Guyenne

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Wappen der Guyenne und Aquitaniens
Der Begriff Guyenne verweist heute oft auf das erbliche Herzogtum der englischen Krone, das aus dem Vertrag von Brétigny (1360) stammt.

Die Guyenne (früher auch Guienne, okzitanisch Guiana) war im Mittelalter ein Herzogtum und ein Teil Aquitaniens. „Guyenne“ ist eine sprachliche Abwandlung des römischen Aquitania.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Hochzeit Eleonores von Aquitanien mit Heinrich Plantagenet (18. Mai 1152) kamen die Guyenne und angrenzende Gebiete zum Angevinischen Reich, welches auch die späteren Besitzungen der englischen Krone in Frankreich bezeichnet. Nach den großen Gebietsverlusten der Engländer im Norden Frankreichs gegen Ende des Hundertjährigen Kriegs (1337–1453) blieb schließlich kurz vor dessen Ende nur noch das Bordelais und das Agenais als deren Besitz übrig.

Mit dem Ende des Hundertjährigen Kriegs (1453) wurde das Gebiet der Guyenne als Provinz in das Königreich Frankreich eingegliedert. Später wurde die Guyenne faktisch nur noch als Teil der Gascogne betrachtet.

Während der Französischen Revolution wurde die Provinz durch die Schaffung der Départements schließlich aufgelöst. Die die Guyenne umfassende Region Frankreichs heißt heute wieder Aquitanien (Aquitaine bzw. Nouvelle-Aquitaine).

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]