Gustav Metzger

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Gustav Metzger (2009)

Gustav Metzger (* 10. April 1926 in Nürnberg) ist ein deutscher Künstler (Malerei, Fotografie, Installationen, Performances, Aktionen, Texte, Manifeste, politische Aktionen).

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gustav Metzger wurde als Sohn orthodoxer Juden geboren. 1939 wurden er und sein Bruder Max mit einem Kindertransport nach England gerettet.

Er studierte Kunst an der Cambridge School of Art in London und zog in eine Künstlerkommune nach King’s Lynn. Die Entwürfe, Gemälde und Zeichnungen aus dieser Zeit verpackte er, als er nach London zurückkehrte und sich fortan als künstlerischer und politischer Aktivist betätigte.[1]

Metzger wurde auch Mitglied der Campaign for Nuclear Disarmament.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Metzger ist ein Vertreter der Aktionskunst. In seinem Werk thematisiert er das Destruktionspotential des 20. Jahrhunderts, speziell übt er Kritik am kapitalistischen System und am Kunstbetrieb. Er gilt als Erfinder der „Auto Creative Art“, „Auto Destructive Art“, „kinetische Gemälde“ und „Historic Photographs“.

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abgedeckte Bilder von Gustav Metzger auf der dOCUMENTA (13), 2012, Kassel

Öffentliche Sammlungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pete Townshend, ein Student Metzgers am Ealing Art College, begründete die Zerstörungswut der englischen Band The Who mit Metzgers Konzept der Autodestruktiven Kunst.[2]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Damaged nature, autodestructive art. Coracle, London 1996, ISBN 0-906630-05-3 (Text: Gustav Metzger. Essays: Andrew Wilson, Clive Phillpot).
  • Manifeste, Schriften, Konzepte. Schreiber, München 1997, ISBN 3-88960-040-9.
  • Sabine Breitwieser (Hrsg.): Gustav Metzger. Geschichte Geschichte. (Ausstellung 11. Mai bis 28. August 2005 Generali Foundation, Wien). Hatje Cantz, Ostfildern 2005, ISBN 3-7757-1649-1 (Hatje Cantz), ISBN 3-901107-46-0 (Generali Foundation). (Literaturverzeichnis S. 285–301, Vorwort von Dietrich Karner, Einleitung von Sabine Breitwieser, Texte von Justin Hoffmann, Gustav Metzger, Kristine Stiles, Andrew Wilson, mit 35 Farb- und 150 s/w-Abbildungen).
  • Tribute to Gustav Metzger. Kuratiert von Justin Hoffmann. 2 CD. BR Hörspiel und Medienkunst. intermedium records, München 2008, ISBN 978-3-939444-63-3.
  • Gustav Metzger, Hans Ulrich Obrist: Gustav Metzger – Hans Ulrich Obrist. König, Köln 2008, ISBN 978-3-86560-498-9.
  • Samuel Dangel, Sören Schmeling (Hrsg.): Gustav Metzger – Years without Art. modo, Freiburg im Breisgau 2012, ISBN 978-3-86833-101-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gustav Metzger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Catrin Lorch: Gustav Metzger. In: Süddeutsche Zeitung. 16. April 2016, S. 24.
  2. „Pete Townshend, der berüchtigte Gitarrenzertrümmerer“ der Rockband The Who, bezeichnet ihn als seinen „Lehrer“. kunstaspekte.de.