Hôtel de Ville (Métro Paris)

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Metro-M.svg Hôtel de Ville
Paris Metro Hotel de Ville Station, 8 October 2011 002.jpg
Tarifzone 1
Linie(n) 01Paris m 1 jms.svg 11Paris m 11 jms.svg
Ort Paris IV
Eröffnung 19. Juli 1900
Station der Linie 1 vor dem Einbau der Bahnsteigtüren, 2008
Station der Linie 11
Art-déco-Kandelaber an einem der Zugänge
Zugang an der Rue de Lobau

Der unterirdische U-Bahnhof Hôtel de Ville ist ein Umsteigebahnhof der Pariser Métro. Er wird von den Linien 1 und 11 bedient. Mit etwa 33.000 Fahrgästen täglich zählte er 2004 zu 20 frequenzstärksten Stationen der Metro.[1]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der U-Bahnhof befindet sich im Quartier Saint-Merri des 4. Arrondissements von Paris. Die Station der Linie 1 liegt längs unter der Rue de Rivoli zwischen der Place de l’Hôtel-de-Ville und der Rue de Lobau, die der Linie 11 längs unter der Rue du Renard.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den Namen gibt das nahegelegene Pariser Rathaus (fr: Hôtel de ville de Paris). Das Gebäude ging zur Zeit der Pariser Kommune am 25. Mai 1871 in Flammen auf und wurde zwischen 1873 und 1883 im Stil der Renaissance wieder aufgebaut.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Station der Linie 1 wurde in einer offenen Baugrube errichtet[3] und am 19. Juli 1900 mit der Eröffnung der Linie in Betrieb genommen. Diese verkehrte damals auf dem Abschnitt von Porte de Vincennes nach Porte Maillot.[4] Am 27. August 1903 kam es beim Ausfall der Beleuchtung aufgrund eines Kurzschlusses zu einem Unfall mit einem Todesopfer.[2]

Zunächst war die Station 75 m lang, Anfang der 1960er Jahre wurde sie auf 90 m verlängert[5] und für den Verkehr mit gummibereiften Zügen umgerüstet.[6] Im März 2009 wurden die Bahnsteige angehoben und im Zuge der Einführung des fahrerlosen Betriebs später mit Bahnsteigtüren ausgestattet.

Am 28. April 1935 wurde die Station der Linie 11 eröffnet. Sie führte von ihrem innerstädtischen Endpunkt Châtelet zunächst 5500 m weit bis Porte des Lilas.[7]

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beide Stationen haben Seitenbahnsteige an zwei Streckengleisen. Die Station der Linie 1 hat einen rechteckigen Querschnitt mit einer auf querlaufende Balken gestützten Decke

Unter einem elliptischen, weiß gefliesten Gewölbe mit gekrümmten Seitenwänden liegt die Station der Linie 11. Sie ist nach wie vor 75 m lang.[5] Westlich der Place de l’Hôtel-de-Ville unterquert ihre Strecke die der Linie 1 und biegt danach in die Rue de la Coutellerie ein.

Es gibt sechs Zugänge, die unterschiedlich gestaltet sind. So weisen die Zugänge an der Rue de Renard von Adolphe Dervaux[8] im Stil des Art déco entworfene Kandelaber, der an der Rue de Lobau einen in den 1950er Jahren eingeführten Mast mit einem gelben M in einem Doppelkreis auf.

Fahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zunächst verkehrten auf der Linie 1 Züge, die aus einem Triebwagen mit nur einem Führerstand und zwei Beiwagen bestanden. Diese Fahrzeuge waren zweiachsig und jeweils knapp neun Meter lang. Bereits 1902 wurden Acht-Wagen-Züge mit je einem Triebwagen an den Zugenden gebildet.[Anm. 1] Bis 1905 wurden die Triebwagen, ab 1906 auch die Beiwagen durch vierachsige Fahrzeuge auf Drehgestellen ersetzt. 1908 hielten grün lackierte Fünf-Wagen-Züge der Bauart Sprague-Thomson auf der Linie 1 Einzug,[Anm. 2] die sich dort bis in die 1960er Jahre hielten. Ab Mai 1963 wurden die auf Schienen verkehrenden Sprague-Thomson-Züge sukzessive durch gummibereifte Fahrzeuge der Baureihe MP 59 abgelöst, bis Dezember 1964 herrschte Mischverkehr der zwei Betriebsarten.[9] 1997 folgte die Baureihe MP 89 CC,[Anm. 3] die mit der Aufnahme des automatischen Betriebs der Baureihe MP 05 wich.

Umgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hôtel de ville

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nach dem Metrounfall im Bahnhof Couronnes im August 1903 liefen beide Triebwagen hintereinander an der Zugspitze
  2. Ab den frühen 1930er Jahren waren die Züge der Linie 1 hellgrau (mit rotem 1.-Klasse-Wagen) lackiert
  3. CC bedeutet „Conduite Conducteur“ (fahrergesteuert), im Gegensatz zum fahrerlosen Typ MP 89 CA

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sommaire. S. 16, abgerufen am 16. Juli 2010 (PDF; 1,1 MB, französisch).
  2. a b Gérard Roland: Stations de métro d'Abbesses à Wagram. Christine Bonneton, Clermont-Ferrand 2011, ISBN 978-2-86253-382-7, S. 119.
  3. Jean Tricoire: Un siècle de métro en 14 lignes. De Bienvenüe à Météor. 2. Auflage. La Vie du Rail, Paris 2000, ISBN 2-902808-87-9, S. 129.
  4. Jean Tricoire: op. cit., S. 131.
  5. a b Brian Hardy: Paris Metro Handbook. 3. Auflage. Capital Transport Publishing, Harrow Weald 1999, ISBN 1-85414-212-7, S. 36.
  6. Jean Tricoire: op. cit., S. 134.
  7. Jean Tricoire: op. cit., S. 284.
  8. Jean Tricoire: op. cit., S. 74.
  9. Jean Tricoire: op. cit., S. 132 ff.
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Châtelet
← Châtelet
Paris m 11 jms.svg Rambuteau
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Koordinaten: 48° 51′ 27″ N, 2° 21′ 5,3″ O