Hachiko – Eine wunderbare Freundschaft

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Filmdaten
Deutscher Titel Hachiko – Eine wunderbare Freundschaft
Originaltitel Hachi: A Dog’s Tale
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2009
Länge 93 Minuten
Altersfreigabe FSK 0
Stab
Regie Lasse Hallström
Drehbuch Stephen P. Lindsey
Kaneto Shindō
Produktion Richard Gere
Bill Johnson
Vicki Shigekuni Wong
Musik Jan A. P. Kaczmarek
Kamera Ron Fortunato
Schnitt Kristina Boden
Besetzung

Hachiko – Eine wunderbare Freundschaft (Originaltitel: Hachi: A Dog’s Tale) ist ein US-amerikanischer Familienfilm von Lasse Hallström aus dem Jahr 2009, der an die Geschichte des berühmten japanischen Akita-Hundes Hachikō und dessen bedingungslose Treue zu seinem Herrchen, einem Professor an der Uni, angelehnt ist. Die Rolle des Universitätsprofessors wird von Richard Gere gespielt. Joan Allen und Sarah Roemer sind in tragenden Rollen besetzt.

Der Film stellt eine Neuverfilmung des von Seijirō Kōyama im Jahr 1987 unter dem Titel Hachikō Monogatari gedrehten Filmdramas dar.[1]

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem Universitätsprofessor Parker Wilson läuft auf seinem Weg von der Arbeit nach Hause an der Bahnstation von Bedridge ein Akita-Welpe zu. Der Versuch, den Besitzer des Hundes ausfindig zu machen, bleibt ohne Erfolg. Wilson nimmt den jungen Hund mit nach Hause. Wilsons Frau Cate ist darüber nicht erfreut und akzeptiert das Tier erst, als sie sieht, welche Freude es ihrem Mann bereitet. Hachiko, so der Name auf dem Halsband des Hundes, begleitet seinen neuen Besitzer morgens zum Bahnhof und erwartet den Heimkehrer dort jeden Tag Punkt 17 Uhr zurück. Doch eines Tages stirbt der Musikprofessor während einer Vorlesung an Herzversagen. An diesem Tag wartet Hachiko am Bahnhof vergeblich auf sein Herrchen.

Mrs. Wilson zieht aus Bedridge fort und überlässt Hachiko ihrer frisch verheirateten Tochter Andy. Doch der Hund läuft weg zum Bahnhof, der sein neues Zuhause wird. Da er weiterhin Tag für Tag auf sein Herrchen wartet, wird Hachiko im Laufe der Jahre zu einer Berühmtheit.

Als Mrs. Wilson nach zehn Jahren wieder in die Stadt kommt, um das Grab ihres Mannes zu besuchen, sieht sie Hachiko wie immer wartend am Bahnhof sitzen und setzt sich zu ihm. Einige Zeit später stirbt der treue Hund und trifft auf der „anderen Seite“ sein Herrchen wieder.

Die Geschichte von Hachiko wird vom Enkel des Professors im Rahmen einer Schulaufgabe erzählt, bei der die Grundschüler einen Vortrag über ihren persönlichen Helden halten sollen.

Drehorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Filmaufnahmen fanden größtenteils im US-amerikanischen Bundesstaat Rhode Island statt, insbesondere in den Städten Bristol und Woonsocket (dieser Ort wird im Film ausdrücklich erwähnt) sowie im Columbus Theatre Arts Center in Providence und an der University of Rhode Island in Kingston. Die Bahnhofsbilder wurden in Woonsocket am ehemaligen Zugdepot der Providence and Worcester Railroad und dessen Vorplatz aufgenommen (1 Depot Square, Woonsocket, RI 02895). Der Backsteinbau dient jetzt der Blackstone Valley Heritage. Auf dem Platz gibt es eine Kopie des Original-Hundedenkmals aus Shibuya in Japan.

Einige Einstellungen wurden in Japan gedreht.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hachiko als Welpe wurde von einem Shiba-Hund gespielt. Der ältere Hachiko wurde, je nach Lebensabschnitt und Anforderungen, von drei verschiedenen Akita-Hunden namens Chico, Layla und Forrest dargestellt.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kinostart und DVD[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hachiko hatte am 13. Juni 2009 Premiere in den Vereinigten Staaten, wo der Film beim Seattle International Film Festival aufgeführt wurde. Die Premiere in Japan erfolgte am 8. Juli 2009 in Tokio. In Deutschland kam der Film am 12. November 2009 in die Kinos, in Österreich am 20. November 2009.

Der Film wurde zudem in folgenden Ländern veröffentlicht: Brasilien, Italien, Russland, Spanien, Armenien, den Niederlanden, Belgien, im Libanon, in Hongkong, Taiwan, Singapore, Schweden, Kroatien, Südkorea, Thailand, im Vereinigten Königreich, Irland, Indonesien, Finnland, in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Mexiko, Südafrika, Ungarn, Argentinien, Norwegen, auf Aruba, in Frankreich, Panama, Dänemark, Chile, Portugal, Uruguay, Malaysia, Peru, Kuwait, Bolivien, Griechenland, Polen, Serbien, in der Slowakei und der Ukraine.

Der Film wurde am 12. Mai 2010 von EuroVideo mit einer deutschen Tonspur auf DVD herausgegeben.[2]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Können Tierfilme realistisch sein? Sie könnten, aber die meisten sind es nicht. Lassie, Flipper, sie alle rühren tief ans Herz. Sie sind so süß, so treu, so putzig – eben so wie Hachi, der Hauptdarsteller in Lasse Hallströms Tierdrama, bei dem man die Taschentücher keinesfalls vergessen darf. Ein Film zur Vorweihnachtszeit, der einmal eine richtig heile Welt und eine traumhaft glückliche Familie zeigt.“

kino-zeit.de[3]

„Hunde verkörpern die Sehnsucht nach bedingungsloser Treue und verspielter Unschuld. Werte, die viele Menschen in ihrem Leben vermissen. Nicht jedoch die Bewohner von Bedridge, deren Sanftmut und Liebenswürdigkeit in manchen Momenten an die inszenierte Scheinwelt der ‚Truman Show‘ erinnert. ‚Hachiko‘ ist in seinem Harmoniestreben und seiner Herzenswärme viel zu schön, um wahr zu sein. Das kann man dem Film vorwerfen – oder es einfach nur genießen. Fazit: Feinfühlige, ein wenig zu seichte Tragikomödie über eine unbedingte Liebe, die über den Tod hinausgeht – ein Muss für Hundeliebhaber.“

Cinema[4]

„Hallström gelingt es, aus der vordergründig nahe am Kitsch wandelnden Geschichte eine feine, stille Hymne an die Treue und die Freundschaft zu machen – komische Momente inbegriffen. Geres Darstellung ist wohltuend zurückhaltend und ehrlich, alles strahlt eine weich fließende Harmonie aus, die von der sanften Musik des Oscar-Preisträgers Jan A. P. Kaczmarek wunderbar unterstrichen wird. Um die Rührung kommt wohl niemand herum – zumindest keiner, der wahre Hundetreue kennt.“

Wiener Zeitung[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hans-Ulrich Pönack: Hachiko – Eine wunderbare Freundschaft Deutschlandfunk Kultur, 11. November 2009, auf der Seite deutschlandfunkkultur.de
  2. Hachiko (DVD) Wunderbare Freundschaft bei filme.wahu.eu
  3. Kritik auf kino-zeit.de, abgerufen am 23. November 2009
  4. Cinema.de: Filmkritik, abgerufen am 17. Dezember 2009
  5. Wiener Zeitung: Kritik auf wienerzeitung.at,18. November 2009 (abgerufen am 14. November 2013)