H. R. McMaster

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H. R. McMaster (2014)

Herbert Raymond „H. R.“ McMaster (* 24. Juli 1962 in Philadelphia, Pennsylvania) ist ein US-amerikanischer Offizier und Nationaler Sicherheitsberater.[1] Er ist Lieutenant General der United States Army.

Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

McMaster besuchte die High School der Valley Forge Military Academy in Wayne, Pennsylvania, und machte dort 1980 seinen Abschluss. 1984 beendete er die United States Military Academy in West Point, New York. Er hat einen Ph.D. in Militärgeschichte der University of North Carolina at Chapel Hill. Von 1994 bis 1996 war er als Professor für Geschichte nochmals an der United States Military Academy eingesetzt.

Als Soldat ist er hochdekoriert. Er wurde u. a. mit der Army Distinguished Service Medal und dem Silver Star ausgezeichnet. Im Laufe seiner Dienstzeit war er auch beim 2. US-Kavallerieregiment und dem 4. US-Kavallerieregiment (7. US-Armee) in Deutschland stationiert. Außerdem war er im Zweiten Golfkrieg im Einsatz, später in Afghanistan und dem Irak. Vor seiner Berufung zum Nationalen Sicherheitsberater war er Befehlshaber („Director“) des United States Army Capabilities Integration Center (ARCIC) sowie stellvertretender Kommandierender General des United States Army Training and Doctrine Command (TRADOC) in Fort Monroe, Hampton (Virginia). Time 100 listete ihn 2014 in der Kategorie „Pioneers“ und bezeichnete ihn als „The architect of the future U.S. Army“.[2]

Am 20. Februar 2017 nominierte ihn Präsident Donald Trump als Nationalen Sicherheitsberater; anders als üblich muss McMaster vom Senat bestätigt werden, da er den aktiven Militärdienst für sein neues Amt nicht quittieren will.[3] Diese Bestätigung erfolgte am 15. März 2017.[4] Sein Vorgänger Michael T. Flynn ist am 13. Februar 2017 zurückgetreten.[5][6]

Positionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

McMaster (2016)

In seiner Dissertation, die unter dem Titel Dereliction of Duty: Lyndon Johnson, Robert McNamara, The Joint Chiefs of Staff, and the Lies that Led to Vietnam veröffentlicht wurde, vertrat McMaster die Meinung, der Vietnamkrieg sei in Washington D.C. verloren worden, nicht in den Medien oder auf dem Schlachtfeld. Präsident Lyndon B. Johnson und vor allem dessen unfähige militärische Berater seien dafür verantwortlich gewesen, dass der Vietnamkrieg für die Amerikaner in einem Desaster endete. Die Berater hätten ihren Präsidenten nicht mit wirklich relevanten Informationen über den Vietnamkrieg versorgt, sondern ihm das gesagt, was er hören wollte.[7]

McMaster äußerte die Meinung, der von Präsident George W. Bush begonnene Irakkrieg sei unzureichend geplant worden und zeuge von „intellektuellem Versagen“.[7]

Präsident Barack Obamas Entscheidung, im Kampf gegen den Islamischen Staat keine Bodentruppen einzusetzen, hielt McMaster für falsch. Man müsse in der Lage sein, zurückeroberte Gebiete auch halten zu können, sagte er. McMaster warnte Obama vor einer Verkleinerung der Armee. Diese könne künftig zu klein sein, „um unsere Nation zu schützen“.[7]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dereliction of Duty: Lyndon Johnson, Robert McNamara, The Joint Chiefs of Staff, and the Lies that Led to Vietnam. Harper Perennial, New York 1997, ISBN 0-06-018795-6.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Tom Clancy, Armored Cav: A Guided Tour of an Armored Cavalry Regiment (Tom Clancy's Military Referenc, Band 2), 1994, Putnam Adult, ISBN 978-0399140549

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: H. R. McMaster – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Catherine Lucey: PRES. TRUMP PICKS PHILADELPHIA NATIVE ARMY LT. GEN. H.R. MCMASTER AS NATIONAL SECURITY ADVISER. 20. Februar 2017. 
  2. TIME 100 2014
  3. "He could choose to serve as a two-star major general or retire from the military and serve as a civilian."
  4. Stars and Stripes
  5. Trump-Personalie - General McMaster wird Sicherheitsberater. Spiegel Online. 20. Februar 2017. Abgerufen am 21. Februar 2017.
  6. Trump Names Lt Gen HR McMaster as National Security Adviser. BBC News. 20. Februar 2017. Abgerufen am 20. Februar 2017.
  7. a b c Der furchtlose McMaster. FAZ.net, 21. Februar 2017.