Lützelbach

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Dieser Artikel erläutert die Gemeinde Lützelbach; zu anderen Bedeutungen siehe Lützelbach (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Lützelbach
Lützelbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Lützelbach hervorgehoben
Koordinaten: 49° 47′ N, 9° 5′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Odenwaldkreis
Höhe: 308 m ü. NHN
Fläche: 35,46 km²
Einwohner: 6864 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 194 Einwohner je km²
Postleitzahl: 64750
Vorwahlen: 06165, 09372, 06066
Kfz-Kennzeichen: ERB
Gemeindeschlüssel: 06 4 37 010
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Mainstraße 1
64750 Lützelbach
Webpräsenz: www.luetzelbach.de
Bürgermeister: Uwe Olt (SPD)
Lage der Gemeinde Lützelbach im Odenwaldkreis
Breuberg Höchst im Odenwald Lützelbach Bad König Brensbach Brombachtal Fränkisch-Crumbach Reichelsheim (Odenwald) Mossautal Michelstadt Erbach (Odenwald) Hesseneck Beerfelden Sensbachtal Rothenberg Landkreis Darmstadt-Dieburg Bayern Baden-Württemberg Baden-Württemberg Kreis Bergstraße Kreis Bergstraße Kreis BergstraßeKarte
Über dieses Bild

Lützelbach ist eine kreisangehörige Gemeinde im Odenwaldkreis in Hessen. Der Verwaltungssitz befindet sich im größten Ortsteil Lützel-Wiebelsbach.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt im nördlichen Odenwald an der hessisch-bayerischen Grenze in waldreicher Umgebung.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lützelbach grenzt im Norden an die Stadt Breuberg und die Stadt Obernburg, im Osten an die Städte Wörth am Main und Klingenberg (alle 3 Landkreis Miltenberg in Bayern), im Süden an die Städte Michelstadt und Bad König sowie im Westen an die Gemeinde Höchst im Odenwald.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus folgenden Ortsteilen :

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Entstehungsgeschichte der Gemeinde Lützelbach lässt sich gut nachvollziehen, wie die Gebietsreform in Hessen mitunter erst nach mehreren Zwischenschritten zu einem dauerhaften Ergebnis führte:

Am 1. Februar 1971 schlossen sich die Gemeinden Haingrund und Seckmauern zur Gemeinde Steinbachtal zusammen, und die Gemeinde Breitenbrunn wurde in die Nachbargemeinde Lützel-Wiebelsbach eingegliedert. Am 31. Dezember 1971 folgte die einvernehmliche Eingliederung der Gemeinde Rimhorn in die Gemeinde Lützel-Wiebelsbach. Sodann wurden durch das Gesetz zur Neugliederung des Landkreises Erbach die Gemeinden Steinbachtal und Lützel-Wiebelsbach mit Wirkung vom 1. August 1972 zur Gemeinde Lützelwiebelsbach zusammengeschlossen. Ein Jahr später wiederum, am 1. Juli 1973, wurde die Gemeinde in Lützelbach umbenannt.[2]

Wappen Lützelbach
Wappen Lützelbach

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In gespaltenem Schild rechts in Rot ein goldener blaubekrönter und -bezungter Löwe, links in Silber und Blau geschachtet.[3]

Das Wappen wurde bei der Gebietsreform 1972 vom heutigen Ortsteil Lützel-Wiebelsbach übernommen. 1962 wurde es nach einer Zeichnung von Heinz Ritt eingeführt. Es basiert auf dem Urwappen des Adelsgeschlechts (Reiz von) Breuberg, dessen Stammburg in Lützelbach stand.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[4] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:

Sitzverteilung in der Gemeindevertretung 2016
   
Von 31 Sitzen entfallen auf:
  • SPD: 12
  • CDU: 7
  • ÜWG : 12
Parteien und Wählergemeinschaften %
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 38,6 12 40,3 13 40,8 13 30,7 10
ÜWG Überparteiliche Wählergemeinschaft Lützelbach 37,9 12 36,2 11 35,1 11 38,8 12
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 23,4 7 23,5 7 24,1 7 25,9 8
BfL Bürger für Lützelbach 4,6 1
Gesamt 100,0 31 100,0 31 100,0 31 100,0 31
Wahlbeteiligung in % 46,7 51,7 47,8 57,6

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Stichwahl am 27. Februar 2005 wurde Uwe Olt (SPD) mit 56,6 % der Stimmen zum Bürgermeister gewählt.

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geistlicher Rat Joseph Klein ab 16. November 1987 (geboren 1913 in Bieber (jetzt Offenbach), gestorben 2005)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswert ist der Verlauf des Odenwaldlimes mit Wachtturm-Fundamenten und Spuren der römischen Kastelle Lützelbach und Seckmauern. Von Bedeutung als Kulturdenkmal ist auch das Pretlack’sche Palais in Rimhorn, errichtet 1733 in markanter Lage über dem Ort von Johann Rudolf Victor von Pretlack.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde Lützelbach sind folgende Religionen mit Kirchen und Kulturzentren vertreten:

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Joseph Klein: Heute Kirche bauen, Zur Geschichte der katholischen Pfarrei Seckmauern / Odenwald, Lützelbach 1998, 956 Seiten
  • Wolfgang Stapp: "Niemals wieder vergessen!" Zum Gedenken Odenwälder Antifaschisten, Teil 4: Verfolgung und Widerstand in Lützelbach. In: "gelurt" Odenwälder Jahrbuch für Kultur und Geschichte 2011, Erbach 2010.
  • Heidi Banse: Odenwald-Forum, Zehn familiengeschichtliche Vorträge, Heimat- und Geschichtsverein Lützelbach 2013

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lützelbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 358 und 359.
  3. HStAD Bestand R 6 C Nr. 169/1-2 - Lützel-Wiebelsbach, Wappen,... - Arcinsys Detailseite. In: arcinsys.hessen.de. Abgerufen am 26. Mai 2016.
  4. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016