Milmersdorf

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Dieser Artikel behandelt die brandenburgische Gemeinde Milmersdorf, für den gleichnamigen Ortsteil der mittelfränkischen Gemeinde Sachsen bei Ansbach siehe Milmersdorf (Sachsen bei Ansbach).
Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Milmersdorf führt kein Wappen
Milmersdorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Milmersdorf hervorgehoben
Koordinaten: 53° 7′ N, 13° 39′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Uckermark
Amt: Gerswalde
Höhe: 60 m ü. NHN
Fläche: 63,57 km2
Einwohner: 1466 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 23 Einwohner je km2
Postleitzahl: 17268
Vorwahl: 039886
Kfz-Kennzeichen: UM, ANG, PZ, SDT, TP
Gemeindeschlüssel: 12 0 73 396
Adresse der Amtsverwaltung: Dorfmitte 14a
17268 Gerswalde
Webpräsenz: www.amt-gerswalde.de
Bürgermeister: Klaus-Christian Arndt (SPD)
Lage der Gemeinde Milmersdorf im Landkreis Uckermark
Angermünde Berkholz-Meyenburg Boitzenburger Land Brüssow Carmzow-Wallmow Casekow Flieth-Stegelitz Gartz (Oder) Gerswalde Göritz Gramzow Grünow Hohenselchow-Groß Pinnow Lychen Mark Landin Mescherin Milmersdorf Mittenwalde Nordwestuckermark Oberuckersee Passow Pinnow Prenzlau Randowtal Schenkenberg Schöneberg Schönfeld Schwedt/Oder Tantow Temmen-Ringenwalde Templin Uckerfelde Uckerland Zichow BrandenburgKarte
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Milmersdorf ist eine Gemeinde im Landkreis Uckermark in Brandenburg (Deutschland). Die Gemeinde wird vom Amt Gerswalde mit Sitz in der gleichnamigen Gemeinde verwaltet.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die uckermärkische Gemeinde liegt in einem wald- und seenreichen Gebiet zwischen den Städten Prenzlau, Joachimsthal und Templin. Das Gemeindegebiet reicht im Süden bis in die Schorfheide und hat Anteile am Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin. Die hügelige Umgebung erreicht nahe dem Ortsteil Hohenwalde eine Höhe von 109 m ü. NHN. Der größte See im Gemeindegebiet ist der Kölpinsee.

Gemeindeteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus folgenden Gemeindeteilen und Wohnplätzen

  • Ahlimbsmühle (Gemeindeteil)
  • Ahrensnest
  • Engelsburg (Gemeindeteil)
  • Götschendorf (Gemeindeteil)
  • Groß Kölpin (Gemeindeteil)
  • Haferkamp
  • Hahnwerder
  • Hohenwalde (Gemeindeteil)
  • Luisenhof
  • Milmersdorf (Gemeindeteil)
  • Milmersdorfer Mühle
  • Petersdorf (Gemeindeteil)
  • Petersdorfer Siedlung (Gemeindeteil)
  • Schwarzer Tanger
  • Siedlung Schönberg

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1320 taucht der Name Mildebraderstorp erstmals urkundlich auf. Über Melmersdorp entwickelte sich langsam der Name Milmersdorf.

Zum 1. Mai des Jahres 1849 wurden die Milmersdorfer Postexpedition und Station infolge der Vollendung der Chaussee von Templin bis zu ihrer Einmündung in die Berlin-Prenzlauer-Chaussee aufgehoben. Die Tour der Berlin-Prenzlauer-Personenpost zwischen Templin und Prenzlau wurde auf die neue direkte Chaussee verlegt.

Milmersdorf in der ländlichen Region Uckermark besitzt keinen typischen Ortskern und keine gewachsenen Dorfstrukturen. In den 1960er Jahren wurden hier Arbeitskräfte für ein großes Betonwerk – im Ortsteil Götschendorf – angesiedelt (heute Betonwerk Milmersdorf GmbH). Für die Beschäftigten wurde damals Wohnraum in Form der so genannten „Plattenbauten“ geschaffen.

Vom 1. Januar 1957 bis zum 30. September 1961 gehörte Ahrensdorf zur Gemeinde Milmersdorf.[2]

Am 31. Dezember 2001 wurde die vormals selbstständige Gemeinde Groß-Kölpin in die Gemeinde Milmersdorf eingegliedert.[3]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1875 329
1890 279
1910 270
1925 256
1933 217
1939 260
1946 379
1950 409
1964 1 987
1971 2 163
Jahr Einwohner
1981 2 522
1985 2 477
1989 2 453
1990 2 460
1991 2 376
1992 2 320
1993 2 053
1994 2 023
1995 1 979
1996 1 966
Jahr Einwohner
1997 1 952
1998 1 909
1999 1 869
2000 1 843
2001 1 884
2002 1 860
2003 1 837
2004 1 813
2005 1 814
2006 1 791
Jahr Einwohner
2007 1 766
2008 1 716
2009 1 650
2010 1 626
2011 1 531
2012 1 500
2013 1 452
2014 1 459
2015 1 466

Gebietsstand des jeweiligen Jahres[4][5], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Milmersdorf besteht aus 9 Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:[6]

  • SPD 5 Sitze
  • Die Linke 2 Sitze
  • Einzelbewerber Helmuth Rosenow 1 Sitz
  • CDU 1 Sitz

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klaus-Christian Arndt (SPD) wurde in der Bürgermeisterwahl vom 25. Mai 2014 mit 90,0 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von fünf Jahren[7] gewählt.[8]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Milmersdorf stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Milmersdorf ist über die Gemeinde Flieth-Stegelitz an das Autobahnnetz angebunden (A 11 Berlin - Stettin, Anschlussstelle Pfingstberg). Durch Milmersdorf führt die Verbindungsstraße von Templin nach Eberswalde (Landesstraße 23). Sie kreuzt hier die Landesstraße 100 von Mittenwalde nach Zerpenschleuse. Letztere war bis zur Veränderung der Streckenführung im Jahr 2005 Teil der Bundesstraße 109 (Berlin - Prenzlau). Es ist vorgesehen, an der Kreuzung beider Landesstraßen die Ampelregelung durch einen Kreisverkehr zu ersetzen.[9]

Der Bahnhof Milmersdorf liegt an der Bahnstrecke Britz–Fürstenberg, die – zum Regionalnetz Ostbrandenburg der DB Netz AG gehörig – nach der DB Regio AG zuletzt im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) von der Ostdeutschen Eisenbahn (ODEG) bedient wurde. Der SPNV wurde ab Fahrplan 2007 vom Land abbestellt. Die Strecke wird seitdem zwischen Templin und Joachimsthal nur noch gelegentlich für den Güterverkehr genutzt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Milmersdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2015 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7.
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2001
  4. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Uckermark. S. 22–25
  5. Bevölkerung im Land Brandenburg nach kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden 1991 bis 2014
  6. Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014
  7. § 73 des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes
  8. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014
  9. Planfeststellungs-/Anhörungsverfahren zum Ausbau der Landesstraße 100 Ortsdurchfahrt Milmersdorf