Gottfried Richter (Maler)

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Gottfried Richter (* 26. Februar 1904 in Offenbach am Main; † 13. Mai 1968 in Berlin) war ein deutscher Maler und Grafiker.

Lebenslauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einer Lehre als Dekorationsmaler besuchte Richter ab 1920 die Kunstgewerbeschule Offenbach (heute Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main), Abbruch des Studiums nach 6 Semestern. Er unternahm zahlreiche Studienreisen ins Ausland, entdeckte für sich und seine Arbeit Paris, ermöglicht durch ein Stipendium der Stadt Offenbach im Jahr 1922, Südfrankreich, die französische Malerei. Auch in späteren Jahren setzte er seine Reisetätigkeit fort. 1926 beteiligte er sich erstmals an einer Ausstellung, als Mitglied der „Darmstädter Gruppe“, 1927 nahm er an der Sonderausstellung im „Bund Offenbacher Künstler“ teil. 1923 nahm ihn die Galerie Flechtheim & Kahnweiler in Frankfurt am Main unter Vertrag. 1928 nahm er an der Weltausstellung in Chicago teil.

Von 1930 bis 1934 wohnte Richter in Wien, bevor er nach Frankfurt zog, wo er bis 1939 blieb. 1939 erfolgte der Umzug nach Berlin, ein Jahr später wurde er als Soldat eingezogen. Fast die gesamten Kriegsjahre war er in Norwegen im Einsatz, wo er viel malte.

1946 kam er aus französischer Kriegsgefangenschaft nach Hause. Er blieb mit seiner Frau und dem Sohn Gottfried Uwe Richter, der ebenfalls Maler werden sollte, in West-Berlin. 1961 zog er nach Ost-Berlin, wo er 1968 starb.

Eintritt in die KPD vor dem Vereinigungsparteitag, dann SED, Mitglied des Verbands Bildender Künstler (VBK), später Austritt aus der SED.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thema seiner Arbeit waren insbesondere Landschaften, auch Stadtlandschaften, außerdem Porträt, Stillleben, Masken, Zirkusszenen. Charakteristisch für sein grafisches Werk sind Holzschnitte und vor allem, besonders ab den 50er Jahren, Siebdruck. Seit 1927 wurden Arbeiten von Gottfried Richter von öffentlichen Museen erworben. Werke befinden sich im Städel in Frankfurt am Main, in den Kunstsammlungen Chicago, im Landesmuseum Darmstadt, in den Staatlichen Kunstsammlungen Albertina in Wien, in der Kunsthalle Mannheim, in der Nationalgalerie Berlin, in der Galerie Moritzburg in Halle (Saale), in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Programmatisches Ölgemälde: „Wir sammeln uns“ von 1951, im Besitz der Nationalgalerie Berlin.

Wichtige Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1933 Wien, im eigenen Atelier;
  • 1948 Berlin (West), Archivarion, gemeinsam mit Gottfried Uwe Richter;
  • 1950 Frankfurt am Main, Kunsthandlung F.A.C. Prestel;
  • 1951 Berlin (DDR) Beteiligung an der Ausstellung „Künstler für den Frieden“;
  • 1952 Berlin (West), Galerie Franz;
  • 1955 Berlin (DDR), Galerie Franz, Unter den Linden, gemeinsam mit G.U. Richter;
  • 1964 Berlin, Galerie Moderne Kunst;
  • 1978 Leipzig, Haus der Wissenschaftler;
  • 1986 Berlin, Nationalgalerie, große Retrospektive