Haßleben (Boitzenburger Land)

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Haßleben
Koordinaten: 53° 12′ 56″ N, 13° 41′ 35″ O
Höhe: 75 m
Einwohner: 598 (2006)
Eingemeindung: 31. Dezember 2001
Postleitzahl: 17268
Vorwahl: 039884
Haßleben (Brandenburg)
Haßleben

Lage von Haßleben in Brandenburg

Haßleben ist ein Ortsteil der Gemeinde Boitzenburger Land, welche zum Landkreis Uckermark im Land Brandenburg gehört. Das Dorf wurde erstmals im Jahre 1317 als heresleve urkundlich erwähnt.[1] Bis zum Jahr 2001 gehörte Haßleben als eigenständige Gemeinde zum damaligen Amt Boitzenburg.

Ortsbild[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Westlich von Haßleben liegt der Wohnplatz Kuhz, weiter dahinter im Nordwesten Wichmannsdorf. Im Nordosten befinden sich Beenz, Ferdinandshof und Lindenhagen. Im Osten liegt Buchholz und im Süden Blankensee und Mittenwalde. Die nächstgelegenen Städte sind Templin und Prenzlau.

Um Haßleben liegen mehrere Kleinstgewässer (v. a. Sölle) wie das Kuhzsche Grenzbruch, der Rohrpfuhl, das Krumme Bruch, der Igelpfuhl oder das Büttbruch. Im Westen befindet sich der Kuhzer See mit den östlichen Ausläufern Haßleben'sche Lanke und Schulzenort.

Historische Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorfkirche Haßleben

Zur ehemaligen Gemeinde Haßleben gehörten noch folgende Ortsteile und Wohnplätze, welche heute ebenfalls Teil der Gemeinde Boitzenburger Land sind:

  • Garlieb-Hof
  • Karolinenhof
  • Kuhz
  • Ruhhof

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
(Quelle: Entwicklung der Einwohnerzahlen von Haßleben im Genealogischen Ortsverzeichnis (GOV))
187518901910192519331946199319941995199619971998199920002006
270316338331384624967947943948866790756775598

(Man beachte bei den sprunghaften Veränderungen zeitliche Distanzen, historische Ereignisse und Eingemeindungen.)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1317 wird Haßleben als Heresleve erstmals urkundlich erwähnt. Die Schreibweise Haßleben ist seit 1723 bekannt.

Zum 1. Mai 1849 wurde infolge der Vollendung der Chaussee von Templin bis zu ihrer Einmündung in die Berlin-Prenzlauer Chaussee eine Postexpedition mit Station in Haßleben eröffnet. (Die Tour der Berlin-Prenzlauer Personenpost zwischen Templin und Prenzlau war auf die neue direkte Chaussee verlegt worden. Die Postexpedition und Station in Milmersdorf wurde infolgedessen geschlossen und nach Haßleben verlegt.)

Die ab 1979 in Betrieb genommene Schweinemastanlage in Haßleben (VEB Schweinezucht- und Mastkombinat „Freundschaft“, SZM) war auf bis zu 174000 Tiere ausgelegt. Nach ihrer Stilllegung 1991 wurde sie vom niederländischen Investor Harrie van Gennip aufgekauft, der sich seit 2005 um eine Wiederinbetriebnahme bemüht. Dabei plante er zunächst einen Bestand von 85000 Schweinen, später wurde die projektierte Kapazität auf 36000 Tiere reduziert.

Sehenswürdigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dorfkirche Haßleben ist eine Saalkirche aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts und einer Südvorhalle aus dem Jahr 1887. Im Innern befinden sich eine neugotische Kanzel aus dem Jahr 1887 sowie eine Orgel von Friedrich Hermann Lütkemüller von 1863.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof Haßleben lag an der Bahnstrecke Löwenberg–Prenzlau. Am 28. Mai 2000 wurde der Personenverkehr zwischen Templin Stadt und Prenzlau eingestellt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Haßleben (Boitzenburger Land) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Ortsnamen der Uckermark bei Google books