Haingrund

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49.7591229.096914247Koordinaten: 49° 45′ 33″ N, 9° 5′ 49″ O

Haingrund
Gemeinde Lützelbach
Höhe: 247 m
Fläche: 8,08 km²
Einwohner: 966 (31. Dez. 2013)[1]
Eingemeindung: 1. Februar 1971
Eingemeindet nach: Steinbachtal
Postleitzahl: 64750
Vorwahl: 06066

Haingrund ist ein Ortsteil der Gemeinde Lützelbach im Odenwaldkreis in Hessen.

Mehr als drei Viertel der Gemarkung, nämlich 638 Hektar, sind Wald. Haingrund ist ein langgestrecktes Straßendorf im Tal des Steinbachs mit knapp 1.000 Einwohnern.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Siedlungsgeschichte ist nur lückenhaft erforscht. In römischer Zeit gab es in der Waldabteilung „Windlücke“ ein kleines Kastell des Odenwaldlimes und mehrere Wachtürme; eine zivile Ansiedlung ist nicht nachgewiesen.
Siehe auch separaten Artikel: Kleinkastell Windlücke.

Ab dem 12./13. Jahrhundert bestehen wohl zwei Siedlungen: zum einen „Walderlebach“ im Bereich des heutigen Unterdorfs oder noch weiter talabwärts gelegen, wahrscheinlich eine Filialsiedlung des benachbarten mainzischen Wörth am Main; zum anderen das breubergische „Hennegrund“ im Bereich des Oberdorfs. Ab 1806 ist Haingrund alleiniger amtlicher Ortsname der beiden inzwischen zusammengewachsenen Siedlungen. Bis 1848 wurde Haingrund von der benachbarten Gemeinde Seckmauern mitverwaltet.

Ab 22. November 1848 erhielt der Ort eine eigene Bürgermeisterei. Am 1. Februar 1971 erfolgte der freiwillige Zusammenschluss mit Seckmauern zur Gemeinde Steinbachtal, die ihrerseits am 1. August 1972 in der Gemeinde Lützelwiebelsbach aufging, die seit dem 1. Juli 1973 Lützelbach heißt.[2] Für Haingrund wurde wie für jeden Ortsteil der neugeschaffenen Gemeinde ein Ortsbezirk gebildet mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher.

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten]

Wie viele Odenwalddörfer besaß Haingrund niemals größere Wirtschaftskraft; die Bevölkerung war weit überwiegend in Land- und Forstwirtschaft tätig, wobei die enge Tallage für widrige Bedingungen sorgte. Auch aus diesem Grund gibt es bis heute keine größeren Gewerbeflächen.

Größter Betrieb am Ort ist die Fa. Tartler Zeltbau AG. Neben kleineren Handwerks- und Handelsfirmen ist in Haingrund auch die Firma Franpack, ein bedeutender Anbieter von Verpackungsmaschinen, ansässig. Viele Einwohner pendeln in die benachbarten Industriestandorte Neustadt und Elsenfeld.

In Haingrund befindet sich das Funkfeuer KNG (König NDB) .

Sonstiges[Bearbeiten]

Die evangelischen Christen gehören zur Kirchengemeinde Seckmauern, die katholischen zur Pfarrgemeinde Seckmauern (Pfarrgruppe Lützelbach). Die katholische Kirche am Ort (Hl. Kreuz, erbaut 1956) wird zweimal im Monat auch von der evangelischen Gemeinde für Gottesdienste genutzt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gemeinde Lützelbach: Zahlen-Daten-Fakten
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 358 und 359.

Weblinks[Bearbeiten]