Jahrhundert als vierstöckiges Bürgerhaus erbaut. In einer der Stuben befinden sich Wandmalereien.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wichtiger örtlicher Arbeitgeber ist die Mineralquelle Gontenbad, die unter anderem die Limonade Flauder abfüllt.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Gonten gibt es mehrere touristische Attraktionen, wie zum Beispiel die Kronberg-Bobbahn und den Seilpark, der seit dem 16. Juni 2007 eröffnet ist, den Golfplatz, die Luftseilbahn Kronberg, den 5 km langen Barfussweg von Jakobsbad nach Gontenbad, den Winterwanderweg, die Loipe, das Nordic Walking Center, das Naturmoorbad Gontenbad und die Skilifte Studen, Alpsteinblick und Lauftegg.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rainald Fischer: Die Kunstdenkmäler des Kantons Appenzell Innerrhoden. Das Innere Land: Gonten, Gontenbad. Birkhäuser AG, Basel 1984, ISBN 3-7643-1629-2. (= Die Kunstdenkmäler der Schweiz, Band 74.) S. 403–419, 491.
  • Rainald Fischer: Die Kunstdenkmäler des Kantons Appenzell Innerrhoden. Das Innere Land: Jacobsbad. S. 431–435.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter. In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 11. April 2016.
  2. Geschäftsbericht 2014 über die Staatsverwaltung und Rechtspflege an den Grossen Rat des Kantons Appenzell I.Rh. Standeskommission des Kantons Appenzell I.Rh., S. 125, abgerufen am 11. April 2016 (PDF; 2,3 MB).
  3. Gonten - Portrait - Zahlen. Bezirk Gonten, abgerufen am 07.11.2015.