HMS Imperial (D09)

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Imperial
HMS Imperial (D09) IWM FL 14057.jpg
Schiffsdaten
Flagge Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich (Seekriegsflagge) Vereinigtes Königreich
Schiffstyp Zerstörer
Klasse I-Klasse
Bauwerft Hawthorn, Leslie & Co., Hebburn, Newcastle
Baunummer 605
Bestellung 30. Oktober 1935
Kiellegung 26. Januar 1936
Stapellauf 11. Dezember 1936
Indienststellung 30. Juni 1937
Verbleib 29. Mai 1941 versenkt
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
98,45 m (Lüa)
95,1 m (Lpp)
Breite 10,05 m
Tiefgang max. 3,78 m
Verdrängung Standard: 1370 ts
maximal: 1888 ts
 
Besatzung 145–154 Mann
Maschine
Maschine 3 Admirality-3-Trommel-Dampfkessel
2 Parsons-Turbinen mit Einfachgetriebe
Maschinen-
leistung
34.000 PS (25.007 kW)
Höchst-
geschwindigkeit
36 kn (67 km/h)
Propeller 2
Bewaffnung
Sensoren

Sonar Typ 124

HMS Imperial (D09) war ein Zerstörer der I-Klasse der britischen Royal Navy. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Schiff mit den Battle Honours „Atlantic 1939“, „Norway 1940“ und „Crete 1941“ geehrt.

Am 29. Mai 1941 ging die Imperial bei der Evakuierung der britischen Truppen von Kreta verloren. Der seit dem Vortag nach Nahtreffern durch deutsche Sturzkampfbomber nördlich von Kreta manövrierunfähige treibende Zerstörer wurde durch den britischen Zerstörer Hotspur versenkt, nachdem dieser die Besatzung und die von der Imperial evakuierten Truppen übernommen hatte.

Geschichte des Schiffes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Schiff lief am 11. Dezember 1936 als Teil einer Klasse von acht Zerstörern bei Hawthorn Leslie in Hebburn, Newcastle upon Tyne, vom Stapel. In Dienst gestellt wurde es am 30. Juni 1937.

Der Zerstörer kam, wie seine Schwesterschiffe, zunächst zur „3rd Destroyer Flotilla“ in Alexandria und wurde auch bei den sogenannten Neutralitätspatrouillen vor der spanischen Küste im westlichen Mittelmeer eingesetzt, um britische Interessen zu schützen und Waffenlieferungen an die Kriegsparteien zu unterbinden.

Nach dem Kriegsbeginn wurde die Flottille in die Gewässer um die Britischen Inseln zurückbefohlen und zuerst dem „Western Approaches Command“ in Plymouth unterstellt. Die Flottille sollte mit ihren Zerstörern U-Boote bekämpfen und Geleitschutzaufgaben erledigen. Im Dezember 1939 verlegte die Imperial dann zur Home Fleet nach Scapa Flow. Dort wurde der Zerstörer zur Sicherung der schweren Einheiten bei ihren Vorstößen in die Nordsee eingesetzt, aber auch zur Sicherung von Handelsschiffen, die über die nordwestlichen Zufahrtswege zu den Britischen Inseln liefen oder sie auf dieser Route verließen.

Mit den Schlachtschiffen und Kreuzern der Home Fleet wurde die Imperial auch gegen die deutsche Besetzung Norwegens (Unternehmen Weserübung) ab April 1940 eingesetzt. Nach dem Ende der Operation wurde der Zerstörer wieder ins Mittelmeer verlegt, wo er als Eskorte für Malta-Geleitzüge verwendet wurde. Bei einem derartigen Geleit lief HMS Imperial am 11. Oktober 1940 auf eine Minensperre, die von italienischen Zerstörern gelegt worden war. Die in Malta durchgeführte Reparatur der schweren Schäden nahm sechs Monate in Anspruch.

Im Mai 1941 wurde der Zerstörer zu einem weiteren Geleit herangezogen, das durch das gesamte Mittelmeer lief, um die bedrängte britische 8. Armee mit Kriegsgerät zu versorgen. Nach dem Ende der Geleitaufgabe sollte der Zerstörer alliierte Truppen während der Luftlandeschlacht um Kreta von der Insel evakuieren. Am 28. Mai 1941 wurde der anlaufende Evakuierungsverband mit den Kreuzern Orion , Dido und den Zerstörern Decoy, Jackal, Hotspur, Kimberley, Hereward und der Imperial von deutschen und italienischen Bombern angegriffen. Dabei wurde Imperial von Ju-87-Sturzkampfbombern durch Nahtreffer beschädigt.

Nach der Aufnahme der Truppen sollte der Verband nach Alexandria zurücklaufen, als auf dem Zerstörer als Folge eines Nahtreffers die gesamte Ruderanlage ausfiel. Wegen der Luftüberlegenheit der Deutschen war es notwendig, bei Sonnenaufgang möglichst weit entfernt von der Insel zu sein. Aufgrund dessen wurde die manövrierunfähige Imperial am 29. Mai 1941 nach der Übernahme der Truppen und der Besatzung durch Hotspur nördlich von Kreta auf 35° 23′ N, 25° 40′ OKoordinaten: 35° 23′ 0″ N, 25° 40′ 0″ O versenkt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • M. J. Whitley: Destroyers of World War Two. Arms and Armour Press, London 1988, ISBN 0853689105.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]