Grit Lemke

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Grit Lemke (* 1965 in Spremberg in der Niederlausitz) ist eine deutsche Autorin, Regisseurin und Kuratorin. Sie lebt in Berlin.[1]

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grit Lemke wurde 1965 in Spremberg geboren und wuchs in Hoyerswerda auf. Nach einer Baufacharbeiterlehre und Arbeit im Theater- und Kulturbereich studierte sie an der Universität Leipzig Kulturwissenschaft, Ethnologie und Literaturwissenschaft. Später promovierte sie als Stipendiatin der Hans-Böckler-Stiftung in Europäischer Ethnologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Aus der dafür geleisteten Feldforschung entstanden der Kurzfilm Künftig zünftig und das Buch Wir waren hier, wir waren dort. Zur Kulturgeschichte des modernen Gesellenwanderns. Seit 1991 arbeitete sie als freie Journalistin, Autorin und Kuratorin. Sie war als Filmkritikerin für die Tageszeitung junge Welt tätig. Von 1991 bis 2017 war sie in verschiedenen Funktionen für das Internationale Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm DOK Leipzig tätig, zuletzt als Leiterin des Filmprogramms.[2] Seit 1998 arbeitete sie auch für das FilmFestival Cottbus und leitet dort die deutsch-sorbische Sektion Heimat | Domownja | Domizna. Dem sorbischen Filmschaffen widmet sie sich in verschiedenen Projekten, u. a. einer Initiative zum sorbischen Filmerbe und dem jährlich stattfindenden Serbska filmowa zyma – Sorbischer Filmwinter. Sie kuratierte zahlreiche Filmreihen im In- und Ausland, u. a. bei DOK Leipzig, der Akademie der Künste Berlin, goEast Festival des mittel- und osteuropäischen Films Wiesbaden und für Goethe Institute und Festivals weltweit (u. a. Polen, China, Neuseeland, Russland, Frankreich, Großbritannien). An verschiedenen Hochschulen und Instituten hatte Lemke Lehraufträge für Visuelle Anthropologie, Dokumentarfilm sowie Kuratieren inne, wirkte als Mentorin und Tutorin in Trainingsprogrammen mit und arbeitet als Beraterin für Dramaturgie und Auswertungsstrategien. Daneben publizierte sie zum Dokumentarfilm, u. a. 2019 Unter hohen Himmeln. Das Universum Volker Koepp.[3] Nach der Mitarbeit an Dokumentarfilmen und -serien in verschiedenen Funktionen führte sie 2019 Regie in dem abendfüllenden Dokumentarfilm Gundermann Revier, der 2020 für den Grimme-Preis nominiert wurde.[4][5]

Gremienarbeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2016 ist Grit Lemke stellvertretendes Mitglied der BKM-Jury für Dokumentarfilm.[6] Seit 2019 arbeitet sie als Mitglied des Filmfestivalbeirats der Stadt Wien. Sie ist Mitgründerin der Initiative Festivalarbeit gerecht gestalten/Gruppe Festivalarbeit[7] in ver.di und von Łuzyca-Film. Sorbisch-deutsches Netzwerk Lausitzer Filmschaffender. Darüber hinaus ist sie Mitglied der AG DOK und des Kulturfabrik Hoyerswerda e.V.

Filme (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regie
Drehbuch
  • Lenes und die Geister des Waldes (2020), Ko-Autorin, Regie: Dieter Schumann
  • Serbski son – sich sorbisch trauen (2002), Ko-Autorin, Regie: Edmund Ballhaus
Dramaturgie
  • Lost in Face (2020), Regie: Valentin Riedl
  • The war on my Phone (2018), Regie: Elke Sasse
Recherche
  • Lebt wohl, Genossen (2012), Regie: Andrei Nekrasov, Dokumentarische TV-Serie

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Interviews, Gespräche

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Grit Lemke - Biographie, Lebenslauf und Lebensstationen. In: Grit Lemke. Abgerufen am 22. Februar 2020 (deutsch).
  2. Alle für eine — kreuzer online. Abgerufen am 2. April 2020.
  3. Unter hohen Himmeln. Das Universum Volker Koepp. Abgerufen am 2. April 2020.
  4. Nominierungen - Grimme-Preis. Abgerufen am 2. April 2020.
  5. Gundermann Revier | filmportal.de. Abgerufen am 2. April 2020.
  6. Produktionsförderung für programmfüllende Spiel- und Dokumentarfilme. Abgerufen am 2. April 2020.
  7. Wer wir sind. Abgerufen am 2. April 2020.